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Nach Ukraine-Eklat Deutscher Marinechef Kay-Achim Schönbach muss gehen

Bei einem Besuch in Indien irritierte Marinechef Schönbach mit Äußerungen zum Ukrainekonflikt. Nun muss er nach SPIEGEL-Informationen den Hut nehmen.

Von Matthias Gebauer
22.01.2022, 21.01 Uhr

Der Inspekteur der Deutschen Marine, Kay-Achim Schönbach, räumt seinen Posten nach umstrittenen Äußerungen zum Ukrainekonflikt. Das teilte das Verteidigungsministerium am Samstagabend den Obleuten im Bundestag mit.

Innerhalb der Bundesregierung hatte ein Auftritt des Admirals fernab der Heimat am Samstag für heftige Irritationen gesorgt. Schönbach hatte bei einem Besuch in Indien gesagt, die Halbinsel Krim sei für die Ukraine verloren, und damit der von Deutschland und seinen Partnern vertretenen Position widersprochen. Zu Wladimir Putins Motivation hatte er erklärt, der russische Präsident verlange lediglich Respekt und verdiene diesen wahrscheinlich. Dieser Wunsch sei leicht zu erfüllen.


»Radikal römisch-katholisch«

Schönbach hatte sich selbst zudem als »sehr radikalen römisch-katholischen Christen« bezeichnet. Er glaube an Gott und fände es deshalb gut, auf das christliche Russland als Partner gegen China zählen zu können: »Selbst wir, Indien, Deutschland, brauchen Russland, weil wir Russland gegen China brauchen«, so Schönbach, auch wenn Putin ein Atheist sei, »das ist egal. Dieses große Land, auch wenn es keine Demokratie ist, auf unserer Seite als bilateralen Partner zu haben, (…) hält möglicherweise Russland von China fern.«

Sowohl im Verteidigungsressort als auch im Auswärtigen Amt war man bis hoch in die Führung ziemlich verärgert. Ziemlich schnell war klar, dass das Video von seinem Auftritt nicht ohne Konsequenzen bleiben konnte.

Bei einer eilig am Vormittag einberufenen Videokonferenz beriet Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, SPD, mit ihrem Generalinspekteur Eberhard Zorn und ihrem obersten PR-Berater, wie man mit Schönbach umgehen soll. Die Runde kam überein, dass der Marinechef seine Äußerungen umgehend öffentlich klarstellen muss, erwartet wurde dabei wohl auch eine Art Entschuldigung. Für Montag wurde der Offizier zu einem klärenden Gespräch mit dem Generalinspekteur einbestellt.

Schon zu diesem Zeitpunkt rechneten im Wehrressort viele damit, dass Schönbach selbst um seine Entlassung bitten würde. Spätestens Anfang der Woche hätte ihn sonst die Ministerin in den Ruhestand versetzen müssen, da sie einen solchen Ausfall eines führenden Offiziers nicht tolerieren kann.

Kay-Achim Schönbach ist mittlerweile zurück in Deutschland. Am späten Nachmittag informierte er Ministerin Lambrecht, dass er um die Versetzung in den Ruhestand bitte. In seinem später über das Presse- und Informationszentrum der Marine veröffentlichten Statement heißt es:

»Ich habe soeben die Frau Bundesministerin der Verteidigung gebeten, mich von meinen Aufgaben und Pflichten als Inspekteur der Marine mit sofortiger Wirkung zu entbinden.

Meine in Indien gemachten unbedachten Äußerungen zu Sicherheits- und Militärpolitik lasten zunehmend auf meinem Amt. Um weiteren Schaden von der Deutschen Marine, der Bundeswehr, vor allem aber der Bundesrepublik Deutschland zu nehmen, halte ich diesen Schritt für geboten.«

Die Ministerin entsprach dem umgehend. Mit dem Schritt, selbst um seine Entlassung zu bitten, ist Schönbach einer peinlichen Situation aus dem Wege gegangen.

Schönbach leitet als Inspekteur der Marine seit März des vergangenen Jahres die deutschen Seestreitkräfte. »Im Bundesministerium der Verteidigung und in multinationalen militärischen Gremien vertritt er die maritime Perspektive der Bundeswehr«, heißt es auf der Internetseite der Bundeswehr. Der 56-Jährige hatte sich nach eigenen Angaben in einer Gesprächsrunde eines Thinktanks in Indien geäußert. Eine Videoaufnahme davon war im Internet verbreitet worden.

Marinechef Kay-Achim Schönbach muss nach Ukraine-Eklat gehen
C Z
Boa - wie viele Katholiken Fatime einfach nicht kennen.
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"Was Putin wirklich will, ist Respekt auf Augenhöhe. Und - mein Gott - den verdient er."

Jede Woche sterben Leute in der Ukraine, Donbas und er verdient Respekt.
Katholik25
@Escorial wir dürfen nicht vergessen dass Russland die Geißel für uns wird. Aber können wir Putin wirklich trauen?
Escorial
Gott wird zulassen, dass sich die Gottlosen gegenseitig ausrotten. Man muss aber klar sehen, dass "wenn die Kommunisten wiederkommen" - ein Ausdruck Mariens in Garabandal, und beim Drängen der Leute genauer erklärt: "Gott sendet die Warnung dann, wenn Russland einen großen Teild der Welt überfällt". Oder biblisch: "Wenn all das sich anfängt zu erfüllen, dann erhebt euer Haupt, denn eure Erlösung …More
Gott wird zulassen, dass sich die Gottlosen gegenseitig ausrotten. Man muss aber klar sehen, dass "wenn die Kommunisten wiederkommen" - ein Ausdruck Mariens in Garabandal, und beim Drängen der Leute genauer erklärt: "Gott sendet die Warnung dann, wenn Russland einen großen Teild der Welt überfällt". Oder biblisch: "Wenn all das sich anfängt zu erfüllen, dann erhebt euer Haupt, denn eure Erlösung ist nahe!" Und Irlmaier: "Mit dem Ende der Dritten Weltkrieges werden die Gesetze, welche den Kindern den Tod gebracht haben, automatisch zunichte." Das hätte Irlmaier nie wissen können, denn die Abtreibung kam lange nach seinem Tod. Putin wird in erster Linie nicht die Geißel, erst wenn ihm was passiert, dann kommen die Russen nach Westeuropa.
Escorial
Putin ist kein Atheist, da hat der Schönbach einen tollen Unsinn erzählt. Putin nimmt regelmäßig an orthodoxen Gottesdiensten teil und hatte mehrfach das Bild der Mutter Gottes geküsst, eine fromme Geste, welche Merkel, Steinmaier, Baerbock, Lindner und die übrigen Abtreibungspolitiker nie getan hätten.
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Schönbach argumentierte auch mit religiösen Bezügen: "Selbst wir, Indien, Deutschland, brauchen Russland gegen China", sagte Schönbach. "Ich bin ein sehr radikaler Katholik, ich glaube an Gott und an das Christentum. Und dort haben wir ein christliches Land - obwohl Putin ein Atheist ist, das ist egal. Dieses große Land, auch wenn es keine Demokratie ist, auf unserer Seite als bilateralen …More
Schönbach argumentierte auch mit religiösen Bezügen: "Selbst wir, Indien, Deutschland, brauchen Russland gegen China", sagte Schönbach. "Ich bin ein sehr radikaler Katholik, ich glaube an Gott und an das Christentum. Und dort haben wir ein christliches Land - obwohl Putin ein Atheist ist, das ist egal. Dieses große Land, auch wenn es keine Demokratie ist, auf unserer Seite als bilateralen Partner zu haben (…) hält es möglicherweise von China fern."
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Schönbach:

Was Putin wirklich will, ist Respekt auf Augenhöhe. Und - mein Gott - jemandem Respekt entgegenzubringen, kostet fast nichts, kostet nichts. Also würde man mich fragen: Es ist leicht, ihm den Respekt zu geben, den er fordert - und den er vermutlich auch verdient.