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Steuergeld für externe Einrichtungen zur Kinderbetreuung. Wer selbst betreut, zahlt drauf

Der Katholische Familienverband Kärnten fragt im Vorfeld der Gemeinderatswahlen: Soll Kleinkindbetreuung in der Familie von der öffentlichen Hand finanziell unterstützt werden?

Damit Eltern sich eine Betreuung ihrer Kinder unter drei Jahren in einer Betreuungseinrichtung leisten können, werden sie monatlich von der öffentlichen Hand mit € 1.000 gefördert. Eltern, die sich entscheiden ihre Kinder selbst zu betreuen, erhalten bisher keine Förderung.

Mit einem Rücklauf von über 20 Prozent zeigt sich der Katholische Familienverband über eine jüngste Umfrage in Kärnten zufrieden: "Wir erhielten über 90 Antworten von 440 Befragten aus insgesamt 77 Gemeinden. Die meisten Gemeindparteiobleute sprechen sich dafür aus, die ungerechte Ungleichbehandlung von Kinderbetreuung innerhalb und außerhalb der Familie zu beenden“, so Andreas Henckel Donnersmarck, Vorsitzender des Kärntner Familienverbandes.

Und: „Familien sind systemrelevant. Gerade in der Krise zeigt sich, dass die Familien zur Bewältigung der großen Herausforderungen eine wesentliche Rolle spielen. Es kann nicht sein, dass der Staat nur dann Kinderbetreuung subventioniert, wenn die Kinder, die es zu betreuen gilt, nicht die eigenen sind. Es ist nicht einzusehen, dass der Ort, an dem Humanvermögen geschaffen, geliebt und gepflegt wird, völlig aus dem Blick gerät. Jede Arbeit wird entgeltmäßig abgegolten und sozialrechtlich berücksichtigt, nur die in und durch Familien geleistete Arbeit nicht.“

Erfreulich sei, dass sowohl zustimmende als auch kritische Rückmeldungen teilweise umfangreich inhaltlich begründet wurden. Nur sechs Politiker sprachen sich gegen eine Unterstützung aus.

Die meisten Antworten kamen aus den Reihen der Freiheitlichen Partei, sowie der ÖVP. Die SPÖ äußert sich mit nur fünf Stimmen verhalten und geteilter Meinung zum Thema. Auch bei den GRÜNEN und NEOS gibt es JA und NEIN-Stimmen.

Der Kärntner Familienverband führt seit Jahren Umfragen zum Thema durch. Obwohl breiter Konsens besteht, auch die Betreuung innerhalb der Familie fördern zu wollen, kam die Politik bisher nicht ins Handeln. Die Lobbyorganisation der Familien möchte die ungerechte Ungleichbehandlung beenden. „Familie ist ein Beruf. Kinder brauchen sichere Bindung. Wer ein stabiles Haus bauen möchte, darf am Fundament nicht sparen“, so das Resümee.

Bereits vor drei Jahren wurde in Kooperation mit der Kärntner Landesregierung sowie einigen Kärntner Gemeinden das sog. Kärntner Kinderbetreuungsmodell entwickelt. Es sieht vor, auch die Betreuung innerhalb der Familie zu fördern, wurde aber von Seiten des Landes kurz vor der Umsetzung abgesagt.

Der Katholische Familienverband fordert erneut dessen Umsetzung. Rückenwind kommt auch von vielen Familien.
RellümKath
Dafür haben die selbst betreuenden Familien in der Regel keine psychisch auffälligen Kinder, die Pupertätsprobleme bleiben meistens aus und unerwünschte Schwangerschaften sind nur ein Thema der Sexualerziehung in der Schule...