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Eugenia-Sarto
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Man nehme sich zu Herzen, hochwürdige Priester und Exzellenzen!

Unsere früheren Päpste haben schon alles gesagt. Die heutigen Zustände in Rom, in vielen Pfarreien und Bistümern sind nur der konkrete Ausdruck dessen, was schon vor über 100 Jahren gedacht und angestrebt wurde. Doch die Päpste waren wachsam. Sie bekämpften die Irrlehren. Sie ergriffen Massnahmen, sie handelten. Dadurch wurde die Kirche beschützt und die Gläubigen wurden geführt von guten Hirten. Die Lehre war überall nur katholisch. Es gab die Kontrolle über die Bücher (den Index), es gab eine strenge Gerichtsbarkeit bei Auftreten von Häresien.

Heute hat man nur noch Verachtung für die Tradition der Kirche. Aber allein sie ist es, die zum Wesen der Kirche gehört.

Der oben abgebildete Papst, der selige Pius IX. würde auf Gloria tv. etwa folgende Kommentare von sich geben:

Ihr wisst. dass die Feinde des christlichen Namens lehren,] die hoch heiligen Geheimnisse unserer Religion seien Erdichtungen und Erfindungen der Menschen und die Lehre der Katholischen Kirche widerstreite dem Wohl und den Vorteilen der menschlichen Gesellschaft, und dass sie sich nicht einmal fürchten, sich selbst von Christus und Gott loszusagen. Und um leichter die Völker betrügen und vor allem Unvorsichtige und Unerfahrene täuschen und mit sich in Irrtümer fortreißen zu können, geben sie vor, ihnen allein seien die Wege zum Glück bekannt, und zögern nicht, sich den Namen "Philosophen" anzumaßen, gleich als ob die Philosophie, die ganz damit beschäftigt ist, die Wahrheit der Natur aufzuspüren, das verwerfen müsste, was Gott, der höchste und gnädigste Urheber der ganzen Natur selbst, in einzigartiger Wohltätigkeit und Barmherzigkeit den Menschen kundzutun sich herabgelassen hat, damit sie das wahre Glück und Heil erlangten.

Mit einer in der Tat verkehrten und äußerst trügerischen Art des Beweisens berufen sie sich sodann unaufhörlich auf die Kraft und Vorzüglichkeit der menschlichen Vernunft, heben sie gegen den heiligsten Glauben an Christus hervor und schwatzen aufs dreisteste, dieser widerspreche der menschlichen Vernunft . Es kann sicherlich nichts Unsinnigeres, nichts Gottloseres, nichts, was mit der Vernunft selbst in größerem Widerspruch stünde, ersonnen und erdacht werden als dies. Denn wenn auch der Glaube über der Vernunft steht, so kann dennoch niemals eine wahre Unstimmigkeit oder eine Gegensätzlichkeit zwischen ihnen angetroffen werden; denn beide stammen von ein und derselben Quelle der unveränderlichen und ewigen Wahrheit, dem unendlich guten und großen Gott, und leisten sich so wechselseitig Hilfe, dass die rechte Vernunft die Wahrheit des Glaubens beweist, schützt und verteidigt, der Glaube aber die Vernunft von allen Irrtümern befreit und sie durch die Erkenntnis der göttlichen Dinge wunderbarerweise erleuchtet, stärkt und vollendet.

Und mit sicherlich nicht geringerem Trug, heben diese Feinde der göttlichen Offenbarung den menschlichen Fortschritt mit höchstem Lob hervor und wollen ihn in einem höchst leichtfertigen und frevlerischen Unterfangen in die katholische Religion einführen, als ob eben diese Religion nicht Gottes, sondern der Menschen Werk oder irgendeine philosophische Erfindung wäre, die nach menschlichen Maßstäben vervollkommnet werden könnte.

Auf diese so erbärmlich Daherfaselnden trifft freilich haargenau zu, was Tertullian den Philosophen seiner Zeit zurecht zum Vorwurf machte, "die ein stoisches, platonisches und dialektisches Christentum vorgetragen haben" . Und da freilich unsere heiligste Religion nicht von der menschlichen Vernunft erfunden, sondern von Gott den Menschen gnädigst geoffenbart worden ist, so sieht jeder sehr leicht ein, dass die Religion selbst ihre ganze Kraft aus der Autorität eben dieses Gottes, der redet, empfängt und niemals von der menschlichen Vernunft hergeleitet oder vervollkommnet werden kann.

Damit nun die menschliche Vernunft nicht in einem Geschäft von so großer Bedeutung getäuscht werde und irre, muss sie die Tatsache der göttlichen Offenbarung gewissenhaft untersuchen, um zu vergewissern, dass Gott gesprochen hat, und ihm, wie der Apostel sehr weise lehrt "vernünftigen Gehorsam" zu leisten [Röm 12,1]. Wer wüsste nämlich nicht oder könnte verkennen, dass Gott, wenn er spricht, aller Glaube entgegenzubringen ist, und dass nichts mit der Vernunft selbst mehr übereinstimmt, als dem zuzustimmen und getreu anzuhängen, von dem feststeht, dass es von Gott geoffenbart wurde, der weder sich täuschen noch täuschen kann?

Aber wie viele, wie wunderbare, wie glänzende Beweise sind bei der Hand, durch die die menschliche Vernunft aufs klarste gänzlich überzeugt werden muss, dass die Religion Christi göttlich ist und "jede Grundlage unserer Glaubenssätze ihre Wurzel von oben, vom Herrn der Himmel empfangen hat", und dass es deswegen nichts Gewisseres, nichts Sichereres, nichts Heiligeres und (nichts), was sich auf festere Grundlagen stützen könnte, gibt als unseren Glauben.

Dieser Glaube freilich, Lehrer des Lebens und Wegweiser zum Heil, alle Laster vertreibend und in Fruchtbarkeit die Tugenden gebärend und nährend, durch die Geburt, das Leben, den Tod, die Auferstehung, die Weisheit, die Wunderzeichen und Prophezeiungen seines göttlichen Urhebers und Vollenders Christus Jesus bekräftigt, vom Lichte der göttlichen Lehre überall widerstrahlend und mit den Schätzen himmlischen Reichtums beschenkt, durch die Weissagungen so vieler Propheten, den Glanz so vieler Wunder, die Standhaftigkeit so vieler Märtyrer und den Ruhm so vieler Heiliger in höchstem Maße berühmt und hervorstechend, die heilsamen Gesetze Christi vor Augen stellend und von Tag zu Tag selbst aus den grausamsten Verfolgungen noch größere Kraft schöpfend, (dieser Glaube also) hat den gesamten Erdkreis zu Wasser und zu Lande, vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang, allein mit dem Banner des Kreuzes durchdrungen, den Trug der Götzen abgetan, die Finsternis der Irrtümer vertrieben, über Feinde jeder Art triumphiert und so alle Völker, Stämme und Nationen - wie ungeheuerlich roh und wie unterschiedlich auch immer ihrem Charakter, ihren Sitten, Gesetzen und Gebräuchen nach - mit dem Licht der göttlichen Erkenntnis erleuchtet und dem höchst sanften Joch Christi selbst unterworfen, allen Frieden verkündend, Gutes verkündend . Dies alles erstrahlt sicherlich in jeder Hinsicht in so großem Glanze göttlicher Weisheit und Macht, dass der Geist und das Denken eines jeden sehr leicht einsieht, dass der christliche Glaube ein Werk Gottes ist.

Deshalb erkennt die menschliche Vernunft klar und deutlich aus diesen strahlendsten und ebenso äußerst sicheren Beweisen, dass Gott der Urheber dieses Glaubens ist, und kann nicht mehr weiter vordringen, sondern muss jede Schwierigkeit und jeden Zweifel verwerfen und beseitigen und so diesem Glauben vollen Gehorsam leisten; denn sie weiß sicher, dass alles, was der Glaube selbst den Menschen zu glauben und zu tun vorschreibt, von Gott selbst überliefert wurde.

(aus der Enzyklika qui pluribus. Leicht gekürzt)
archangelus
Sehr gut. Danke für diese Worte. Eine Bitte: Wo ist das Zitat von Tertullian zu finden?
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Eugenia-Sarto
Für die Kritiker. Wenn im Artikel gesagt wird, dass die früheren Päpste alles gesagt hätten, dann ist das bezogen : 1. auf die katholische Lehre, die ihrem Inhalt nach schon lange vollständig weitergegeben wurde, 2. bezogen auf die heutige Situation innerhalb der Nachkonzilszeit. Diese heutige Zeit und ihre häretischen Inhalte wurden früher schon gekannt und bekämpft, wie der Artikel zeigt.
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Liberanosamalo
Die Modernisten sind vom Ungeist (Konzilsgeist) besetzt. Da helfen keine Worte. Nur göttliches Eingreifen.
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Eugenia-Sarto
Ja, das stimmt, und trotzdem sollen wir reden. Denn es gibt ja auch Unwissende.
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Eugenia-Sarto
Solche Päpste waren weise und mit ganzem Herzen um das Wohl der Kirche besorgt. Die Tradition ist nicht rigide oder "zugemauert" oder hinterwäldlerisch. Nein, die Tradition ist göttlichen Ursprungs. Sie kommt von der Predigt Jesu an die Apostel. Und mit welcher Weisheit und Liebe bis in den Tod haben diese gepredigt! Wer das nicht einsieht, der kennt es nicht (milde gesagt).
Lasst uns dafür beten…More
Solche Päpste waren weise und mit ganzem Herzen um das Wohl der Kirche besorgt. Die Tradition ist nicht rigide oder "zugemauert" oder hinterwäldlerisch. Nein, die Tradition ist göttlichen Ursprungs. Sie kommt von der Predigt Jesu an die Apostel. Und mit welcher Weisheit und Liebe bis in den Tod haben diese gepredigt! Wer das nicht einsieht, der kennt es nicht (milde gesagt).
Lasst uns dafür beten, dass die ganze katholische Tradition in ihrer Lehre und Schönheit wieder allen aufgezeigt wird.
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a.t.m
@Eugenia-Sarto Danke für diesen Artikel.
Nur weil die weltlich denken dem Unseligen VK II blind fanatisch hörigen es nicht sehen, erkennen und hören wollen ist es dennoch die Wahrheit die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche hat bereits ALLES gesagt. Aber die zumindest schon geistig von Gott dem Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche abgefallenen …More
@Eugenia-Sarto Danke für diesen Artikel.
Nur weil die weltlich denken dem Unseligen VK II blind fanatisch hörigen es nicht sehen, erkennen und hören wollen ist es dennoch die Wahrheit die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche hat bereits ALLES gesagt. Aber die zumindest schon geistig von Gott dem Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche abgefallenen hat eben dies ALLES Nichtgefallen, daher begehren sie dagegen auf

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
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M.RAPHAEL
@Eugenia-Sarto liebt. Sie hat recht. Selbstvergötzer sind die letzten Menschen. Sie haben nicht recht. Sie sind schlau und lachen, aber nicht mehr lang, weil sie nicht verstehen, dass Liebe Geben bedeutet und nicht Nehmen.
Sie haben das Glück erfunden
In die Hölle
Ich würde es nicht so krass ausdrücken wie Ottaviani, aber in der Sache hat er recht. Das Religionsverständnis mancher Tradis ist wie zugemauert.
Eugenia-Sarto
Das ist nun wirklich keine gerechte Antwort auf die Lehre des seligen Papstes!
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