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Der Falsche Prophet der Apokalypse. Von Pastor Frank Unterhalt

Es ist in authentischer und renommierter Quelle eine Prophezeiung des hl. Franz von Assisi überliefert, in welcher der Heilige vom Auftreten eines apostatischen Antipapstes in der Zeit der Drangsal („futurae tribulationis“) spricht.[1]

Darin heißt es, „dass jemand, der nicht kanonisch gewählt und mit häretischer Schlechtigkeit infiziert ist, am Wendepunkt jener Drangsal zum Papsttum erhoben, sich raffiniert darum bemühen würde, vielen den Tod seines Irrtums zu trinken zu geben“ („quod aliquis, non canonice electus et haeretica pravitate infectus, in articulo tribulationis illius ad papatum assumptus, multis mortem sui erroris sagaciter propinare moliretur“).[2] Der hl. Franz von Assisi sagte voraus, dass jene Gestalt „das Papsttum tyrannisch usurpiert“ („papatum usurpare tyrannice“).[3]

Ganz in diesem Sinn hat in unserer Zeit der hl. Padre Pio seinem geistlichen Sohn, dem berühmten Exorzisten Don Gabriele Amorth, die folgenden Worte anvertraut: „Es ist Satan, der sich in den Schoß der Kirche eingeführt hat, und innerhalb kurzer Zeit wird er über eine falsche Kirche herrschen.“[4]

Der hl. Padre Pio kannte das Dritte Geheimnis von Fatima – es war ihm sogar schon vier Jahre vor den Hirtenkindern offenbart worden.[5]

Der bekannte spanische Journalist José María Zavala befragte Don Gabriele Amorth und fasste die Konklusion des Dialogs folgendermaßen zusammen: „Es gab zwei wiederkehrende und miteinander verknüpfte Themen: die große Apostasie in der Kirche von ihrem Scheitelpunkt aus – im Einklang mit dem Zeugnis von Kardinal Ciappi – und die Einführung des Teufels an die Spitze der Kirche mittels eines Papstes unter der Kontrolle Satans.“[6]

In diesem Zusammenhang verweist Zavala auf die exakte Übereinstimmung dieser Worte mit der Aussage von Frère Michel, des ausgezeichneten Experten der Botschaft von Fatima und Autors einer entsprechenden Trilogie. Frère Michel konstatiert:

„Es wird die Zeit des Entscheidungskampfes zwischen der Jungfrau und dem Teufel sein. Eine Flut diabolischer Verwirrung wird sich über die Welt ausbreiten. Satan wird in die höchsten Spitzen der Kirche eindringen. […] Das wird die für die letzten Tage angekündigte große Apostasie sein, […] der ‚Falsche Prophet‘, der die Kirche zugunsten der ‚Bestie‘ verrät, gemäß der Prophezeiung der Apokalypse.“[7]

Tatsächlich ist das Geheimnis – wie auch Sr. Lucia betonte[8] – im letzten Buch der Hl. Schrift offenbart.

Dort ist die Rede vom feuerroten Drachen (vgl. Offb 12,3), der sich im atheistischen Kommunismus zeigt, und vom schwarzen Tier (vgl. Offb 13,1–2), welches die Freimaurerei darstellt.

Dann heißt es: „Ein anderes Tier stieg aus der Erde herauf. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache. Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus. Es brachte die Erde und ihre Bewohner dazu, das erste Tier anzubeten“ (Offb 13,11–12).

Das Tier, das einem Lamm gleicht, stellt die kirchliche Freimaurerei dar, die in das Innere des Tempels eingedrungen ist – vor allem in die Hierarchie. Ihr Ziel ist die Überwindung der Katholischen Kirche von innen heraus. Sie will - und erreicht für kurze Zeit - die Schaffung eines Idols: einen falschen Christus und eine falsche Kirche.[9]

Entscheidend ist der Hinweis auf die Hierarchie der Kirche, in der die Mitra – mit zwei Hörnern – die Fülle des Priestertums anzeigt. Das Tier, das aus der Erde heraufsteigt, sieht aus wie ein Diener Christi, des Lammes, ist aber ein Handlanger Satans, des Drachen.

Wenn also das zweite Tier die kirchliche Freimaurerei ist, ist diese personifiziert und buchstäblich zum Gipfel gelangt im Falschen Propheten an ihrer Spitze.[10] Dieser wird an drei Stellen der Apokalypse ausdrücklich als solcher bezeichnet (Offb 16,13; 19,20; 20,10).

Er ist der pseudo-religiöse Anführer der Antikirche. Durch gravierende Häresien und abscheuliche Sakrilegien treibt er die große Apostasie von der Spitze her voran. Er täuscht und betrügt die Erdenbewohner (vgl. Offb 13,14) und will die Menschen zur Anbetung des Antichrist führen, dessen direkter Vorläufer er ist (vgl. Offb 13,12).

Auf diese Dimension hat auch der ehemalige Bischof von Fulda, der neutestamentliche Exeget Prof. Dr. Dr. Eduard Schick (+2000), in seinem Werk über die Apokalypse hingewiesen:

„Der Einsatz des zweiten Tieres gilt der unbegrenzten Machtergreifung des ersten; dazu ist es von diesem bestellt und ausgerüstet; es soll die Menschen dahin bringen, das erste als das anzuerkennen, was es zu sein vorgibt, nämlich Gott selbst. Darauf zielt alle seine Propaganda ab in Worten und in Taten […] Es geht darum, die Weltmacht des Antichrist religiös zu verklären und die Menschheit dazu zu bringen, diesem selbst kultische Verehrung zu erweisen.“[11]

Bischof Schick spricht von einer diabolischen Trinität. Sie besteht aus dem Drachen und den beiden Tieren.

Das erste Tier, das die Freimaurerei darstellt, ist personifiziert im Antichrist und das zweite, das die kirchliche Freimaurerei darstellt, im Falschen Propheten.[12] Ihr Ziel ist die uneingeschränkte Weltherrschaft, das Reich des Teufels auf Erden.

„Die Machthaber der Welt, die sich in den Dienst der ‚satanischen Dreieinigkeit‘ gestellt hatten, glauben die günstige Gelegenheit gekommen, um nun gemeinsam den endgültigen Vernichtungsschlag gegen die Kirche Christi auf Erden zu führen. Das satanische Dreigespann verdoppelt zu diesem Zweck seine Propaganda“.[13]

Erzbischof Dr. Dr. Fulton J. Sheen (+1979) machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass jene Agenda geprägt ist vom Errichten einer Gegenkirche:

„Sie wird alle Merkmale und Bräuche der Kirche haben, aber mit umgekehrten Vorzeichen und ihres göttlichen Inhalts entleert. Es wird einen mystischen Leib des Antichrist geben, der in allen Äußerlichkeiten dem Mystischen Leib Christi gleichen wird“.[14] Dementsprechend braucht eine Antikirche an ihrer Spitze notwendigerweise einen Antipapst, welcher der Falsche Prophet der Apokalypse ist.

Das feindliche Bestreben will die Menschen dazu verführen, „eine neue Religion anzunehmen ohne das Kreuz, eine Liturgie ohne jenseitige Welt, eine Religion zur Vernichtung der Religion oder eine Politik, die eine Religion ist“.[15]

Die selige Anna Katharina Emmerich, die große deutsche Mystikerin, hat das Aufkommen der verderblichen Antikirche geschaut und beschrieben. Sie „sah, wie […] eine andere dunkle Kirche in Rom entstand.“[16] Dabei verwendete sie eine Ausdrucksweise, die das apokalyptische Ausmaß des Geschehens deutlichst vor Augen führt: „Das ganze Haus aber war dunkel und schwarz und alles, was darin geschah, war Dunkelheit und Finsternis. […] Ich sah auch, wie übel die Folgen dieser Afterkirche sein würden. Ich sah sie wachsen, ich sah viele Ketzer aller Stände nach der Stadt ziehen.“[17]

Die selige Anna Katharina Emmerich schaute überall das Zusperren von Kirchen und die große Bedrängnis der katholischen Gemeinden.[18] Sie beschrieb die Ausbreitung der „dunklen Afterkirche“ als Umsetzung des antichristlichen Entscheidungskampfes: „Die Sekte empfängt ihre Signatur von dem apokalyptischen Tiere, das, aus dem Meere gestiegen, bei ihr weilt und sie zum Kampfe gegen die Herde Christi antreibt.“[19]

Vor dem Hintergrund dieser apokalyptischen Zeit hallt die berühmte Botschaft von La Salette wie ein lautes und eindringlich mahnendes Echo wider: „Rom wird den Glauben verlieren und der Sitz des Antichrist werden.“[20]

30. November 2020
Hl. Apostel Andreas, Bruder des hl. Petrus

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[1] Bartolomeo da Pisa, De conformitate vitae Beati Francisci ad vitam Domini Iesu, Liber II, Fruct. VI, Pars II, 3, in: Analecta Franciscana sive Chronica aliaque varia documenta ad historiam Fratrum Minorum spectantia, Edita a Patribus Collegii S. Bonaventurae, Romae 1912, Tomus V, S. 167.
[2] Ebd.
[3] Ebd.
[4] José María Zavala, El secreto mejor guardado de Fátima, spanische Ausgabe, Planeta Publishing 2017, S. 231.
[5] Vgl. ebd., S. 20.
[6] Ebd., S. 267.
[7] Ebd., S. 83–84.
[8] Vgl. ebd., S. 271.
[9] Vgl. auch Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit, Abensberg 1987 (11. Aufl.), S. 38.
[10] Vgl. auch Augustin Arndt (Hrsg.), Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes. Mit dem Texte der Vulgata, Regensburg. Rom & New York 1901, 3. Band, S. 979, Fußnote 18.
[11] Eduard Schick, Geistliche Schriftlesung. Die Apokalypse, Düsseldorf 1971, S. 149–150.
[12] Vgl. auch ebd., S. 141–142.148–149.
[13] Ebd., S. 175.
[14] Fulton J. Sheen, Der Kommunismus und das Gewissen der westlichen Welt, Berlin 1950, S. 12.
[15] Ebd., S. 11.
[16] Karl Erhard Schmöger, Das Leben der gottseligen Anna Katharina Emmerich, 2. Band, Freiburg im Breisgau 1870, S. 492.
[17] Ebd., S. 493.
[18] Vgl. ebd., S. 494.
[19] Ebd., S. 501.
[20] Johannes Maria Höcht, Die Große Botschaft von La Salette, Stein am Rhein 2004 (8. Aufl.), S. 161.
Boni
„Die Sekte empfängt ihre Signatur von dem apokalyptischen Tiere, das, aus dem Meere gestiegen, bei ihr weilt und sie zum Kampfe gegen die Herde Christi antreibt.“

Da das Meertier unschwer mit dem moralischen Liberalismus (Libertinismus) zu identifizieren ist, muss man nur schauen, ob dieser eine Signatur, ein durchziehendes Merkmal der neuen Kirche ist. Und siehe da: Alle schwul und finden es …More
„Die Sekte empfängt ihre Signatur von dem apokalyptischen Tiere, das, aus dem Meere gestiegen, bei ihr weilt und sie zum Kampfe gegen die Herde Christi antreibt.“

Da das Meertier unschwer mit dem moralischen Liberalismus (Libertinismus) zu identifizieren ist, muss man nur schauen, ob dieser eine Signatur, ein durchziehendes Merkmal der neuen Kirche ist. Und siehe da: Alle schwul und finden es gut so. "Alles kann, nichts muss" heißt die kennzeichnende Signatur. Immer lächeln, immer nett sein ist das Prägemerkmal.
SCIVIAS+
Es wird, es wird.
Tesa
Hier ist eine Antwort, die wir alle geben können
HerzMariae
Ergänzung zu dem Beitrag von Anna Katarina Emmerich:

"Am 13. Mai 1820 sah sie in einer Vision zwei Päpsten und zwei Kirchen: „Ich habe diese Nacht“ das Bild „von zwei Kirchen und zwei Päpsten gehabt“. Sie sah den Papst „und sah, wie unter ihm eine andere dunkle Kirche in Rom entstand“. Sie sah ein Gebäude ohne Altar und ohne Allerheiligstes: „Ich sah nur Bänke und in der Mitte wie einen …More
Ergänzung zu dem Beitrag von Anna Katarina Emmerich:

"Am 13. Mai 1820 sah sie in einer Vision zwei Päpsten und zwei Kirchen: „Ich habe diese Nacht“ das Bild „von zwei Kirchen und zwei Päpsten gehabt“. Sie sah den Papst „und sah, wie unter ihm eine andere dunkle Kirche in Rom entstand“. Sie sah ein Gebäude ohne Altar und ohne Allerheiligstes: „Ich sah nur Bänke und in der Mitte wie einen Rednerstuhl. Es wurde da gepredigt und gesungen; sonst war nichts.“ Über die Leute, die sich in dieser „falschen“ Kirche ohne Sakrament des Altares versammeln, schaute sie: „Ein jeder zog einen anderen Götzen aus seiner Brust und stellte ihn vor sich hin und betete ihn an. Das besondere ist, dass „diese Götzen den ganzen Raum ausfüllten […] und wenn sie fertig waren, kroch der Gott eines Jeden wieder in ihn hinein. Das ganze Haus aber war dunkel und schwarz und alles, was darin geschah, war Dunkelheit und Finsternis. Nun wurde mir auch der Vergleich gezeigt zwischen jenem Papst und diesem und zwischen jenem Tempel und diesem.“
Levi9
@Pazzo, das von Ihnen genannte wertvolle Zitat entstammt dem Tagebuch der hl. Schwester Maria Faustyna Kowalska, der Dienerin der wahren Barmherzigkeit (Tb. Nr. 823). Es lautet: "An diesem Tag habe ich mehr als zu irgendeiner Zeit leiden müssen, innerlich und äußerlich. Ich wusste nicht, dass man an einem einzigen Tag so viel leiden kann.“
Sunamis 49
furchtbar
Romani
"

Ich bitte euch, jeden Tag dieses Kreuzzuggebet, das Gebet des Friedens, für eure Nationen zu beten.

Kreuzzuggebet (164) „Gebet des Friedens für die Nationen“

„O Jesus, bring mir Frieden.

Bring meinem Volk Frieden, und ebenso all jenen Ländern, die durch Krieg und Spaltungen zerrissen sind.

Säe aus die Saat des Friedens unter jenen verhärteten Herzen, die anderen im Namen der Gerechtigkeit …
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Ich bitte euch, jeden Tag dieses Kreuzzuggebet, das Gebet des Friedens, für eure Nationen zu beten.

Kreuzzuggebet (164) „Gebet des Friedens für die Nationen“

„O Jesus, bring mir Frieden.

Bring meinem Volk Frieden, und ebenso all jenen Ländern, die durch Krieg und Spaltungen zerrissen sind.

Säe aus die Saat des Friedens unter jenen verhärteten Herzen, die anderen im Namen der Gerechtigkeit Leid zufügen.

Gib allen Kindern Gottes die Gnaden, Deinen Frieden zu empfangen, damit Liebe und Harmonie gedeihen können, damit die Liebe zu Gott über das Böse triumphieren wird und damit die Seelen vor der Verderbnis der Irrtümer, der Grausamkeit und des bösen Ehrgeizes bewahrt werden.

Lass Frieden herrschen unter all denen, die ihr Leben der Wahrheit Deines Heiligen Wortes widmen, und auch unter denen, die Dich überhaupt nicht kennen. Amen.”


Der Friede sei mit euch, liebe Kinder, und denkt daran: Ohne die Liebe zu Gott könnt ihr niemals wahren Frieden finden.

Eure geliebte Mutter

Mutter der Erlösung

dasbuchderwahrheit.de/botschaften/alles.htm:_Betet_um_den_Frieden_in_der_Welt._