Pius IX. anathematisiert die "Tradis"

Von "Tradis" hört man nicht selten, man dürfe einem Papst unbeschadet seines vom 1. Vaticanum definierten Jurisdiktionsprimates ungehorsam sein bzw. müsse das sogar, nämlich immer dann, wenn der Papst von der "Tradition" abweicht.
Pius IX. freilich, während dessen Pontifikat das 1. Vaticanum stattgefunden hat, hatte eine ganz andere Sicht der Dinge. In einem Brief an den chaldäischen Patriarchen Yawseph Audu (Joseph Audo), der im Rahmen der Enzyklika "Quae in patriarchatu" veröffentlicht wurde, schrieb er folgende Worte, die 1. zeigen, wie Pius IX. den Jurisdiktionsprimat verstanden hat und auch von allen anderen Katholiken verstanden wissen wollte und 2. allen Tradiversuchen, Ungehorsam dem Papst gegenüber zu legitimieren, jedes Fundament nehmen:

"Agitur enim, Ven. Fratres ac dilecti filii, agitur de obedientia Apostolicae Sedi praestanda vel neganda, agitur de agnoscenda suprema eius potestate in vestris etiam Ecclesiis nedum quoad fidem, verum et quoad disciplinam: quam qui negaverit, haereticus est; qui vero agnoverit, eique obedire contumaciter detrectet, anathemate dignus est." (Pius IX., Quae in patriarchatu, in: Acta Sanctae Sedis X (1878) S. 33)

Hier der Link zum vollständigen Text der Enzyklika:
'Acta Sanctae Sedis : in compendium opportune redacta et illustrata. 10. 1877' - Digitalisat | MDZ
Der Hofrat
was passiert wenn es der Papst tut @a.t.m
a.t.m
Ganz einfach:
Apostelgeschichte 5. 29
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Gottes und Mariens Segen auf allen WegenMore
Ganz einfach:
Apostelgeschichte 5. 29

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
Der Hofrat
das mag sein aber das kann nur jeder für sich entscheiden Objektiv passiert gar nichts also "kann" der Papst keine Autorität kann das unterbinden
M.RAPHAEL
Jeder Katholik gehorcht dem Heiligen Vater der unsichtbaren Heiligen Kirche im Reich Gottes unbedingt. Die Vat.2 Konzilskirche ist dagegen die sichtbare Kirche im Reich des Herrn der Welt. Sie ist nicht mehr katholisch. Ihr eigentlicher Glaube ist der Modernismus. Sie ist wissenschaftsgläubig. Sie glaubt an die Allerlösung und an einen universalistischen Humanismus. Trotz aller gegenteiliger, …More
Jeder Katholik gehorcht dem Heiligen Vater der unsichtbaren Heiligen Kirche im Reich Gottes unbedingt. Die Vat.2 Konzilskirche ist dagegen die sichtbare Kirche im Reich des Herrn der Welt. Sie ist nicht mehr katholisch. Ihr eigentlicher Glaube ist der Modernismus. Sie ist wissenschaftsgläubig. Sie glaubt an die Allerlösung und an einen universalistischen Humanismus. Trotz aller gegenteiliger, machtorientierter Beteuerungen ist ihr Gott nicht das personale Du, der Bräutigam Seiner Kirche, der Sein Volk in Sein Fleisch und Blut verwandelt und aus Ägypten/der Welt und Politik in das Heil führt, sondern ein abstraktes Prinzip des Guten, das alle „guten“ Menschen, unabhängig ihrer Lebens- oder Glaubensentscheidungen, „erlöst“ und deshalb mit dem wahren Gott der Heiligen Schrift nichts mehr zu tun hat. Der Vat.2 Gott ist ja der Herr der Welt, u.a. auch in der Form von Pachamama, Baal, Shiva, etc.

Die entschiedenen V2 Vertreter gehören damit zur Civitas Terrena. Sie gehören nicht zur Civitas Dei. Schon Augustinus hatte erkannt, dass viele Weltmenschen, Kinder des Herrn der Welt und der Lüge, in der Kirche sind. Offensichtlich können sie selbst Papst, wenn auch nur von Menschen Gnaden, werden. Denen darf man gar nicht gehorchen. Das Fleisch und Blut des Herrn eines jeden Frommen verbietet das.

Man darf nicht vergessen, dass der unsichtbare Himmel und die Auferstehung von den Toten nicht von dieser Welt sind, oder etwa nicht? Das ist alles ein Wunder. Es ist ein Aufheben der Immanenz, der Wissenschaften. In diesem Sinn gibt es für die Frommen im Reich Gottes auch einen unsichtbaren Heiligen Vater, dem wir gehorchen. Im Himmel gibt es weder Raum noch Zeit. Nicht nur die Muttergottes kann gleichzeitig in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an unterschiedlichen Orten in unterschiedlichen Zusammenhängen erscheinen. Ich selbst werde vom Hl. Benedikt unterrichtet, der am 21.März 547 n. Chr. auf der Erde verstorben ist. Das kann und will die V2 Kirche ja gerade nicht verstehen. Oder versteht sie das? Wohl nicht. Sie ist eben wissenschaftsgläubig. Sie gehört dem Teufel.

Gleichzeitig ist das eine Absage an den Sedisvakantismus. Es gibt immer nur die eine Kirche, die Braut und gleichzeitig der Leib des Herrn. Die V2 Kirche ist die nicht katholische Virus Infektion der Kirche. Wir werden den Virus des Modernismus vernichten. Wir werden keine perfekte Parallelkirche errichten. Übrigens bin ich in diesem Sinn auch autorisiert von „wir“ zu sprechen, obwohl ich auf der Erde nur der bin, der ich bin.
Oenipontanus
@M.RAPHAEL
"Jeder Katholik gehorcht dem Heiligen Vater der unsichtbaren Heiligen Kirche im Reich Gottesunbedingt."
Und wer ist der Heilige Vater der unsichtbaren Kirche im Reich Gottes? Manchmal frage ich mich, ob Sie überhaupt über das nachdenken, was Sie schreiben. Aber wie dem auch sei, vor dem letzten Konzil, das Sie ja so sehr verteufeln, hätte Ihre Ansicht als häretisch und schismatisch …More
@M.RAPHAEL
"Jeder Katholik gehorcht dem Heiligen Vater der unsichtbaren Heiligen Kirche im Reich Gottesunbedingt."

Und wer ist der Heilige Vater der unsichtbaren Kirche im Reich Gottes? Manchmal frage ich mich, ob Sie überhaupt über das nachdenken, was Sie schreiben. Aber wie dem auch sei, vor dem letzten Konzil, das Sie ja so sehr verteufeln, hätte Ihre Ansicht als häretisch und schismatisch gegolten!
a.t.m
Nicht einmal ein Papst kann Ja zu etwas sagen zu dem Gott der Herr Nein sagte oder umgekehrt. Auch kann kein Papst zu dies ist Gut sagen - zu dem Gott der Herr sagte das dies Böse ist, auch kann kein Papst sagen das eine Sünde vor Gott dem Herrn nun keine Sünde mehr sei. Den auch für einen Papst gilt die Gehorsamspflicht gegenüber Gott dem Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und …More
Nicht einmal ein Papst kann Ja zu etwas sagen zu dem Gott der Herr Nein sagte oder umgekehrt. Auch kann kein Papst zu dies ist Gut sagen - zu dem Gott der Herr sagte das dies Böse ist, auch kann kein Papst sagen das eine Sünde vor Gott dem Herrn nun keine Sünde mehr sei. Den auch für einen Papst gilt die Gehorsamspflicht gegenüber Gott dem Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche. Siehe eben
Apostelgeschichte 5. 29
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Das oberste Gebot der Kirche ist es für das HEIL zu sorgen, und eben nicht wie es seit dem Unseligen VK II in der Nach VK II Religionsgemeinschaft angeführt vom Rom der Nach VK II Ära und den VK II und Nach VK II Päpsten geschieht, die Seelen ins UNHEIL (Ewige Verdammnis) zu führen.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
Cavendish
Die Schlussfolgerung lässt spätestens einen "Sedisvakantisten" unberührt 🤫
nujaas Nachschlag
Schon, aber will man das sein?
Cavendish
Wenn Sie mich fragen, nein, es mahnen schon zahlreiche historische Beispiele nicht anerkannter oder nachträglich widerrufener Papsterhebungen zu Zurückhaltung. Die Kirche übersteht am Ende alles.
Oenipontanus
@Cavendish
Das ist auch meiner Ansicht nach korrekt, löst aber nicht das Problem der erstvatikanischen Papstdogmen, die viel schwerwiegender sind als vor allem die postmodernen Tradis glauben.More
@Cavendish

Das ist auch meiner Ansicht nach korrekt, löst aber nicht das Problem der erstvatikanischen Papstdogmen, die viel schwerwiegender sind als vor allem die postmodernen Tradis glauben.
jmjilers
Gibts das auch in deutscher Übersetzung bitte?
Cavendish
"Denn es heißt, verehrte Brüder und geliebte Kinder, es geht darum, dem Apostolischen Stuhl Gehorsam zu gewähren oder zu verweigern, es geht darum, seine höchste Macht in euren Kirchen anzuerkennen, nicht nur in Bezug auf den Glauben, sondern auch in Bezug auf Wahrheit und Disziplin: wer das auch immer leugnet, ist ein Ketzer; aber wer es anerkennt und sich trotzig weigert, ihm zu gehorchen, ist …More
"Denn es heißt, verehrte Brüder und geliebte Kinder, es geht darum, dem Apostolischen Stuhl Gehorsam zu gewähren oder zu verweigern, es geht darum, seine höchste Macht in euren Kirchen anzuerkennen, nicht nur in Bezug auf den Glauben, sondern auch in Bezug auf Wahrheit und Disziplin: wer das auch immer leugnet, ist ein Ketzer; aber wer es anerkennt und sich trotzig weigert, ihm zu gehorchen, ist des Anathemas würdig.“
Winrich von Kniprode
"Wahrheit und Disziplin" - gut, gerne! Aber was ist mit Lüge, Verrat, Suggestion und Disziplinlosigkeit?
jmjilers
Hiesse im Umkehrschluss- wer mit Lüge etc. Gehorsam fordert kann nicht mehr Papst sein?
nujaas Nachschlag
Ich finde das Studium der Kirchengeschichte und ausdrücklich nicht aus Erbauungsbüchern sehr beruhigend. Unsere Zeit ist wahrlich nicht die konfuseste oder erbärmlichste Zeit, schon gar nicht weltkirchlich, die die Kirche je erlebt hat. Man muß Papst Franziskus nicht verehren, um auch andere Päpste zu finden, bei denen man um Christi Zusage dankbar ist, daß die Pforten der Hoelle die Kirche nicht …More
Ich finde das Studium der Kirchengeschichte und ausdrücklich nicht aus Erbauungsbüchern sehr beruhigend. Unsere Zeit ist wahrlich nicht die konfuseste oder erbärmlichste Zeit, schon gar nicht weltkirchlich, die die Kirche je erlebt hat. Man muß Papst Franziskus nicht verehren, um auch andere Päpste zu finden, bei denen man um Christi Zusage dankbar ist, daß die Pforten der Hoelle die Kirche nicht verschlingen werden.
nujaas Nachschlag
Bei keinem Zitat ist es so eindeutig, daß es nachoesterlich ist, denn die Kirche als Gruppe, die Jesu Tod eine Heilbedeutung zuschrieb und an die Auferstehung glaubte, kann es voroesterlich gar nicht gegeben haben.
Eine scharfe Trennung zwischen dem historischen Jesus, und dem Kerygma ist so nicht gegeben, wenn man nicht grundsätzlich Gläubige für unzuverläßliche Zeugen, die willkürlich glauben,…More
Bei keinem Zitat ist es so eindeutig, daß es nachoesterlich ist, denn die Kirche als Gruppe, die Jesu Tod eine Heilbedeutung zuschrieb und an die Auferstehung glaubte, kann es voroesterlich gar nicht gegeben haben.
Eine scharfe Trennung zwischen dem historischen Jesus, und dem Kerygma ist so nicht gegeben, wenn man nicht grundsätzlich Gläubige für unzuverläßliche Zeugen, die willkürlich glauben, was sie wollen, oder bewußte Lügner hält.
Bethlehem 2014
Ja: dann hat er wohl alle Päpste seit Johannes XXIII. exkommuniziert, weil sie der Autorität aller Päpste bis dato widersprechen?