Die Barmherzigkeit der Selbstaufopferung

Mir wurde die Frage nach der Barmherzigkeit Gottes gestellt. Die Beantwortung erlaubt mir das Erinnern an einige ganz fundamentale Glaubenswahrheiten, die aber heute, in der Zeit rücksichtsloser Selbstsucht, fast völlig in Vergessenheit geraten sind.

Gott ist die radikale Selbsthingabe. Man schaue auf den Gekreuzigten. Das ist das innerste Wesen der absoluten Liebe, die Gott ist. In Seiner unergründlichen Liebessehnsucht in Bezug auf die Seelen, die Er zur ewigen Liebesgemeinschaft erschaffen hat, erwartet Er von ihnen, dass sie in Freiheit und unbedingter Liebesantwort Ihm in die vollkommene Selbstaufopferung nachfolgen. Er hat die Menschen nicht erschaffen, damit sie ihr selbstsüchtiges Ding machen, denn das würde sie daran hindern, in die Vollkommenheit einzugehen. Gott mutet den Menschen die perfekte Liebe der Selbstüberwindung, der Ekstase aus dem Ego, zu, die dynamisch ist (im Himmel wird es nie langweilig), die niemals aufhört, weil Er sie gottfähig erschaffen hat.

Sie sind keine kleinen Spielzeugfiguren auf einer Modelleisenbahn, den er gnädig erlaubt, ein erfülltes Sexualleben und Spaß zu haben, weil er kein Erbsenzähler und ja so großzügig ist, sondern Er hat sie berufen, mit Ihm selbst Hochzeit zu feiern, jenseits von Zeit und Raum bis in alle Ewigkeit zu lieben, mehr zu lieben, und immer mehr zu lieben.

Gott ist verzehrendes Feuer. Er brennt die Seelen, die Er liebt. Er will alles von ihnen. Es ist wie in der Nacht, in der sich Liebende begegnen. Sie verschenken sich vollkommen gegenseitig an den anderen. Sie gehen ineinander ein und wieder auseinander, und wieder, und wieder. Der Liebesaustausch hört niemals auf. Es ist wirklich unvorstellbar schön. Selbst wenn ich auf der anderen Seite des Universums in Seinem Auftrag unterwegs bin, ist es so. Er ist immer da. Ich bin immer frei. Unablässig beschenken wir uns, mit allem was wir sind und haben. Wer M.Raphael sieht, sieht den Herrn. Unvorstellbar. Die Reinheit und Unschuld der Seele ist Voraussetzung.

Gott, die absolute Liebe, ist anspruchsvoll. Sie will das wirklich Schöne für die Menschen. Warum soll er ihnen dreckigen Sex in einer Nacht in einem Darkroom erlauben? Er würde sie hassen und verachten. Er würde sie zu Schweinen reduzieren.

Die vollkommene Liebe der Selbstaufopferung führt in die Ruhe. Wenn sich ein Mensch dem Herrn in seinem Innersten öffnet, dann findet er vollkommenen Frieden:

„Die Öffnung nach innen umschreibt Bernhard in der 23. Hoheliedpredigt auch als ein Einkehren in die Ruhekammer des eigenen Herzens: >> ... hier erweist sich sein (Gottes) Wille als gut, als Behagen schenkend und vollkommen. Diese Schau schreckt nicht, sondern besänftigt; sie weckt keine unruhige Neugier, sondern stillt diese; sie ermüdet den Sinn nicht, sondern lässt ihn still werden. Hier ruht man wirklich. Der stille Gott erfüllt alles mit Stille, und Gott in seiner Ruhe zu schauen, ist Ruhen<<“ (Sermones super Cantica Canticorum 23.16). Bernhard von Clairvaux, Weil mein Herz bewegt war, Freiburg 1990, S.16.

Also P. Mertes, Serie "Der Brief des Paulus an die Gemeinden von Galatien" mit Pater Klaus Mertes SJ Über eine …, ja, Gott befreit uns. Wir sind gottfähig und damit kompromisslos frei. Aber wir sind keine kleinen Pubertären mit Minderwertigkeitskomplexen, die unter Freiheit verstehen, jetzt endlich stehen (wohl Kommunionempfang und Sex) zu dürfen, sondern wir knien uns freiwillig hin, weil wir dem Herrn in Freiheit in die Selbstaufopferung nachfolgen wollen. Entsprechendes gilt für unsere Sehnsucht nach dem Hochaltar. Wir beantworten die Liebe Gottes der Selbstbescheidenheit nicht dadurch, dass wir „die Kleinheit und den mangelnden Machtanspruch“ des Herrn durch den ekelhaften Campingtisch des NOM gegenüber dem hochmütigen Willen des Menschen für immer durch symbolische Formen der Labilität festschreiben wollen, sondern, im Gegenteil, genau deshalb werden wir Ihm nur mit dem Knien vor dem mächtigen Hochaltar gerecht.

Die Jesuiten sind Mentalisten. Sie verstehen die ontologische Realität des unsichtbaren Himmels nicht. Den halten sie für Aberglauben. Christentum bedeutet für sie die Humanisierung der Menschheit. Deshalb kritisiert BerGOG die Tradition unablässig als rigide. Er versteht einfach nicht, dass Katholiken nach Innen und nach Oben schauen, dass sie vollkommen „nutzlos“ ihre gesamte Lebensenergie Gott schenken. Er versteht die Selbstaufopferung nicht. Er versteht nicht, dass Gott in den Menschen lebt und sie steuert. Er versteht nur irdisches und messbares Tun. Er zielt auf die egoistische Gier. Deshalb predigt er die innerweltliche Selbstverwirklichung. Die Menschen sollen es sich holen, einschließlich der Unzucht (äh sexuellen Erfüllung). Damit das irgendwie funktioniert, predigt er Brüderlichkeit und Rücksicht. Das ist so unglaublich dumm und menschenverachtend wie der dialektische Materialismus des real existierenden Sozialismus, denn eine humanistische Barmherzigkeit unzüchtiger Menschen, die er unablässig im Namen Christi (besser des Anti Christen) einfordert, übersieht, dass die Unzucht absichtlich selbstvergötzender Hochmut ist, der keine Barmherzigkeit möchte. Die Sünde will sündigen. Sie ist kein Opfer. Durch sie kommt man ins Berghain. Das macht höllischen Spaß. Da ist man Chef. Deshalb erinnert BerGOG an den SED Honecker der Appelle. Er ist ein weiterer Traumtänzer der selbstsüchtigen Selbstverwirklichung.

Die wahre Liebe, Gott, gibt es nur für die Menschen, die sich mit dem Herrn kreuzigen lassen. Es ist wirklich ganz einfach und wunderschön.
Werte
Christentum bedeutet für sie [Jesuiten] die Humanisierung der Menschheit. Deshalb kritisiert BerGOG die Tradition unablässig als rigide. Er versteht einfach nicht, dass Katholiken nach Innen und nach Oben schauen, dass sie vollkommen „nutzlos“ ihre gesamte Lebensenergie Gott schenken. Er versteht die Selbstaufopferung nicht. Er versteht nicht, dass Gott in den Menschen lebt und sie steuert. Er …More
Christentum bedeutet für sie [Jesuiten] die Humanisierung der Menschheit. Deshalb kritisiert BerGOG die Tradition unablässig als rigide. Er versteht einfach nicht, dass Katholiken nach Innen und nach Oben schauen, dass sie vollkommen „nutzlos“ ihre gesamte Lebensenergie Gott schenken. Er versteht die Selbstaufopferung nicht. Er versteht nicht, dass Gott in den Menschen lebt und sie steuert. Er versteht nur irdisches und messbares Tun.
Eugenio Pacelli
Vielen Dank für diesen wunderbaren Post!