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Finanzchaos: Der Vatikan weigert sich, an die Wurzel des Problems zu gehen

Ettore Gotti Tedeschi, ehemaliger Präsident der Vatikan-Bank (IOR), erklärt auf marcotosatti.com, was hinter dem plötzlichen Rücktritts des vatikanischen Wirtschaftsprüfers Libero Milone steckt.

Gotti sieht einen Unwillen im Vatikan, das Problem an der Wurzel zu packen. Für ihn ist das grundlegende Problem die Nichtumsetzung des Transparenzprozesses, den Benedikt XVI. in seinem Motu Proprio zur Verhinderung von Geldwäsche (Dezember 2010) gewollt hat. Benedikt XVI. versuchte, bei den Finanzen eine Transparenz zu schaffen, doch nach 2012 seien diese Bestrebungen „auf mysteriöse Weise“ geändert worden.

Gotti erklärt, dass der Vatikan nicht nur seine Methoden ändern muss, sondern auch die Menschen, welche sie anwenden. Aber es benötige die richtigen Berater, um die richtigen Männer zu finden, so Gotti. Er betrachtet die von Benedikt XIV. im Dezember 2010 ins Leben gerufene „Vatikanische Finanzinformationsbehörde“ (AIF) als ein wichtiges Instrument. Sie wurde zunächst von Kardinal Attilio Nicora (+2017) geleitet, der später „während einer beunruhigenden und kontroversen Periode durch Leute ersetzt wurde, die offenbar das Gesetz zu Transparenz und Geldwäsche ändern wollten".

„Vatikanische Finanzinformationsbehörde“ (AIF) wird derzeit vom Schweizer Anwalt René Brülhart geleitet.

Bild: Libero Milone on flickr, #newsLvqhteykzh
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