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Die Visionen Anna Katarina Emmericks über die grausame Gefangennahme Jesu

Dieses Bild haben die Schwagsdorfer Schwestern veröffentlicht (Mutterhaus Thuine, Franziskanerinnen) und mitgeteilt, dass dies die Höhle war, in der sich Jesus mit seinen Jüngern oft traf. Auch Judas war der Ort bekannt.

Ein Auszug

Die Gefangennahme des Herrn
Als Jesus mit den drei Aposteln auf den Weg zwischen Gethsemane und dem Ölgarten herausgetreten war, erschienen am Eingange dieses Weges, etwa 20 Schritte von ihm, Judas mit den Kriegsleuten, und diese hatten dort ein Gezänk miteinander. Judas nämlich wollte getrennt von den Kriegsknechten, allein und wie ein angehöriger Freund zu Jesus hineingehen, und sie sollten dann, als ihm ganz unbewußt, dazu gekommen scheinen; sie aber hielten ihn fest und sagten: «Nicht so, Geselle, du sollst uns nicht entlaufen, bis wir den Galiläer haben», und da sie die acht Apostel, welche auf das Geräusch aus dem Garten Gethsemane herannahten, bemerkten, riefen sie die vier nachfolgenden Schergen heran, um sich zu verstärken. Diese aber wollte Judas gar nicht dabei haben und stritt lebhaft mit ihnen. Als Jesus und die drei Apostel diesen zankenden Haufen mit Waffen bei dem Fackelschein erkannten, wollte Petrus mit Gewalt auf sie los und sagte: «Herr, die acht aus Gethsemane sind auch dort vorne, wir wollen auf die Schergen dreinschlagen!» Jesus aber sagte ihm zu ruhen und trat mit ihnen wieder einige Schritte über den Weg aufeinen Rasenplatz zurück. Judas, mit seinem Plan ganz in Verwirrung, war voll Grimm und Bosheit. Vier Jünger waren vom Garten Gethsemane herausgetreten und fragten, was es hier geben solle; Judas kam mit ihnen ins Gerede und wollte sich gerne herauslügen, die Wachen aber ließen ihn nicht hinweg. Diese vier waren Jakobus der Jüngere, Philippus, Thomas und Nathanael, denn dieser und einer der Söhne des alten Simeon und mehrere andere waren teils als Boten von den Freunden Jesu zu den acht Aposteln in den Garten Gethsemane gesendet worden, teils aus Angst und Neugierde zu ihnen gekommen. Außer diesen vier schweiften die übrigen fluchtbereit in der Ferne lauernd umher.
Jesus aber nahte dem Haufen einige Schritte und sagte laut und vernehmlich: «Wen suchet ihr?» Da sagten die Anführer der Soldaten: «Jesus von Nazareth!» und Jesus antwortete: «Ich bin’s!» Kaum aber hatte er dieses Wort gesagt, als sie, wie von einem Krampfe befallen, zurückdrängten und gegeneinander hinsanken. Judas, der noch in ihrer Nähe stand, ward hierdurch in seinem Vorhaben noch verwirrter, er schien sich Jesus nahen zu wollen, der Herr aber hob die Hand gegen ihn und sagte: «Freund, wozu bist du gekommen?» worauf Judas in Bestürzung etwas von vollzogenem Geschäfte sprach. Jesus aber sprach solche Worte wie: «Oh, wohl besser wäre dir, nicht geboren zu sein.» Doch erinnere ich mich dieser Worte nicht mehr ganz bestimmt.
Während diesem hatten die Kriegsknechte sich wieder aufgerichtet und waren, das Zeichen des Verräters, den Kuß erwartend, dem Herrn und den Seinen genaht. Petrus und die andern Jünger aber umdrängten Judas und nannten ihn einen Dieb und Verräter. Er aber wollte sich von ihnen mit Lügen loswinden, was ihm jedoch nicht gelang, indem die Kriegsknechte ihn gegen sie zu schützen suchten und dadurch gegen ihn zeugten.
Jesus aber sagte nochmals: «Wen suchet ihr?» Und sie wendeten sich und sagten wieder: «Jesus von Nazareth!» Da sprach er: «Ich bin’s, ich habe es euch schon gesagt, daß ich es bin; suchet ihr mich, so lasset jene.» Auf sein Wort, ich bin’s, fielen die Kriegsleute abermals, und zwar ganz verdreht wie Leute, die die fallende Sucht haben, nieder, und Judas wurde von neuem von den andern Aposteln umdrängt, denn sie waren in äußerster Erbitterung gegen ihn. Jesus sprach nun zu den Kriegsknechten: «Stehet auf?» Da standen sie auf und waren voll Schrecken, und da Judas sich noch mit den Aposteln herumstritt und diese die Wachen drängten, wendeten die Wachen sich gegen die Apostel, wodurch Judas frei wurde, den sie nun drohend antrieben, ihnen das verabredete Zeichen zu geben, denn sie hatten Befehl, keinen zu greifen als den, welchen er küssen würde. Jetzt aber ging Judas auf Jesus zu, umfing ihn und küsste ihn mit den Worten:
«Meister, sei gegrüßt!» Und Jesus sagte: «Judas, mit einem Kusse verrätst du den Menschensohn?»
Und nun traten die Kriegsknechte um Jesus in einen Kreis, und die herangenahten Schergen legten Hand an unsern Herrn. Judas wollte jetzt fliehen, die Apostel aber hielten ihn auf und drängten auf die Soldaten ein und schrien: «Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?» Petrus aber, eifriger, griff nach dem Schwert und hieb nach Malchus, dem Knecht des Hohenpriesters, der sie zurückdrängen wollte, und hieb ihm ein Stück vom Ohr ab, so daß er zu Boden niederstürzte, wodurch die Verwirrung noch größer ward.
Im Augenblick dieser eifrigen Tat des Petrus befand sich alles in folgendem Zustand: Jesus wurde eben von den Bütteln angefaßt, die ihn binden wollten; in einem weiteren Kreise umgaben ihn die Kriegsknechte, aus denen Malchus von Petrus niedergehauen ward. Andere Soldaten hatten zu tun, die nahenden und wieder fliehenden Jünger abzuhalten und zu verfolgen. Vier der Jünger aber streiften umher und ließen sich nur hie und da in der Ferne blicken. Die Kriegsknechte waren teils durch das Niederstürzen zaghaft, teils durften sie kein ernsteres Nachsetzen wagen, um den Kreis, der Jesus umgab, nicht zu sehr zu schwächen. Judas, der gleich nach dem Verräterkuß entfliehen wollte, wurde von einigen fern stehenden Jüngern aufgehalten und mit Schmähworten überhäuft. Die aber nun erst herantretenden sechs Beamten machten ihn wieder los, und die vier Büttel um Jesus waren eben mit ihren Stricken und Banden beschäftigt; der Herr war, von ihnen angefaßt, im Begriffe, gebunden zu werden.
So war alles umher, eben als Petrus den Malchus niedergehauen hatte und Jesus zugleich sagte: «Petrus, stecke dein Schwert ein, denn wer das Schwert nimmt, soll durch das Schwert umkommen, oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir mehr als zwölf Legionen Engel schicke! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde die Schrift erfüllt werden, wenn es nicht so geschehen müßte?» Er sagte aber auch: «Laßt mich, daß ich den Menschen heile», und er nahte dem Malchus, rührte ihm das Ohr an und betete, da war es heil. Es waren aber die Wache um ihn und die Schergen und die sechs Beamten, und diese höhnten ihn, zu der Schar sprechend: «Er hat mit dem Teufel zu tun, durch Zauberei schien das Ohr verletzt, und durch Zauberei ist es heil.»
Da sprach Jesus zu ihnen: «Ihr seid gekommen mit Spießen und Stangen, mich wie einen Mörder zu fangen; ich habe täglich bei euch im Tempel gelehrt, da habt ihr nicht gewagt, die Hand an mich zu legen, aber jetzt ist eure Stunde, die Zeit der Finsternis.» Sie befahlen aber, ihn zu fesseln und höhnten ihn, sprechend: «Uns hast du nicht niederwerfen können mit deiner Zauberei», und so sagten auch die Büttel: «Wir wollen dir deine Künste vertreiben.» Jesus antwortete noch einiges, was ich nicht mehr weiß, die Jünger aber flohen nach allen Seiten. Die vier Schergen und die sechs Pharisäer waren nicht gefallen und daher auch nicht wieder aufgestanden, und dieses zwar, wie mir eröffnet ward, weil sie ganz in den Banden des Satans und in einem Range mit Judas gewesen, der auch nicht fiel, obschon er bei den Kriegsleuten stand, denn es seien auch alle diejenigen, die gefallen und wieder aufgestanden, nachher bekehrt und Christen geworden, und das Fallen und Wiederaufstehen sei das Vorbild ihrer Bekehrung. Diese Kriegsknechte haben auch Jesus nicht berührt, sondern nur umgeben, und Malchus war nach seiner Heilung schon dermaßen bekehrt, daß er nur der Ordnung wegen seine Dienste forttat und schon in den folgenden Stunden des Leidens Christi zu Maria und andern Freunden als Bote ab- und zulief, Nachricht zu bringen, was alles geschehe.
Die Schergen banden Jesus unter steten frechen und höhnischen Reden der Pharisäer mit großer Roheit und einer henkermäßigen Brutalität. Diese Menschen waren Heiden von der niederträchtigsten Gattung. Sie waren an den Beinen, Armen und dem Hals unbekleidet; um die Mitte des Leibes trugen sie eine Binde und über den Oberleib kurze Wämser ohne Ärmel, an den Seiten mit Riemen geheftet. Sie waren klein, stark, sehr behend und von einer bräunlichen, fuchsigen Hautfarbe wie ägyptische Sklaven.
Sie banden Jesus die Hände vor der Brust auf eine grausame Weise, indem sie ihm das Gelenk der rechten Hand an den linken Vorderarm unterhalb dem Ellbogen und das Gelenk der linken Hand ebenso unterhalb dem Ellbogen des rechten Vorderarmes mit neuen, scharfschneidenden Stricken unbarmherzig festknebelten. Sie legten ihm einen breiten Fesselgürtel, in welchem Stacheln waren, um die Mitte des Leibes und schnürten ihm die Hände nochmals an Bast- oder Weidenringen fest, die an diesem Gürtel angebracht waren. Um den Hals legten sie ihm ein Halsband, in welchem Stacheln oder andere verwundende Körper angebracht waren, und von diesem Halsbande liefen zwei, gleich einer Stola über der Brust gekreuzte Riemen nieder, welche ohne Spielraum, scharf angezogen, wieder an dem Gürtel befestigt waren. An vier Punkten dieses Gürtels befestigten sie vier lange Stricke, vermittels welcher sie unsern Herrn nach ihrem bösen Willen hin und her reißen konnten. Alle diese Fesselnwaren ganz neu und schienen, seit man mit dem Plane umging, Jesus gefangen zu nehmen, besonders zu diesem Zweck bereitet zu sein.
Nun setzte sich der grausame Zug in Bewegung, nachdem sie noch mehrere Fackeln angezündet hatten. Voraus gingen zehn Mann von der Wache, dann folgten die Schergen, Jesus an den Stricken zerrend, dann die höhnenden Pharisäer, und zuletzt schlossen die zehn übrigen Kriegsknechte den Zug; die Jünger schweiften noch wehklagend und wie von Sinnen hie und da umher, Johannes aber folgte etwas näher hinter den letzten Wachen nach, und die Pharisäer befahlen ihnen, diesen Menschen zu greifen. Es wendeten sich daher einige zurück und eilten auf ihn zu, er aber floh vor ihnen, und da sie ihn im Nacken an seinem Schweißtuch faßten, ließ er es los und entkam. Er hatte seinen Mantel abgelegt und nichts als ein geschürztes Unterkleid ohne Ärmel an, um leichter entfliehen zu können. Oben aber um den Hals, das Haupt und die Arme hatte er jene lange schmale Zeugbahn gehüllt, welche von den Juden getragen wird. — Die Schergen zerrten und mißhandelten Jesus auf die grausamste Weise und übten allen Mutwillen an ihm aus, und zwar hauptsächlich aus einer niederträchtigen Gefälligkeit und Augendienerei gegen die sechs Beamten, welche voll Bosheit und Grimm gegen Jesus waren. Sie führten ihn auf dem unbequemen rauen Weg durch alle Gleise, über Steine und Kot, sie hielten die langen Stricke gespannt und suchten sich selbst gute Pfade; dadurch mußte Jesus immer gehen, wo es die Stricke zuließen; sie hatten in den Händen knotige Stricke, womit sie ihn, wie ein Fleischer das Vieh, das er zur Schlachtbank führt, antrieben, und alles dieses unter so niedrigem Hohn und Spott, daß es empörend wäre, ihre Reden zu wiederholen.
Jesus war barfuß, er hatte außer der gewöhnlichen nächsten Leibesbedeckung ein wollenes gewirktes Hemd ohne Naht und ein Übergewand an. Auf bloßem Leibe trugen die Jünger, wie die Juden überhaupt, über Brust und Rücken ein Skapulier, aus zwei Zeugstücken bestehend, welche über den Schultern durch Riemen zusammenhingen, an den Seiten aber offen waren. Den Unterleib bedeckten sie mit einem Gürtel, von welchem vier Lappen niederhingen, die, um die Lenden gewickelt, ein Beinkleid bildeten. Ich muß noch sagen, daß ich dem Herrn bei seiner Gefangennehmung keinen Befehl, keine Schrift vorzeigen sah, sie gingen zu Werk, als sei er vogelfrei und außer allem Rechte.
Der Zug ging mit eilenden Schritten und wendete sich, da er den Weg zwischen dem Ölgarten und dem Lustgarten von Gethsemane verlassen hatte, rechts eine Strecke an der Abendseite dieses Lustgartens hin nach einer Brücke, welche dort über den Bach Kidron führt. Über diese Brücke war Jesus, mit den Aposteln zum Ölberg gehend, nicht gekommen; er hatte, auf Umwegen durch das Tal Josaphat wandelnd, den Kidron auf einer südlicher gelegenen Brücke überschritten. Die Brücke, über welche er jetzt gefangen geführt wurde, war sehr lang, indem sie nicht nur den Kidron, der hier dichter am Ölberg hinfloß, sondern auch eine Strecke der ungleichen Talhöhen als ein fahrbarer Steinweg überschritt. Schon ehe der Zug an die Brücke kam, sah ich Jesus zweimal durch das unbarmherzige Führen und das Zerren der Schergen an den Stricken zur Erde niederfallen. Als sie aber auf die Mitte der Brücke gekommen waren, übten sie ihre Büberei mit größerer Bosheit an ihm aus. Die Schergen stießen den armen gefesselten Jesus, den sie an den Stricken hielten, über mannshoch von der Brücke in den Bach Kidron nieder, wobei sie mit Schimpfworten sprachen, da könne er sich satt trinken. Nur durch göttlichen Beistand verletzte er sich nicht tödlich. Er fiel auf die Knie und dann auf das Angesicht nieder, das er auf dem mit wenigem Wasser bedeckten Felsenboden schwer würde verletzt haben, wenn er seine zusammengeschnürten Hände nicht unterstützend vorgehalten hätte. Sie waren von dem Gürtelband los, ich weiß nicht, ob durch göttliche Hilfe oder ob die Schergen sie ihm erst aufgelöst hatten. Die Spuren seiner Knie, Füße, Ellbogen und Finger drückten sich durch Gottes Willen auf der Stelle, die er berührte, in dem Felsengrunde ein und wurden später verehrt. Man glaubt solche Wirkungen nicht mehr, mir sind aber solche Eindrücke in Stein durch die Füße, Knie und Hände von Patriarchen und Propheten, von Jesus, der heiligen Jungfrau und einigen Heiligen oft in historischen Gesichten gezeigt worden. Die Felsen waren weicher und gläubiger als die Herzen der Menschen und gaben Zeugnis in gewaltigen Augenblicken, daß die Wahrheit Eindrücke auf sie mache.
Ich hatte Jesu nach seiner schweren Angst am Ölberg in seinem heftigen Durst nicht trinken sehen, nun aber, in den Kidron gestoßen, sah ich ihn mühsam trinken und hörte ihn dabei die Erfüllung einer prophetischen Psalmenstelle vom Trinken aus dem Bache am Wege aussprechen. (Psalm 109, 7)
Die Schergen hielten unsern Herrn von der Brücke herab fortwährend an den langen Stricken fest, und da es ihnen zu mühsam war, ihn wieder heraufzuziehen und ein Mauerwerk jenseits am Ufer es verhinderte, Jesus durch den Bach waten zu lassen, so zerrten sie ihn mit den Stricken durch den Kidron zurück, gingen dann hinab und schleiften ihn rückwärts über das hohe Ufer wieder heraus. Nun trieben diese Elenden den armen Jesus unter Höhnen, Fluchen, Stoßen und Schlagen, an den Stricken vorwärtsreißend, zum zweitenmal über die lange Brücke. Sein langes wollenes Gewand, schwer vom Wasser, lag fest an seinen Gliedern, er vermochte kaum zu gehen und sank jenseits der Brücke abermals zur Erde nieder. Sie rissen ihn, mit den Stricken schlagend, wieder empor und schürzten ihm nun unter den schändlichsten Spottreden das nasse Gewand indem Gürtelband auf. Sie sprachen z.B. vom Schürzen zum Osterlamm und ähnliche Spottreden.
Es war noch nicht Mitternacht, als ich sah, wie die vier Büttel Jesus auf der andern Seite des Kidrons auf bösem zerrissenem Weg, der wenig Raum bot, wo nur Fußpfade, bald tiefer, bald höher, nebenherliefen, über scharfe Steine und Felsentrümmer, durch Distel und Dorn unmenschlich fortrissen und fluchend und schlagend hintrieben. Die boshaften sechs Beamten waren, wo es der Weg erlaubte, immer in seiner Nähe; jeder hatte eine andere Art von Marterstäbchen in der Hand, womit er ihn stieß, stachelte oder schlug. An den Stellen, wo Jesus auf seinen blutenden nackten Füßen über die scharfen Steine durch Nesseln und Dornen von den Schergen fortgerissen ward, welche auf den besseren Pfaden nebenher gingen, da trafen die Spott- und Stachelreden der sechs Pharisäer das liebende Herz des armen Jesus; da sprachen sie solche Hohnworte wie z.B.: «Hier hat ihm sein Vorläufer, der Täufer, keinen guten Weg bereitet» oder: «Hier trifft ihm Malachias’ Wort nicht ein: ich sende meinen Engel vor dir her, deinen Weg zu bereiten» oder: «Warum erweckt er sich nicht den Johannes von den Toten auf, daß er ihm den Weg bereite?» Und solche Hohnworte dieser schändlichen Menschen, worüber sie gegenseitig in freches Lachen ausbrachen, wurden Stichworte für die Schergen, irgendeine neue Misshandlung an dem armen Jesus auszuüben.
Nachdem sie aber den Herrn noch eine Weile fortgetrieben hatten, bemerkten sie, daß sich mehrere Personen hie und da in einiger Ferne herumschweifend zeigten, denn es hatten sich viele Jünger auf das Gerücht, Jesus werde gefangengenommen, aus Bethphage und von anderen Schlupfwinkeln herangezogen, um zu spähen, wie es ihrem Meister ergehe. Es wurden nun die Feinde Jesu besorgt, sie möchten überfallen und der Gefangene ihnen entrissen werden, daher gaben sie mit Rufen nach der Vorstadt Ophel hin Signale, daß die verabredete Verstärkung zu ihnen stoßen solle.
Eugenia-Sarto
Den Text habe ich entnommen von info@kath-zdw.ch
geringstes Rädchen
geringstes Rädchen
Oh Jesus, was haben wir Dir wegen unserer Sünden nur angetan...
vitae
"Die Felsen waren weicher und gläubiger als die Herzen der Menschen und gaben Zeugnis in gewaltigen Augenblicken, daß die Wahrheit Eindrücke auf sie mache."