M.RAPHAEL
244

Die Unmenschlichkeit der Konzilskirche

„Lasst uns dem König so zusammen singen, dass wir verdienen, mit dem Chor der Heiligen in Seinem Reiche einstens zu genießen seliges Leben.“ Zisterzienser Vigilien, Hymnus von Pfingsten bis zum 1.November, 2 Strophe.

Unablässig beten die Zisterzienser auch die Psalmen, 148, 149 und 150. Sie verkünden so die absolute Wahrheit, dass die gesamte Schöpfung dazu berufen ist, den Herrn zu verherrlichen. Das gilt auch für die unbelebte Natur wie „Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, den Sturmwind, die Berge und Hügel“ (vgl. Ps 148, 8-9).

Das ist doch ganz einfach. Was ist daran nicht zu verstehen? Wir sind alle dazu berufen, aus unserem Ego herauszusteigen, zu einer Ekstase aus dem Ich und der Gier, um zu einem herrlichen und ewigen Instrument der Anbetung und Verherrlichung Gottes zu werden. Der eine wird geboren, um eine Pikkoloflöte zu werden. Ein anderer wird ein Kontrabass. Der nächste wird eine Schenelle (sehr seltenes, extrem lautes Schlaginstrument), die vielleicht gar nicht so oft zum Einsatz kommt. Der hat viele Pausen. Das verlangt Demut. Aber die Pausen machen die Musik.

Der Punkt ist, dass die Verherrlichung Gottes sofort unmöglich würde, wenn auch nur ein einziger im Orchester oder im Chor meinen würde, er sollte eigentlich etwas anderes sein. Wenn die Harfe glaubt, sie sollte die erste Geige sein und partout deren Noten spielt, ist das Chaos da.

Damit kann die Falschheit einer Kritik der Konzilspseudokatholiken gegen die wahren Katholiken (Traditionalisten) klargemacht werden, nämlich, dass diese unmenschliche Unholde seien, die den Menschen ihre Freiheit, Souveränität und Menschenwürde nehmen wollten, nur um sie dann auf die Knie zu zwingen.

Es macht einen eigentlich sprachlos. Das ist eine unglaubliche Verleumdung und vollkommen falsch. Kein Orchestermusiker ist versklavt, wenn er gehorsam seine Partitur spielt. Er will es. Er ist ein freier und souveräner Mensch, der sich dem Terror der Befreiungstheologie der Jesuiten mit aller Kraft und Entschiedenheit widersetzt. Er will gerade nicht zu deren egoistischen Selbstverwirklichung befreit werden. Auch Viktor Frankl hat die Selbstverwirklichung abgelehnt. Nur die doofen Konzilskleriker wollen das nicht kapieren. Sie wollen die glorreiche Anbetung Gottes sabotieren. Sie meinen, der Mensch sollte angebetet werden, nur weil sie ihre Kirche in einem Zeitalter des vollkommenen Egoismus am Leben halten wollen. Dabei trägt gerade das zur immer weiter fortschreitenden Zersetzung der Gesellschaft bei. In unserer Managementausbildung war es ein Thema ohne Ende, dass Unternehmen irgendwann aufhören, produktiv zu sein und dann nur noch alles tun, um sich selbst am Leben zu halten. Selbst die Jesuiten verraten Christus, wenn es um ihr Überleben geht. Siehe den Film Silence, der im Vatikan gezeigt wurde:

Martin Scorseses Film „Silence“ feiert Vorpremiere im Vatikan - cathwalk.de

Normalerweise müsste ich jetzt äußerst ausfällig werden. Was sind die Gottlosen/Frevler für ekelhafte und prinzipienlose Unholde! Sie sind Unmenschen. Sie sind Feinde der Menschheit. Meine Gossensprache reicht bei weitem nicht tief genug in den Dreck hinunter, um ihnen gerecht zu werden. Wie alle Zisterzienser bete ich dagegen den Psalm 58 (hebr.) ganz bewusst und voller Intention.

Nein, der wahre Katholik ist souverän und frei. Der in ihm wohnende Gott nimmt ihm weder die Verantwortung noch den Selbststand. Es ist keine Besessenheit, sondern eine Ermächtigung, der zu werden, zu dem er erschaffen worden ist. Das ist wahre Souveränität gegenüber dem nie aufhörenden kollektivistischen Druck der menschlichen Selbstvergötzer von der Anbetung Gottes abzulassen. Der Katholik erkennt, dass die wahre Intelligenz und Größe in der vollkommenen Demut besteht. Hochmut ist dagegen mit der Dummheit, Lüge und Versklavung identisch. In der himmlischen Intelligenz will der traditionelle Fromme nichts anderes mehr, als die Messe aller Zeiten, das Knien, die Mundkommunion, die Hingabe und Selbstaufopferung.

Er will im himmlischen Chor Gott anbeten. Das will er und sonst nichts! Er will die schönste Stimme sein, die er sein kann. Er will kein Egoist sein. Er will kein Selbstverwirklicher sein. Er will Gott verwirklichen. Das will er freiwillig, weil er ein großer Star und Chef ist. Dazu wurde er erschaffen. Was ist daran nicht zu verstehen, ihr Jesuiten? Er will nicht die Klampfe am Campingplatz schlagen, damit sich dort die Selbstvergötzer in ihrer geschmacklosen Banalität suhlen können. Er will zu Recht weit über die Wiener Philharmoniker oder den Staatsopernchor hinaus. Er will Gott mit den Engeln in Seiner unvorstellbaren Glorie verherrlichen. Dazu ist er berufen.

Die Konzilskirche ist menschenfeindlich. Sie ist hässlich. Sie ist ekelhaft opportunistisch. Sie schließt die Menschen in ihrer Selbstvergötzung ein. Sie bestätigt sie regelrecht auf ihrer Bahn in die Hölle. Alle Verantwortlichen gehen deshalb ebenfalls in die Hölle. Kein Witz.

Kehrt um!!! Die Menschen laufen vor eurer „Menschenfreundlichkeit“ davon, weil diese das Gegenteil ist. Merkt ihr das nicht?