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Todessehnsucht: Orientalischer Kardinal führt Landessprache ein - wiederholt fatale Fehler des Westens

Die Verwendung des modernen Arabisch - anstelle der syrischen Sakralsprache - in den Liturgien der Chaldäischen Kirche "ist kein" Verrat an der Tradition und entspricht einer "missionarischen Berufung", das Evangelium den "Männern und Frauen der heutigen Zeit" zu verkünden. Das meint der chaldäische Patriarch Louis Raphaël Sako, 73, (Fides.org, 25. Januar).

Seit Jahren befindet sich die chaldäische Liturgie in einem umstrittenen Prozess der "Aktualisierung", der zur Veröffentlichung einer arabischen Übersetzung des Messbuchs führte. Sako behauptet zu Unrecht, dass eine ständige Anpassung der Liturgie an "die Bedürfnisse der Zeit" notwendig sei. Das habe "schon immer" den Weg der katholischen Kirche gekennzeichnet und wurde [angeblich] durch die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils "autoritativ" neu vorgeschlagen.

Die Polemik beweist, dass Sako unsicher ist: "Die Super-Chaldäer sind sich vielleicht noch nicht bewusst, dass sich die Welt verändert hat.” Nur: “Die Welt" ist nicht der Maßstab für die Liturgie.

Indem er Liturgie mit Katechetik verwechselt, behauptet Sako, dass viele Chaldäer der Kirchensprachen Syrisch und Chaldäisch nicht mächtig sind. Er fügt hinzu, dass viele Nichtchristen, darunter auch Muslime, ein Interesse an den chaldäischen Liturgien zeigen und ein "Recht darauf haben, zu verstehen", was sie hören - als ob es bei der Liturgie um "Informationsvermittlung" ginge.

Sako behauptet, dass er "zwischen den ursprünglichen wesentlichen Inhalten der chaldäischen Liturgie und den künstlichen [sic!] Elementen, die im Laufe der Geschichte hinzugefügt wurden, zu unterscheiden" wisse. Mit dem gleichen Slogan wurde der Abfall von Bibel und Tradition in der Konzilskirche durchgeführt.

Der Patriarch repetiert auch abgenützte Franziskus-Klischees wie "Nostalgie für die Vergangenheit vermeiden" und die Kirche auf ihrer "Reise" voranbringen - als ob das Wiederholen der Fehler von gestern "vorwärts" führen würde.

Angesichts dessen, was mit der Konzilskirche geschah, sind Sakos Aussagen an Dummheit nicht zu überbieten.

Bild: Louis Raphaël Sako © wikicommons, CC BY-SA, #newsJkecnmlwbw

Oenipontanus
Dann muss man eben zu den Nicht-Unierten gehen, wenn man eine authentische chaldäische Liturgie mitfeiern will...
Vates
Die späte Eselei dieses Kardinals kurz vor dem prophezeiten "Finale" ist von gloria.tv treffsicher kommentiert worden!
Klaus Elmar Müller
Endzeit! Sogar die Unierten gehen kaputt.
Der Hofrat
völliger Blödsinn die Unierten wie auch die Orthodoxen verwenden immer schon die Landessprachen neben den Sakralsprachen
so wird in Wien die Liturgie bei den Unierten neben Kirchenslawisch auch in Deutsch oder ungarisch gefeiert also bitte informieren dann schreiben
Byzantinische Göttliche Liturgie im Wiener Stephansdom
prince0357
@Hofrat:
jene unierten, die ihre kirchensprache beibehalten haben, überleben.
am schlimmsten dran sind jene, die alles aufgegeben haben, wie zb die syromalabaren oder syromalankaren.
bis vor 50 jahren mußten die kleinseminaristen altaramäisch, latein und altgriechisch in wort und schrift beherrschen, wenn sie ins priesterseminar eintreten konnten.
heute können sie als ausgeweihte priester keine …More
@Hofrat:
jene unierten, die ihre kirchensprache beibehalten haben, überleben.
am schlimmsten dran sind jene, die alles aufgegeben haben, wie zb die syromalabaren oder syromalankaren.
bis vor 50 jahren mußten die kleinseminaristen altaramäisch, latein und altgriechisch in wort und schrift beherrschen, wenn sie ins priesterseminar eintreten konnten.
heute können sie als ausgeweihte priester keine dieser sprachen so gut, daß sie die göttliche liturgie traditionell zelebrieren können.
studer
@prince0357: weist ganz zurecht auf den Verfall der Qualität der Priesteramtskandidaten hin.
alfredus
Ja, es ist eine Krankheit geworden, durch das Konzil alles erneuern zu wollen ... ! Da kommt natürlich viel Unsinn und so manche falsche Blüte zum Vorschein ! Nach dem Konzil war es sowieso Mode geworden, den Gottesdienst zu " gestalten " und so las mancher Priester nicht aus dem Messbuch, sondern aus einem Begleitheft ! Deshalb fühlte sich mancher Bischof und Priester berufen, neue Formulierunge…More
Ja, es ist eine Krankheit geworden, durch das Konzil alles erneuern zu wollen ... ! Da kommt natürlich viel Unsinn und so manche falsche Blüte zum Vorschein ! Nach dem Konzil war es sowieso Mode geworden, den Gottesdienst zu " gestalten " und so las mancher Priester nicht aus dem Messbuch, sondern aus einem Begleitheft ! Deshalb fühlte sich mancher Bischof und Priester berufen, neue Formulierungen und Redeweisen, bis heute, auch im Evangelium einzubringen. Viele wollen sogar das ganze Evangelium neu schreiben. So ist es kein Wunder, wenn die deutschen Bischöfe es als eine ihrer Aufgaben sehen, eine neue Kirche und neues Pastoral zu erfinden, denn die neue Messe füllt sie nicht aus und so hoffen sie, durch den synodalen Weg glücklich zu werden ... !