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Die Entsagungsgelübde der Ordensberufung

Die Entsagungsgelübde der Ordensberufung

Nur wenige sind von Jesus zum Ordensleben gerufen. Man
kann das Ordensleben nicht eigenmächtig ergreifen, sondern
man ist von Dem gerufen, Der weiß, welche Seele die nötigen
Gaben, Fähigkeiten und Neigungen dazu hat. Schließlich
wird jeder Berufene auf den Ruf vorbereitet, damit er/sie ein
bereites Ja sprechen will. Niemand wird dazu gezwungen,
aber es ist eine Ehre, die Ganzhingabe an Christus in einem
Orden leben zu dürfen.

Diese überaus heilige Berufung geht nur über die drei Gelübde:
Armut, Jungfräulichkeit, Gehorsam. In allen dreien steckt das
Opfer und die Entsagung. Weil der hl. Franziskus um den
Gnadenreichtum der heiligen Armut wusste, hat er sie sich
zur „Braut“ erwählt, wovon seine Aussprüche zeugen.

Armut im Orden soerst als leibliche Armut gemeint: äußerlich
durch das Tragen der Armenkutte, die nichts Weltliches an
sich hat. Man darf keine eigenen Besitztümer oder Geld haben,
sondern nur das benutzen, was der Orden gemäß der Regel
zur Verfügung stellt. Sodann ist auch die geistige Armut ge-
meint, die einem Ordensmann, einer Ordensfrau, gut ansteht,
denn sie ist das geeignete Mittel, das allem Eitlen, Über-
mütigen, Selbstgefälligen und Eingebildeten entsagt.

Die Jungfräulichkeit ist ebenso leiblich wie geistig gemeint:
der leibliche Verzicht auf Ehe und Nachkommenschaft und
die geistige Reinheit in Gedanken, Worten, Gefühlen, Wünschen
und Bestrebungen.

Der Gehorsam ist Entsagung des eigenen Ich, sowohl auf
Gott als auch auf den Oberen bezogen. Ja der Gehorsam gegen-
über dem Oberen ist der Maßstab des Gehorsams gegenüber
Gott. Jesus will es so und das bedeutet viel Verzicht.

Diese drei „evangelischen Räte“ des hl. Paulus bieten die
vollkommene Entsagung und damit den besten Weg der
Nachfolge Jesu, da auf diese Weise viel Raum in der Seele
für die spirituellen Dinge geschaffen wird, viel Zeit und
Möglichkeit für die Jesusbeziehung, die in der Welt nicht
so intensiv betrieben werden könnte. Ordensleben ist eben
Ganzhingabe.

Und doch muss man sich immer wundern, wie sehr doch
manche trotz vorzüglicher Berufung ihren Eigenwillen
in den Vordergrund stellen, weil sie sich darin irgendwie
wohler fühlen. Das sind oft die Naturen, die gerne orga-
nisieren, Dinge planen, Reden halten, oder überhaupt
gern viel Lärm um nichts machen. Das Ordensleben
ist aber in besonderer Weise schweigende Liebe und
sogar stumme Liebe. Dort braucht es Liebe zur Stille,
nicht zum Reden, sonst kommt man nicht weit in der
Kontemplation, nur den Dreieinigen Gott alleine zu lieben:
Todo es nada, Dio solo basta (Theresa v. Avila).

Alles ist nichts, Gott alleine genügt.


Zweihundert
Nichts soll dich beunruhigen; nichts ängstige dich. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt. - Teresa von Ávila - gutezitate.com/zitat/170889
Zweihundert
Heilwasser
Tatsächlich. Es waren ja nur 13 % AfD, viiiiiiel zu wenig.
Rest Armee
😇 sehr schön formuliert, vergelts Gott
Heilwasser
Segne es Gott!
Heilwasser
Weil der hl. Franziskus um den
Gnadenreichtum der heiligen Armut wusste, hat er sie sich
zur „Braut“ erwählt, wovon seine Aussprüche zeugen. 😍
Joannes Baptista
An einem Sonntag der letzten Wochen verspürte ich in der Kirche plötzlich eine große Liebe zu St. Franziskus. Das war für mich neuartig, weil ich speziell zu diesem Heiligen eigentlich nur in der Allerheiligenlitanei bete. Seine "Präsenz" in jenem Augenblick zeigte mir: 1. er darf heute stellvertretend für alle anderen Heiligen das treue Gebet der Allerheiligenlitanei belohnen 2. er ist ein sehr …More
An einem Sonntag der letzten Wochen verspürte ich in der Kirche plötzlich eine große Liebe zu St. Franziskus. Das war für mich neuartig, weil ich speziell zu diesem Heiligen eigentlich nur in der Allerheiligenlitanei bete. Seine "Präsenz" in jenem Augenblick zeigte mir: 1. er darf heute stellvertretend für alle anderen Heiligen das treue Gebet der Allerheiligenlitanei belohnen 2. er ist ein sehr mächtiger Fürsprecher und sollte eigentlich öfters angerufen werden - besonders in Sachen Askese und Fröhlichkeit 😊.