"...man den unproduktiven Menschen töten darf...."

Am 3. August 1941 predigte der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen in der Lamberti-Kirche: Seit einigen Monaten hören wir Berichte, dass aus Heil- und Pflegeanstalten für Geisteskranke…
Lutrina
"unproduktive Menschen"....

Da würden in Deutschand nicht mehr viele übrig bleiben. Etwas mehr als 10 Mio Nettosteuerzahler haben wir noch die den Laden am Laufen halten...
Simon Tolon
Ja, aber was für einen Laden! Mehr als die Hälfte davon versickert in Unbill und Untreue.
CollarUri
Einer der wenigen Punkte, wo man die Naziideologie wirklich a fonds packen kann. Aber der heutige Mensch würde das nicht verstehen.
Simon Tolon
Vorsichtshalber predigt alles Welt deswegen #BleibGesund ...
Es schwingt eine Drohung mit darin.
CSc
„Bei der Vorgeschichte der Hitlerischen ‚Euthanasie‘-Aktionen zeigt sich, daß die Diskussion um 1900 mit der Frage nach einem ‚Recht auf Tod‘ begann, sich nach dem Ersten Weltkrieg mit dem ‚Erlösungstod für unheilbar Kranke‘ fortsetzte, zusätzlich die Kosten für den Unterhalt der ‚Ballastexistenzen‘ ins Spiel brachte (‚wie viele Siedlungshäuser könnte man dafür bauen!‘), zuletzt dann die Tötung …More
„Bei der Vorgeschichte der Hitlerischen ‚Euthanasie‘-Aktionen zeigt sich, daß die Diskussion um 1900 mit der Frage nach einem ‚Recht auf Tod‘ begann, sich nach dem Ersten Weltkrieg mit dem ‚Erlösungstod für unheilbar Kranke‘ fortsetzte, zusätzlich die Kosten für den Unterhalt der ‚Ballastexistenzen‘ ins Spiel brachte (‚wie viele Siedlungshäuser könnte man dafür bauen!‘), zuletzt dann die Tötung unheilbarer Neugeborener guthieß und damit das ‚Einfallstor‘ zur Vernichtung des sogenannten unwerten Lebens eröffnete. Widerstand leisteten nicht die Funktionseliten, sondern die Kirchen, am entschiedensten die katholische, die ‚einen kompromißlosen Standpunkt‘ einnahm.“ (Arnold Angenendt, Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, 5. Auflage, Münster 2009, S. 135)