Zweihundert
26. CHRISTI HIMMELFAHRT

Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern


TOTUS TUUS, MARIA !

Christ ist die Seele in dem Maβe, wie sie bereit ist, im Alltag Christus nachzufolgen, und dies auch in jeglicher Situation zu tun versucht. Wer an Jesus denkt, sieht meistens gleich Folgendes:

den Lehrenden
den Wunderwirkenden
den Leidenden
den Auferstehenden

Keine Seele kann Jesus ganz …More
26. CHRISTI HIMMELFAHRT

Donnerstag nach dem fünften Sonntag nach Ostern


TOTUS TUUS, MARIA !

Christ ist die Seele in dem Maβe, wie sie bereit ist, im Alltag Christus nachzufolgen, und dies auch in jeglicher Situation zu tun versucht. Wer an Jesus denkt, sieht meistens gleich Folgendes:

den Lehrenden
den Wunderwirkenden
den Leidenden
den Auferstehenden

Keine Seele kann Jesus ganz aus eigener Kraft in der Vollkommenheit nachfolgen, dies alles muss in der innigsten Zusammenarbeit zwischen Gott und der Seele zustande gebracht werden, wie Gott es überhaupt für alle Seine Werke vorgesehen hat: Gott bedient den Schlüssel, die Menschenseele muss das Schloss bereitstellen, im Mittelpunkt ihres Wesens.

Was heiβt es denn konkret, Jesus nachzufolgen bzw. mit Ihm mitzuwirken, damit Schlüssel und Schloss zueinander passen und die Seele sich aufschlieβen lassen kann? Es heiβt:

dem lehrenden Christus nachfolgen = sich die Lehre Christi – die Lehre der vollendeten, in jeder Einzelheit des Alltags angewandten Liebe – völlig einverseelen und dementsprechend handeln, denken, sprechen, fühlen, anstreben, sein. In dieser Zeit versucht Gott, die tieferen Erkenntnisse von dieser Lehre durch Maria in den Seelen reifen und blühen zu lassen, in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens;
dem wunderwirkenden Christus nachfolgen = sich den Wundern der inneren Umgestaltung, der seelischen Heilung, aufschlieβen, welche Gott in dieser Zeit in hohem Maβe durch die Mutter Christi zu wirken versucht. Die Umgestaltung der Seele in eine wahrhaftig heilige Seele ist tatsächlich das Gröβte der Wunder. Zu dem Zweck hat Gott Maria die Vollkommenheit und die Macht geschenkt, Seelen innerlich ganz umzugestalten. Deshalb ist Sie die Herrin aller Seelen, die Domina Animarum Omnium, kraft Göttlicher Verfügung, in welcher Eigenschaft Sie die Ihr vollkommen geweihten Seelen auf den goldenen Weg zur Heiligung führt;
dem leidenden Christus nachfolgen = sämtliche Prüfungen des Lebens liebevoll und protestlos annehmen, tragen, und sie zwecks Vermehrung und Krönung ihrer Heilwirkung für die Seele und ihrer Lebenskraft innerhalb von Gottes Heilsplan an Maria weihen, die von Gott als Goldene Brücke zum Heil, zum Herzen Christi, vorgesehen worden ist;
dem auferstehenden Christus nachfolgen = so leben, dass auch die eigene Seele die Verheiβung der Auferstehung und somit auch jene der Himmelfahrt an sich verwirklichen lassen kann. Genau die Wege dorthin lehrt Gott uns durch die Herrin aller Seelen.

Heute feiern wir das Fest der Himmelfahrt Christi. Gott sehnt Sich danach, dass jede Seele nach ihrem irdischen Leben den eigentlichen Weg in den Himmel antreten kann. In gewissem Sinne bereitet die Seele ihre 'Himmelfahrt' bereits hier auf Erden dadurch vor, dass sie sämtliche Bürden und Prüfungen ihrer Reise durch dieses Tal der Tränen in vollkommener Ehe mit der wahren Liebe und mit der Anwendung der Kenntnisse und Erkenntnisse von Gottes Wahrheit so wirkungsvoll in Gottes Herzen sät, dass ihr ganzes Leben zu einer immer mehr blühenden Vergeistigung wird: Sie löst sich immer entschiedener von ihren weltlichen Anhänglichkeiten und Gewohnheiten los, damit ihr 'Flug nach oben' immer leichter wird. Alles Weltliche, jegliche Spur der Welt in der Seele, wird dem Blühen der Seele untergeordnet. Die Seele wird so, wie Gott sie ursprünglich gemeint hat: immer mehr Geist (nicht in der Bedeutung eines 'denkenden Wesens', sondern in jener eines 'von der Materie losgelösten Wesens' und 'eines Wesens, das sich möglichst weitgehend von allem Denken, Fühlen und Wünschen losgelöst hat, das am Materiellen orientiert ist'). Für dieses 'Säen in Gottes Herzen', wodurch die Seele den Gipfel ihrer Fruchtbarkeit verwirklichen kann, hat Gott den Seelen eine Erfolgsmethode geschenkt: jene der vollkommenen und beharrlich gelebten Weihe an Maria.

Durch die vollkommene, beharrlich gelebte, bedingungslose Weihe an Maria bereitet sich die Seele nach Gottes höchsten Wünschen auf eine völlige Vergeistigung und eine Wiedergeburt für das wahre, Göttliche Leben vor. Diese Wiedergeburt ist wie eine Auferstehung, die eigentlich Tag für Tag erneut wird, bis sie in der 'Himmelfahrt' der Seele ihre Vollendung für die Ewige Glückseligkeit erhalten kann, nachdem die Seele die ihr von Gott erteilte Lebensaufgabe vollkommen absolviert haben wird.

Jesus brauchte keine Wiedergeburt, Er war die lebende Vollkommenheit. Seine Himmelfahrt sollten wir somit nicht lediglich als den Endpunkt des Lebens Christi als Gott-Mensch auf Erden betrachten, sondern – und da liegt für jede(n) von uns heute die groβe Einladung und Herausforderung – als die groβe Verheiβung nach dem unaufhörlichen Kampf, dem wir hier auf Erden ausgeliefert sind. Gott wird uns zu Sich in den Himmel nehmen. Allerdings obliegt uns zunächst die heilige Pflicht, die Saat des Heils, mit welcher Er jede(n) von uns so reichlich versehen hat, dem Boden Seines Herzens anzuvertrauen, in einer lebenslänglichen Arbeit mit den Werkzeugen, die Christus für uns geheiligt hat: die Leiden, die Prüfungen, die Bürden, die wahre Liebe, die Aufgeschlossenheit für die Fülle der Wahrheit, und die richtig und bedingungslos gelebte Weihe.

Der Weg ist uns bekannt, und Jesus Selbst hat ihn durch das Herz Seiner Mutter verlegt. Die Seele, die durch jenes Herz zu Gott zu reisen bereit ist, wird nach der richtigen Berührung desselben niemals mehr dieselbe sein. Sie wird aus dem Grab ihrer weltlichen Gebundenheit und ihrer Schatten auferstehen, und Jesus auf dem Weg in den Himmel folgen.

Schleier aus Gold (maria-domina-animarum.net)
Heilwasser
Jedes ICH soll ein vollkommenes Imago Christi werden.
der Logos
Als Mystischer Leib Christi wird die Kirche verstanden, die vom heiligen Paulus mit einem Leib verglichen wird, dessen Haupt Christus ist und in den die Christen durch die Taufe im Heiligen Geist als ihn ständig erneuerndes Lebensprinzip eingegliedert werden (1 Kor 12,13 EU). Von Christus als dem Haupt her wird der ganze Leib durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten und …More
Als Mystischer Leib Christi wird die Kirche verstanden, die vom heiligen Paulus mit einem Leib verglichen wird, dessen Haupt Christus ist und in den die Christen durch die Taufe im Heiligen Geist als ihn ständig erneuerndes Lebensprinzip eingegliedert werden (1 Kor 12,13 EU). Von Christus als dem Haupt her wird der ganze Leib durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten und wächst durch Gottes Wirken (Kol 2,19 EU).

„In jenem Leibe strömt Christi Leben auf die Gläubigen über, die durch die Sakramente auf geheimnisvolle und doch wirkliche Weise mit Christus, der gelitten hat und verherrlicht ist, vereint werden. [...] Das Haupt dieses Leibes ist Christus. [...] Alle Glieder müssen ihm gleichgestaltet werden, bis Christus Gestalt gewinnt in ihnen (vgl. Gal 4,19 EU).“

AUSZUG AUS:

kathpedia.com/index.php/Mystischer_Leib_Christi