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Eugenia-Sarto
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Das Weihnachtsgeschenk eines Papstes - seine Worte über unseren Glauben.

Es sind wirklich wunderbare Worte, die uns erfüllen mit klarer Einsicht über die Wahrheit unseres katholischen Glaubens.

"

Das wahre Verhältnis der menschlichen Vernunft zum Glauben

2778 Damit nun die menschliche Vernunft nicht in einem Geschäft von so großer Bedeutung getäuscht werde und irre, muss sie die Tatsache der göttlichen Offenbarung gewissenhaft untersuchen, um zu vergewissern, dass Gott gesprochen hat, und ihm, wie der Apostel sehr weise lehrt "vernünftigen Gehorsam" zu leisten [Röm 12,1]. Wer wüsste nämlich nicht oder könnte verkennen, dass Gott, wenn er spricht, aller Glaube entgegenzubringen ist, und dass nichts mit der Vernunft selbst mehr übereinstimmt, als dem zuzustimmen und getreu anzuhängen, von dem feststeht, dass es von Gott geoffenbart wurde, der weder sich täuschen noch täuschen kann?

2779 [Gründe für die Glaubwürdigkeit der christlichen Religion] Aber wie viele, wie wunderbare, wie glänzende Beweise sind bei der Hand, durch die die menschliche Vernunft aufs klarste gänzlich überzeugt werden muss, dass die Religion Christ göttlich ist und "jede Grundlage unserer Glaubenssätze ihre Wurzel von oben, vom Herrn der Himmel empfangen hat"[2], und dass es deswegen nichts Gewisseres, nichts Sichereres, nichts Heiligeres und (nichts), was sich auf festere Grundlagen stützen könnte, gibt als unseren Glauben.

Dieser Glaube freilich, Lehrer des Lebens und Wegweiser zum Heil, alle Laster vertreibend und in Fruchtbarkeit die Tugenden gebärend und nährend, durch die Geburt, das Leben, den Tod, die Auferstehung, die Weisheit, die Wunderzeichen und Prophezeiungen seines göttlichen Urhebers und Vollenders Christus Jesus bekräftigt, vom Lichte der göttlichen Lehre überall widerstrahlend und mit den Schätzen himmlischen Reichtums beschenkt, durch die Weissagungen so vieler Propheten, den Glanz so vieler Wunder, die Standhaftigkeit so vieler Märtyrer und den Ruhm so vieler Heiliger in höchstem Maße berühmt und hervorstechend, die heilsamen Gesetze Christi vor Augen stellend und von Tag zu Tag selbst aus den grausamsten Verfolgungen noch größere Kraft schöpfend, (dieser Glaube also) hat den gesamten Erdkreis zu Wasser und zu Lande, vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang, allein mit dem Banner des Kreuzes durchdrungen, den Trug der Götzen abgetan, die Finsternis der Irrtümer vertrieben, über Feinde jeder Art triumphiert und so alle Völker, Stämme und Nationen - wie ungeheuerlich roh und wie unterschiedlich auch immer ihrem Charakter, ihren Sitten, Gesetzen und Gebräuchen nach - mit dem Licht der göttlichen Erkenntnis erleuchtet und dem höchst sanften Joch Christi selbst unterworfen, allen Frieden verkündend, Gutes verkündend [vgl. Jes 52,7]. Dies alles erstrahlt sicherlich in jeder Hinsicht in so großem Glanze göttlicher Weisheit und Macht, dass der Geist und das Denken eines jeden sehr leicht einsieht, dass der christliche Glaube ein Werk Gottes ist.

2780 [Verpflichtung zu glauben] Deshalb erkennt die menschliche Vernunft klar und deutlich aus diesen strahlendsten und ebenso äußerst sicheren Beweisen, dass Gott der Urheber dieses Glaubens ist, und kann nicht mehr weiter vordringen, sondern muss jede Schwierigkeit und jeden Zweifel verwerfen und beseitigen und so diesem Glauben vollen Gehorsam leisten; denn sie weiß sicher, dass alles, was der Glaube selbst den Menschen zu glauben und zu tun vorschreibt, von Gott selbst überliefert wurde.

(aus der Enzyklika qui pluribus, Pius IX.)
Mk 16,16
Eine ganz wichtige Enzyklika und ein ganz wichtiger Beitrag!

Danke an Papst Pius IX. Danke an Eugenia-Sarto!

Denn die Vernunft wird von Luthers Irrlehre verleugnet als "die Erzhure des Satans." Die Unvernunft jedoch ist eine Sünde.

"Vernunft ist die natürliche Fähigkeit des Menschen, die Wahrheit zu erkennen.

Ist Röm 12, 1 ein Druckfehler? Röm 1, 5 würde eher passen.
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Eugenia-Sarto
Weihnachtsansprache von Papst Pius XII. aus dem Jahre 1957. Ein Ausschnitt:

Größe des Menschen und Größe Gottes

Vor der unergründlichen Tatsache vom Kommen des göttlichen Wortes in die Welt, vor diesem Ereignis, das alle anderen in der Geschichte des Menschengeschlechtes weit überragt und darum höchste Bewunderung verdient, neigen sich nicht alle Menschen in Anbetung. Viele sind Gefangene …More
Weihnachtsansprache von Papst Pius XII. aus dem Jahre 1957. Ein Ausschnitt:

Größe des Menschen und Größe Gottes

Vor der unergründlichen Tatsache vom Kommen des göttlichen Wortes in die Welt, vor diesem Ereignis, das alle anderen in der Geschichte des Menschengeschlechtes weit überragt und darum höchste Bewunderung verdient, neigen sich nicht alle Menschen in Anbetung. Viele sind Gefangene ihrer eigenen Engstirnigkeit und unfähig, sich die Möglichkeiten der unendlichen Größe auszudenken. Andere können angesichts der Entwicklung der modernen Wissenschaft, die Kenntnis und Macht des Menschen bis in den Raum der Sterne ausgedehnt hat, und geblendet vom Zauber der eigenen Leistungen nur noch die "Großtaten des Menschen" bewundern und verschließen vor den Großtaten Gottes freiwillig die Augen. Sie wissen nicht oder haben vergessen, dass Gott selbst über allen Himmelshöhen und sein Thron auf den Spitzen der Sternenwelt steht (vgl. Job 22, 12). Sie erfassen nicht mehr die Wahrheit und den Sinn des Lobgesangs der Engel über der Grotte, wo die höchste göttliche Größe sich offenbarte: "Gloria in excelsis deo". Sie sind vielmehr versucht, ihn zu ersetzen durch ein "Ehre dem Menschen auf Erden", dem Menschen, der so Großes plant und verwirklicht, dem "homo faber", wie er von einigen Philosophen genannt wird, da dies sein Wesen sei, wie es sich in seinen Werken geoffenbart habe, die jedoch jedes menschliche Maß zu überschreiten scheinen. Es ist Zeit, die Selbstbewunderung des modernen Menschen auf die rechten Maße zurückzuführen. Die Bewunderer des "homo faber" sollten mit weiser Mäßigung das Gefühl der Trunkenheit, das die neuesten Errungenschaften der Technik hervorgerufen haben, zurückdämmen und überzeugt sein, dass ein ergriffenes und anbetendes Innehalten vor der Krippe des menschgewordenen Gottessohnes sie nicht in ihrem Lauf auf den Wegen des Fortschrittes verlangsamen, sondern mit der Fülle des "homo sapiens" krönen würde.
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Melchiades
Was für eine Weisheit tritt uns hier entgegen und welche Dummheit und Selbstverliebtheit müssen wir, leider, heute ertragen !
Eine Kultur des Todes, der Unglaubens,der Gott Vergessenheit, der Götzenanbetung usw.,und die sich dennoch zum Retter der Welt aufspielt.
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