Sind Ärzte die neuen "Huren" des Zeitgeistes?

Bis in die jüngste Vergangenheit hatten Ärzte im Grunde einen recht guten Ruf. Sie wurden sowohl als kompetent als auch als selbstlos wahrgenommen. Wie der Priester und der Lehrer des Dorfes wurde auch der „Doktor“ als moralische Instanz angesehen, als eine Art "Geländer", auf das man sich verlassen konnte, wenn alles schief ging. Innerhalb von nur zwei Generationen (seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs) hat sich die öffentliche Wahrnehmung von Ärzten radikal verändert. Heute werden sie im Allgemeinen - leider zu Recht - als eine Art "Handlanger des Systems" angesehen, die immer bereit sind, vor dem Altar der Diktatur des Augenblicks zu kriechen. Ja, in den letzten Jahrzehnten haben die Ärzte nur zwischen Profitgier auf der einen Seite und feiger Anpassung auf der anderen Seite geschwankt und systematisch den Zug der Geschichte verpasst. Kurz gesagt, sie haben sich nur dem Diktat des Moments gebeugt.
Ich schlage vor, anhand von vier einfachen Beispielen zu versuchen, die guten Seelen, die sich noch in Illusionen wiegen, zu überzeugen...

1) In den 1930er Jahren kuschte die Mehrheit der Ärzte in Deutschland eifrig vor Hitlers abscheulichen Thesen und unterstützte die Nazipartei. Erst nach der Kapitulation des Dritten Reichs gab die deutsche Ärztekammer vor, die eugenischen Thesen zu verurteilen, die sie zuvor jedoch kontinuierlich unterstützt hatte.

2) In den 1970er Jahren, insbesondere in Frankreich, haben sich die Ärzte praktisch sofort vor den freimaurerisch-feministischen Lobbys gebeugt, indem sie (entgegen der biologischen Evidenz) die Legalisierung des Mordes an ungeborenen Kindern (Abtreibung) billigten. Zwar gab es einige berühmte Ausnahmen (die die Regel bestätigen), wie z. B. in Frankreich der große Professor Jérôme Le Jeune, der Vater der modernen Genetik (aufgrund seines Engagements gegen Abtreibung, bekam er übrigens nie den Nobelpreis…).

3) 2018 berichtete der Deutschlandfunk (ich hatte die Sendung live gehört), dass 70 % der deutschen Chirurgen - und diese Zahl ist in anderen westlichen Ländern höchstwahrscheinlich ähnlich - sich nicht operieren lassen würden, wenn sie an der Stelle ihrer Patienten wären. Im Klartext bedeutet dies, dass Chirurgen in 70% der Fälle nur operieren, um....Geld zu verdienen (Eh oui).

4) Seit 2021 und bis heute kuschen sie vor den Richtlinien der Hygienediktatur (gegen den Beweis der Zahlen und des gesunden Menschenverstandes). Auch hier wird neben ihrer Feigheit und ihrer Unfähigkeit, gegen den Druck der herrschenden Mediengruppe anzukämpfen, die Profitgier eine übergeordnete Rolle spielen. Es sei daran erinnert, dass einige von ihnen mit Impfungen "am Fließband" ein wahres Vermögen verdient haben (und dies auch heute noch tun). Dasselbe gilt für Apotheker, die sich mit kostenpflichtigen Covid-Tests die Taschen vollgestopft haben...

Zwar könnte man sagen: "Ja, aber die Ärzte sind nicht die einzigen, die vor der Diktatur kriechen". Gewiss, sie sind nicht die Einzigen. Auch die große Mehrheit der Journalisten, Politiker und anderen "Philosophen" des Establishments benehmen sich so. Gleichwohl sind Ärzte die einzigen, die über das Wissen verfügen, das sie in die Lage hätte versetzen müssen, die Diktatur der Hygiene, die die Menschheit vor unseren Augen zermalmt, anzuprangern, was sie aber nicht tun. Aus diesem Grund dürfen wir von ihnen etwas mehr erwarten als ihre erbärmliche, willfährige Gefolgschaft, die mit Unterwürfigkeit gegenüber dem Geld bestäubt ist. Und deshalb ist es unsere Pflicht, ihnen offen unsere Verachtung und unseren Zorn zu zeigen.

Gerade aus Respekt vor den großen Therapeuten der Geschichte, die manchmal sogar ihr Leben gaben, um ihre Patienten zu retten, müssen wir diese niederträchtige "partizipative" Unterwerfung der heutigen Ärzte kategorisch verurteilen. Dies nicht zu tun, wäre ein Fehler, denn nur der Mut zur Wahrheit kann (vielleicht) eines Tages die Eiterbeule aufreißen, was eine "sine qua non"-Bedingung für jede Erneuerung ist.

Jean-Pierre Aussant
Cavendish
Glücklicherweise gibt es immer verantwortungsbewusste, durch langjährige Erfahrung selbstbewusst gewordene Ärzte, die ihrer eigenen Aus- und vor allem der durch die Pharmaindustrie gesponserten Fortbildung kritisch gegenüberstehen. Um ihre Approbation nicht zu verlieren, äußern sie sich verständlicherweise nicht öffentlich.
jean pierre aussant
Es gibt selbstverständlich Ausnahmen. Aber die mehrheit...
jean pierre aussant
Was kann man seriös erwarten von einer Medizin, die die Abtreibung nicht verurteilt?
Erich Foltyn
heute sind alle Menschen gehirngewaschen von der öffentlichen Meinung, so blöd kann sie gar nicht sein, daß nicht alle mitmachen. Das wird aber dazu führen, daß Patienten die medizinische Behandlung verweigern
Solimões
These 3 und der letzte Absatz scheinen mir schon etwas sektiererisch.