Maskenball oder WER bin ich?
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Masken

Jetzt haben wir sie wieder erlebt, die Zeit der Narren, der Hexen und Teufel, die Zeit der Geister, der Kobolde und Clowns. Die Aktiven der Fasnacht,…
Waagerl
Ein Text von Christa Weiß lautet:

Seit Jahren schon laufe ich mit einer Maske umher.

Sie ist mein zweites Gesicht geworden.

Ich habe gelernt, wie man es macht, seine Schwächen zu verdecken und die Gefühle zu verbergen.

Ich lächle verbindlich, aber mein Lächeln ist nicht echt.

Ich lege Sicherheit an den Tag, aber in Wirklichkeit

spiele ich Theater.

Ich tu so, als fiele mir alles in den Scho…
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Ein Text von Christa Weiß lautet:

Seit Jahren schon laufe ich mit einer Maske umher.

Sie ist mein zweites Gesicht geworden.

Ich habe gelernt, wie man es macht, seine Schwächen zu verdecken und die Gefühle zu verbergen.

Ich lächle verbindlich, aber mein Lächeln ist nicht echt.

Ich lege Sicherheit an den Tag, aber in Wirklichkeit

spiele ich Theater.

Ich tu so, als fiele mir alles in den Schoß, als irrte ich niemals,

als hätte ich weder Sehnsucht noch Heimweh.

Warum bin ich nicht so, wie ich wirklich bin?

Wenn ich allein und für mich bin, fällt mir die Maske vom Gesicht.

Wenn dann einer käme und sagte: Du, ich mag dich trotzdem.

Ich will dich so wie du bist, ich brauche dich…

Für Gott sind alle Masken durchsichtig.


Der hl. Franziskus sagt:

„Was der Mensch vor Gott ist, das ist er und nicht mehr.“

Im Psalm 139 betet der Psalmist:

„Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich,

ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.

Von fern erkennst du meine Gedanken.

Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt,

du bist vertraut mit all meinen Wegen.“

Dietrich Bonhoeffer gibt auf die quälende und oft gestellte Frage „Wer bin ich?“ schlussendlich die befreiende Antwort:

„Wer ich auch bin, du kennst mich. Dein bin ich, o Gott.“


Zitate

Eine Maske erzählt mehr als ein Gesicht. (Oscar Wilde)

Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter seiner Maske ganz er selbst ist. (Edgar Allan Poe)

Wer nicht weiß, dass er eine Maske trägt, trägt sie am vollkommensten. (Theodor Fontane)

Mit der Zeit wird die Maske zum Gesicht. (unbekannt)

Die Maske eines Menschen kann so schön sein, das ich Angst vor seinem Gesicht habe. (Alfred de Musset)

Geliebt werde ich dort, wo ich ohne Maske herumlaufen kann. (unbekannt).

Wer sein wahres Gesicht hinter gerade passenden Masken versteckt, verliert es mit der Zeit aus den Augen. (E. Ferstl)

Wenn Eltern ständig verschiedene Masken tragen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn ihre Kinder sie für Narren halten (E. Ferstl)

Manche Narren setzen zu Fasching ihre Masken ab. (Stefan Schütz)

Nach Fasching ist dann wieder Maskenzwang. (Manfred Heinrich)


BESINNUNGSFRAGEN

Welche Maske oder Masken trage ich?

Was verberge ich wem gegenüber?

Welche Masken sind mir zur Gewohnheit geworden?

Wovor schützen meine Masken mich?
Waagerl
Jetzt haben wir sie wieder erlebt, die Zeit der Narren, der Hexen und Teufel, die Zeit der Geister, der Kobolde und Clowns.
Waagerl
Kobolde würde ich gern, mit Kabale ersetzen!