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DIE SELIGE LAURA VICUÑA (22.1.)

Bild: pd / Quelle: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

LAURA OPFERT SICH FÜR IHRE MAMA, DIE IN SCHWERER SÜNDE LEBT

Laura Vicuña, geboren am 5. April 1891 in Santiago de Chile, war die Tochter einer der angesehensten Familien von Chile. Sie war verwandt mit dem ersten Erzbischof von Santiago, Emanuel Vicuña. Während des Bürgerkriegs mussten die Eltern mit Laura in die Hochebene der Anden fliehen. 1893 starb unerwartet der Vater. Kurz danach kam die Schwester Lauras, Julia Amanda, zur Welt. Mit ihren beiden Töchtern ging die Mutter Mercedes nach Argentinien und fand beim Bauern Manuel Mora, einem Mann mit ungutem Charakter, Aufnahme. Sie dachte an eine Hochzeit, aber davon wollte Manuel Mora, der schon zuvor mit einer Frau in Sünde zusammengelebt hatte, nichts wissen. So lebte Mercedes nun mit ihm in wilder Ehe zusammen. Ihre beiden Töchter vertraute sie im Januar 1900 den Don-Bosco-Schwestern an, die in Junin de los Andes eine Niederlassung hatten. Als der Lebensgefährte der Mutter auch Laura verführen wollte, blieb sie stark, wurde aber von ihm geschlagen und misshandelt.

Am 2. Juni 1901 empfing sie die erste heilige Kommunion. Bei dieser Gelegenheit fasste sie drei besondere Vorsätze:
1. Mein Gott, ich will Dich lieben und Dir dienen mein ganzes Leben lang. Deshalb schenke ich Dir meine Seele, mein Herz, mich selber ganz.
2. Ich will lieber sterben, als Dich durch eine Sünde zu beleidigen. Deshalb will ich mich von allen Dingen fernhalten, die mich von Dir trennen könnten.
3. Ich nehme mir vor, zu tun, was ich weiß und kann, damit Du erkannt und geliebt werdest und ich jene Beleidigungen sühne, die Dir jeden Tag von den Menschen, besonders von meinen Angehörigen, angetan werden."
Am 29. März 1902 wurde sie gefirmt. Noch am selben Tag bat Laura bei den Don-Bosco-Schwestern um Aufnahme ins Noviziat, doch sie war noch zu jung dafür. Nachdem Laura erkannt hatte, dass ihre Mutter in schwerer Sünde lebt, betete sie fest um die Bekehrung ihrer Mutter. Am 13. April 1902 hörte Laura bei der Hl. Messe das Evangelium vom Guten Hirten und dazu die Predigt des Priesters. Laura musste über die Worte des Heilandes nachdenken: „Ich bin der Gute Hirt. Der Gute Hirt gibt Sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn Er den Wolf kommen sieht.” (Joh 10,11.12) Beim Wort „Wolf” musste Laura an Manuel Mora denken. Und war ihre Mutter nicht das verlorene Schaf, das der Wolf zu zerreißen suchte? Laura, die schon so viel für die Rückkehr ihrer Mutter zu Gott gebetet und geopfert hatte, überlegte, ob sie nicht mehr tun sollte. Laura entschloss sich nun, Gott ihr Leben für die Bekehrung der Mutter anzubieten. Wenige Monate darauf erkrankte sie an Lungentuberkulose. Es folgte eine schwere Leidenszeit für das tapfere Mädchen. Einen Tag vor ihrem Tod sprach sie die ergreifenden Worte: „Was mir jetzt die größte Zuversicht gibt, ist, dass ich Maria immer verehrt habe. Sie ist meine Mutter. Nichts macht mich so glücklich wie der Gedanke, ihr Kind zu sein.” An ihrem Todestag sagte sie zu ihrer Mutter: „Mama, ich sterbe! Ich habe es schon lange von Jesus erbeten und ihm mein Leben für dich angeboten, um deine Rückkehr zu Gott zu erlangen. Mama, werde ich vor meinem Tod noch die Freude haben und erleben dürfen, dass du bereust?" Die Mutter versprach es. Und Laura murmelte: „Danke, Jesus! Danke, Maria! Ich sterbe zufrieden.” Mit diesen Worte starb am 22. Januar 1904 die knapp 13-jährige Laura in Junin de los Andes in Argentinien. Am Tag von Lauras Begräbnis ging ihre Mutter zum Beichten und begann ein neues Leben.

Laura Vicuña wurde am 3. September 1988 von Papst Johannes Paul II. in Becchi bei Turin, dem Geburtsort des hl. Don Bosco, seliggesprochen.

Die sterblichen Überreste der sel. Laura befinden sich in der Kapelle der Don-Bosco-Schwestern in Bahia Bianca in Argentinien.

Jetzt aber noch zum Wunder, das der Seligsprechung Lauras diente:

Die chilenische Ordensschwester Ofelia del Carmen Lobos Arellano, geboren im Jahr 1932, hatte von Geburt an ein Lungenleiden. Sie konnte nie richtig atmen. Als Kind kam sie in ein Internat der Don-Bosco-Schwestern. Schließlich wurde sie selbst eine Don-Bosco-Schwester. Im Jahr 1955, sie war jetzt 23 Jahre alt, wurde ihr wegen ihres schlimmen Gesundheitszustandes ein Lungenflügel fast zur Hälfte wegoperiert. Bei einer weiteren Operation entfernte man beim anderen Lungenflügel eine Spitze. Es wurde Lungen-Tuberkulose festgestellt. Schwester Ofelia konnte nur noch mit einem Sauerstoffgerät leben. Im Mai 1958 schließlich lag sie im Sterben.

In der Nacht vom 23. zum 24. Mai 1958 (24. Mai: Maria, Hilfe der Christen!) sah sie plötzlich die vor 54 Jahren verstorbene Laura Vicuña vor sich. Laura sagte zu ihr: „Schwester Ofelia, du willst doch immer gesund werden. Warum bittest du nicht um ein Wunder, damit du das Apostolat ausüben kannst, das mir nicht möglich war?” Das ließ sich Schwester Ofelia nicht zweimal sagen, das wollte sie sofort tun. Und was geschah? Im selben Augenblick spürte sie, wie sich der verhärtete Lungenflügel entspannte und langsam dehnte. Die Schmerzen waren verschwunden. Sie stellte den Sauerstoffapparat ab und erlebte zum ersten Mal im Leben, was es heißt, richtig atmen zu können! Dann schlief sie ein. In der Früh stand sie auf und ging zu den anderen Schwestern. Man kann sich vorstellen, wie überrascht diese waren! Schwester Ofelia konnte nun wieder am Gemeinschaftsleben der Schwestern teilnehmen und ihre Aufgabe als Lehrerin voll erfüllen. Fünf Fachärzte stellten unabhängig voneinander fest, dass es für die plötzliche Heilung keine natürlich Erklärung gibt.
Bleibt noch hinzuzufügen, dass Sr. Ofelia noch jahrzehntelang missionarisch wirken und sich besonders der Jugend widmen konnte. Sie starb am 3. Januar 2017.
Diese Heilung wurde von der Kirche als Wunder anerkannt, und Laura konnte seliggesprochen werden.

Wenn ein weiteres Wunder geschieht, könnte Laura heiliggesprochen werden.
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gennen
Selige Laura beschütze unsere Kinder, hilf ihnen auf den rechten Weg zu bleiben. Selige Laura beschütze vor allem die Mädchen vor den Angriff der ausländischen Männern .
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Susi 47
heute ist auch die hl agnes
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