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M.RAPHAEL
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Das „unschuldige“ Genie und sein modernes Hinterteil

Kurzfristig werde ich noch einmal über die Reinheit schreiben. Die aktiven Homosexuellen müssen wissen, warum sie sich selbst verdammen, besonders wenn sie die Kirche übernehmen wollen, um sie als universelle Werteinstitution in ihrem Sinne umzudrehen. Das gilt besonders auch für die armen Hunde, die von ihrer streng katholischen Mutter gesagt bekommen, „wenn du mir sagst, dass du homosexuell bist, bin ich in unserer Gemeinde vernichtet. Dann bringe ich mich um.“ Darauf zu antworten verlangt Einsatz. Die Liebe muss sich erklären.

Heute möchte ich dafür etwas Vorarbeit leisten. Warum glauben so viele Modernisten, einschließlich der Homosexuellen, dass sie machen können, was sie wollen, dass sie nicht in die Hölle gehen, selbst wenn sie die Kirche und ihre kindliche Unschuld zerstören?

Seit Martin Luther die Trennung zwischen Seele und Leib dadurch vollzogen hat, dass er die menschliche Natur als vollständig korrupt dargestellt hat, dass der Mensch gar nicht anders kann, als zu sündigen, und deshalb nur durch die Gnade und den eigenen Glauben an die Erlösung Heil finden kann, seitdem folgt der neuzeitliche Mensch diesem protestantischen Weltgeist. Er beinhaltet, dass der Mensch quasi eine innere, von der Außenwelt abgeschlossene Reinheit der Gutmenschlichkeit hat. Das bedeutet, im Irdischen kann der Mensch machen, was er will, in seinem Inneren fühlt er sich immer unschuldig und gerechtfertigt. Dort ist er, egal was er mit seinem Körper tut, ein guter Mensch.

Überall in der Moderne bestimmt dieses Denken das Handeln. Für dieses müssen Künstler regelrecht Schweine sein, um überhaupt ihre Kunst machen zu können. Im Buch, Genie und Arschloch, Licht- und Schattenseiten berühmter Persönlichkeiten, Manfred Chobot (Hg.), Wien, Graz, Klagenfurt, 2009, werden sehr viele Künstler aufgeführt, u.a. Kandinsky, Picasso, Karl Valentin, Brahms, Hemingway, Wagner, die alle durchaus keine lieben und netten Menschen für ihr Umfeld waren. Heute ist es Hollywood, in der ein Lotterleben herrscht, dass sich die Filmrollen biegen. Weinstein ist da fast schon ein armes Opfer. Ihn haben die feministischen Abtreiberinnen erwischt. Ein Teufel schlägt eben den anderen. Der französische Philosoph Michel Foucault hat seine Philosophie regelrecht auf der Frage aufgebaut, ob er nach den perversesten sexuellen Akten am nächsten Tag noch derselbe sein würde? Und alle bewundern ihn dafür. Was ist mit Justine oder Juliette von de Sade? Als berühmter Künstler ist der Marquis natürlich „unschuldig“. Wer rum hurt, ist für die Moderne unschuldig. Ein solcher ist ein Gott, ein Herr über die Moral. Die Selbstvergötzer lieben ihn dafür. Damit wird die katholische Kirche der „Sklavenmoral“ zum Feind. Ihre Unschuldigen sind die bösen Teufel.

Jeder aber weiß, dass Ehefrauen, die Sex mit einem anderen Partner gehabt haben, sofort nach dem Akt ihren Ehemann nie mehr mit denselben Augen sehen werden. Im besten Fall ist ihre Liebe jetzt noch Mitleid einer Göttin, die dem vernichteten Mann einen Hundeknochen zuwirft. Wer hier mehr Informationen möchte, sollte sich mit dem Phänomen „Hahnrei“ beschäftigen. Da wird einem schlecht.

Im Prinzip ist die protestantische Trennung von Geist und Materie ein Rückfall in die Gnosis. Der böse Gott ist der Demiurg, der die Welt erschaffen hat. Damit ist die Materie grundsätzlich schlecht. Der Mensch ist dagegen eine unschuldige Seele, die in der dreckigen Materie gefangen ist. Erlösung gibt es nicht durch richtiges Verhalten mit und in der Materie (sie und alle Taten in ihr sind ja Produkte des Bösen), sondern allein durch Rückbindung der Lichtseele an den Lichtgott Jesus. Im Irdischen kann die Lichtseele tun und lassen, was sie will. Es ist besser, wenn sie durch selbsterlösende Meditation mit Anselm Grün zu sich kommt, aber das muss sie nicht, wenn der Sex mehr Spaß macht. Für die Erlösung ändert das nichts.

Eine solche Seele ist immer unschuldig, egal was sie tut. Sie kann als Homopriester die Kirche zerstören. Sie fühlt sich vollkommen gerechtfertigt und unschuldig. Sie kann Ehebruch begehen. Sie kann so oft heiraten, wie sie will, auch das gleiche Geschlecht. Sie kann mit einem einzigen Willensakt ihr Geschlecht ändern (Trans). Sie kann abtreiben. Sie ist immer schuldlos. Hauptsache sie ist irgendwie lieb, nachdenklich und mitmenschlich. Im Prinzip ist sie ihr eigener Gott, ihr eigener Herr über die Moral.

Wahr ist das nicht. Ich habe auf die untreue Ehefrau hingewiesen. Jede irdische Handlung hat entscheidende Konsequenzen für unsere Geistseele. Die Geistseele, die Psyche und der Leib sind eine untrennbare Einheit. Eine falsch gesetzte Note in einer Symphonie und sie ist tot. So kann eine falsche Handlung auf der Erde die Seele in die Finsternis führen. Unser Leib im Irdischen ist eine Gabe Gottes, damit wir Ihm Seine Liebe zurückschenken dürfen. Unser Leib ist das Mittel unserer transzendentalen Hochzeit. Die Nägel am Kreuz kommen nicht von ungefähr. Sie zeigen uns, dass der Leib (unsere Seeleneinheit) durch das Materielle vollständig durchdrungen wird. Wir können uns von dem Irdischen nicht isolieren. Der kleinste Splitter kann unsere Seele vernichten. So wie die Freude reicht auch der Schmerz in die Transzendenz. Das ist katholisch.

Wer glaubt, den Körper nach dem Tod verbrennen zu dürfen, Kommuniongemeinschaft mit Protestanten zu haben, Wahrheit in anderen Religionen erkennen zu können oder die kirchliche Gemeinschaft als immanentes Sozialkollektiv verstehen zu müssen, ist nicht mehr katholisch. Er kann die Wahrheit der Transsubstantiation nicht mehr erkennen. Im eigenen Unschuldswahn, in dem nichts Irdisches mehr wirklich wichtig ist, wird er demnächst auch Spaß an Filmen von Pier Paolo Pasolini finden. Es ist eh alles wurscht. Allein der Wille zur eigenen Unschuld zählt.

Heute ist das Auto von AfD-Chef Chrupalla ausgebrannt. Es war wohl Brandstiftung. Die Antifa wird sich völlig gerechtfertigt fühlen. Da hat keiner ein schlechtes Gewissen. Also knattern die Maschinenpistolen und der böse Gott lacht. Aber alle kommen in den Himmel. NICHT!
Pius Siricius
Praktizierte Homosexualität ist nach kirchlicher Lehre (was die Konzils Vereinigung lehrt, weiss ich nicht) schwere Sünde. Ebenso wie Ehebruch, Vielweiberei und sexuelle Entartungen.
Ratzi
Die Afterkirche ist da! Ring of Fire ["Ring aus Feuer"]