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Weihbischof Andreas Laun lässt sich nicht wegschubsen. Am Freitag, dem 25. Juli, zogen hunderte Lebensschützer mit weißen Kreuzen durch Salzburg. Beobachten schätzten mehr als 500 Teilnehmer. …More
Weihbischof Andreas Laun lässt sich nicht wegschubsen.

Am Freitag, dem 25. Juli, zogen hunderte Lebensschützer mit weißen Kreuzen durch Salzburg. Beobachten schätzten mehr als 500 Teilnehmer. Während des sogenannten 1000-Kreuze Marsches beteten und sangen die Gläubigen, um für die Abtreibung zu sühnen.

Die Lebensschützer zogen vom Domplatz weg durch die Innenstadt und schließlich zum Salzburger Landeskrankenhaus. Als kirchlicher Vertreter marschierte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder.

Das Landeskrankenhaus war ein erstes Ziel. Hier knieten die Lebensschützer nieder und beteten. Der Wiener Abtreiber Christian Fiala reist jeden Samstag eigens hierhin, um wöchentlich 15 Kinder durch Abtreibung umzubringen. Nach dem Gebet an der Tötungsstätte zogen die Lebensrechtler weiter über die Salzach zur Staatsbrücke. Dort warfen sie im Gedenken an die getöteten Kinder 50 weiße und 50 rote Rosen in den Fluß. Dazu sprachen sie 50 Mädchen- und 50 Jungennamen ins Mikrofon.

Einzelne Vertreter der Kultur des Todes demonstrierten gegen den Gebetsmarsch. Passend schwarz gekleidet riefen sie in die Menge „Abtreibung ist Frauenrecht“. Sie überklebten die Plakate der Lebensschützer mit kirchenfeindlicher Propaganda. Die Plakate der Gegendemonstranten zeigten eine Karikatur von Weihbischof Laun, der von einem Pandabären angegriffen wird. Das Plakat trug den Titel: "AbtreibungsgegnerInnen wegschubsen!" Das anonyme Plakat war nicht mit dem in Österreich rechtlich notwendigen Impressum versehen.

Ferner spannten die Vertreter der Kultur des Todes auf dem Weg der Beter ein Transparent mit der Aufschrift „Hölle der Vernunft“ auf. Sie zwangen die Beter, unter dem handgeschmierten Plakat durchzulaufen. Bei einem späteren, zweiten Versuch, die Gläubigen unter ihr Banner zu zwingen, blieb der Gebetszug stehen. Erst als Polizisten anmarschierten, rückte die linken Milizionäre ab.

Die Gegendemonstranten verwendeten auch das Plakat: „Hätte Maria abgetrieben wärt ihr uns erspart geblieben". Die Gläubigen blieben trotz permanenter und agressiver Beschimpfungen ruhig.

Mehrmals während des Zuges warfen die Gegendemonstranten mit aufgeblasenen Kondomen nach den Betern.

Die gläubigen Demonstranten erduldeten die Angriffe schweigend. Sie zogen zum Domplatz zurück und beendeten dort ihre Kundgebung. Im Anschluß an den Marsch besuchten viele Gläubige die Messe in der Innenstadtkirche der Franziskaner. Der Prediger widmete seine Homilie der prophetischen Enzyklika Humanae Vitae. Dabei erinnerte er an die – Zitat – „großen Turbulenzen der 60er Jahre“. Der nächste 1000 Kreuze Marsch ist am 4. Oktober in München.
elisabethvonthüringen
Ha...das "Neue" GTV ist echt cool...was man da alles ausgräbt...WOW... 👏 😇 🤗
Klaus
@Jakobus:

Ja - dem schließe ich mich an: Gott segne Wb Laun!!! und mit ihm die mutigen Mitstreiter ...
Iacobus
Gott schütze und segne Weihbischof Laun!
Gunther Maria Michel
Sehr gute Aktion, und sehr guter Bericht.
Hase
@cantate

Wenn die Gläubigen beten, so hat es eine größere Wirkung, weil sich die Gegner besser angesprochen fühlen, und nicht ernst genommen fühlen!!!
cantate
@Salutator

Dann legen Sie es mal richtig aus!
Salutator
Gott wirkt durch die Menschen. Daher dürfen wir uns nicht verstecken, sondern müssen seinen Auftrag annehmen und ausführen.

@cantate: Das Bibelzitat ist absolut falsch ausgelegt.

Das ekelige Verhalten der Demonstranten für eine Kultur des Todes muss auch gezeigt werden, um uns deren teuflische Gewalt und totale Verirrung klar zu machen. Sie bedürfen der Heilung und unseres Gebetes.
cantate
@jabulon

Wenn man Fronleichnam als "Beten zur Schau stellen" versteht, dann liegt man m.E. ziemlich daneben. Fronleichnam ist Anbetung, und wenn man Anbetung verzweckt, dann fehlt das eben an der Anbetung. Ebenso bei der Sühne für andere. Wenn ich mich vor denjenigen stelle und sage: "Ich sühne deine Schuld, du Sünder." dann bekommt die Sühne doch einen sehr eigenartigen Beigeschmack ...

Noch…More
@jabulon

Wenn man Fronleichnam als "Beten zur Schau stellen" versteht, dann liegt man m.E. ziemlich daneben. Fronleichnam ist Anbetung, und wenn man Anbetung verzweckt, dann fehlt das eben an der Anbetung. Ebenso bei der Sühne für andere. Wenn ich mich vor denjenigen stelle und sage: "Ich sühne deine Schuld, du Sünder." dann bekommt die Sühne doch einen sehr eigenartigen Beigeschmack ...

Noch mal: Wenn man den Lebensschutz zu einer katholischen Veranstaltung macht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Gegner sagen: "O.K., wenn ihr nicht abtreiben wollt, dann lasst es bleiben. Aber lasst uns Nicht-Katholiken bitte in Ruhe!"

Lebensschutz hat Argumente, die gesamt-gesellschaftlich formuliert und akzeptiert werden können, unabhängig von der Religion. Wer diesen schwierigeren Weg nicht gehen will, kann sich nach so einer Sühne-Prozession vielleicht mit vorläufig beruhigtem Gewissen schlafen legen, muss sich aber vielleicht doch fragen, ob das der Weg ist, der wirklich ungeborenes Leben rettet.
jabulon
@cantate

schon mal von Fronleichnam gehört????
cantate
Ich finde ja Demonstrationen für das Lebensrecht aller sehr, sehr wichtig!

Ich kann aber nicht nachvollziehen, warum bei diesem Marsch öffentlich gebetet wird und das auch noch als Sühne für die Abtreiber deklariert wird. Natürlich ist beten in dieser Sache gut, und es gibt ja auch Klöster, wo sich die Nonnen und Mönche ganz der Sühne verschrieben haben, aber dort in aller Abgeschiedenheit.

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Ich finde ja Demonstrationen für das Lebensrecht aller sehr, sehr wichtig!

Ich kann aber nicht nachvollziehen, warum bei diesem Marsch öffentlich gebetet wird und das auch noch als Sühne für die Abtreiber deklariert wird. Natürlich ist beten in dieser Sache gut, und es gibt ja auch Klöster, wo sich die Nonnen und Mönche ganz der Sühne verschrieben haben, aber dort in aller Abgeschiedenheit.

Jesus selbst sagt in der Bergpredigt, wir sollen unser Beten nicht zur Schau stellen, und wenn dann auch noch öffentlich Sühne für die "Gegner" geleistet wird, dann kommt das doch total selbstgerecht und überheblich rüber.

Gute Aktion, mit den Rosen und so. Aber wie gesagt, wenn man den Lebensschutz als rein religiöse Bewegung darstellt, sagen die anderen doch - zu Recht - "wenn euer Anliegen religiös ist, dann ist es nichts für den ganzen Staat."
catharina
Vermutlich wurde diese wichtige Veranstaltung in den gewöhnlichen Medien kaum erwähnt.
Hervorragend, Weihbischof Laun und Pfarrer Atzert!
Gottfried
Kolossal