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Der Hl. Philipp Neri spricht von der Notwendigkeit des inneren Gebetes

Um die Notwendigkeit des Gebets für jede Seele zu verdeutlichen, tat der
heilige Philipp häufig den Ausspruch: „Ein Mensch ohne Gebet ist wie ein
vemunftloses Tier.“
P. Agostino Manni, der die Gabe des Gebets in hohem
Grad besaß, pflegte, eingedenk des großen Nutzens des Gebets für die Seele, zu sagen: „Denkt an Gott und betet zu ihm, und alles ist getan!“ Zur Erklärung dieser Worte fügte er hinzu: „Während wir beten, bessern wir unser Leben, bringen unser Verhalten in Ordnung und waschen alle Unreinheit ab; denn das Gebet wird nicht zulassen, dass irgendein Fleck an unserer Seele haften bleibt.“ So sprach der treue Schüler P. Manni und sein heiliger Lehrmeister wiederholte immer wieder: „Es gibt nichts Furchtbareres für den Teufel als das Gebet und nichts, dem er so viele Hindernisse in den Weg legt.“

Wir können nie vollständig all die Wohltaten schildern, welche die Seele und
sogar der Leib aus dem andächtigen Gebet schöpfen. Das Gebet ist das Mittel, wodurch wir die Gnade Gottes erlangen.Der Heilige pflegte zu sagen: „Wenn ich Zeit habe, zu Gott zu beten, so hoffe ich, jede Gunst zu erhalten, um die ich bitte“. Ehe er an ein Geschäft ging, so unbedeutend es auch sein mochte, betete Philipp und ließ andere beten, viele oder bloß wenige, je nach der Bedeutsamkeit des Geschäfts, das ihm bevorstand.

Er unternahm nie etwas ohne Gebet und als ihm die Seelsorge an der
Kirche von San Giovanni dei Fiorentini übertragen wurde, sagte er, er müsse
zuerst beten. Durch dieses Beispiel lädt er uns ein, allem ein Gebet vorangehen zu lassen. Unter den Schülern des Heiligen beobachtete P. Giovanni Giovenale Ancina diese Vorschrift besonders genau. Er pflegte nie ein Geschäft zu unternehmen, ohne zuerst Gott im Gebet um Rat zu fragen und sagte: „Lasst uns nun ein wenig beten und dann unseren Entschluss fassen!“

Um uns zu dieser heiligen Übung zu ermuntern, mag es auch gut sein, von
einer wunderbaren äußeren Wirkung zu erfahren, die der heilige Philipp an
einigen Mönchen der Kartause von Rom wahrnahm. Wenn sie vom Gebet
kamen, glänzten ihre Gesichter von heiligem Feuer. Wer aber kann die
inneren Wirkungen schildern, womit das Gebet die Seelen beglückt?
P. Pompeo Pateri erzählte, was er selbst aus dem Mund des heiligen Philipp
gehört hatte: „Wenn er uns zum Gebet und zur Demut ermahnte, sagte er,
die Seele könne eine solche Stufe der Andacht erreichen, dass sie ausrufen müsse: ‚Nicht mehr, o Herr, nicht mehr!”
Niemand kann also in die Schule des heiligen Philipp gehen, wenn er nicht das Gebet zum Mittelpunkt seines Lebens macht. Um nichts bemühte sich der Heilige mehr als um das Gebet; das galt sowohl für ihn selbst als auch für die ihm Anvertrauten.
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