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Amazonas-Bischof: Evangelikale Pfingstler übernehmen den Amazonas - bis zu 80%

Das Arbeitsdokument „Instrumentum Laboris“ der Amazonas-Synode ist weit von der Realität entfernt. Das sagte der emeritierte Bischof José Luis Azcona von Marajó am Amazonas, Brasilien, vor „ACI Digital“ (20. August).

Azcona findet, dass das Dokument nostalgisch von einer Amazonas-Region redet, die nicht mehr existiert. In manchen Gebieten erreiche die Anteil der Pfingstler 80 Prozent: „Die Amazonasregion ist nicht mehr katholisch.“

Weiters erklärt Azcona, dass das Arbeitsdokument die am Amazonas weit verbreitete Realität des Kindesmissbrauchs durch Verwandte ignoriert. Es gebe allein in Pará jedes Jahr 25.000 Anzeigen wegen pädophiler Verbrechen. Nach Angaben der Experten kommen auf jeden gemeldeten Fall vier weitere.

Ferner kritisiert der Bischof, dass das Arbeitsdokument die Tendenz habe, das Evangelium mit indigenen Kulturen gleichzusetzen: „Die Nivellierungstendenz zwischen indigenen Kulturen und dem Evangelium ist überwältigend.“

Eine Priesterweihe verheirateter, bewährter Männer findet Azcona "nutzlos". Die Bedeutung des Priestertum werde am Amazonas und in der ganzen Kirche nicht verstanden und sei verloren: „Warum viri probati [bewährte Männer] weihen, während das Priestertum in der Krise ist?“

Bild: José Luis Azcona of Marajó, #newsSxhwwyozsk
Moselanus
Sehr interessante Ausführungen dieses Bischofs.
HerzMariae
Müller zum Thema
Severin
Amazonas, Europa, Vatikan, bewährte Männer, wer immer das sein mag, Pfingstlerei usw.,
hin und her.
Wir brauchen die Neuevangelisation nach den tradierten Vorgaben, sonst endet die Menschheit im Chaos!
Neuevangelisation ist aber mehr als nur Katechismuswissen zu verbreiten.
Der Wille des Herrn ist es, dass wir dafür ernsthaft beten.
Mangold03
Das Foto hatten wir doch erst, aber das war ein ganz anderer Text ..... da wurde uns doch genau gegenteiliges erzählt!!!! - Oder irre ich da????