M.RAPHAEL
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Christkindlmarkt statt Weihnachten

Die Konzilskirche ist der Versuch des aufgeklärten Bürgertums, dem Skandal des Herrn zu entkommen. Immer wieder benutzt der Herr den Begriff: skandalizo = ärgern, Ärgernis geben, irre machen, zu Fall bringen (z.B. Mt 11,6).

Das aufgeklärte Bürgertum will es friedlich mit Absicherung nach allen Seiten. Der Wille der gutgestellten Bürger geschehe und deshalb liefern ihm seine bürgerlichen „Bischöfe“ ein liebes Christentum, einen Christkindlmarkt mit Glühwein, Abtreibung und Unzucht statt des Wunders der Jungfrauengeburt und der sich abzeichnenden Schmerzen des Kreuzes. Fast ausnahmslos wurden seit dem Vat.2 Konzil nur Menschen zu Priestern und Bischöfen geweiht, die dem bürgerlich anthropozentrischen Konzilsgeist der aufgeklärten Moderne entsprochen haben. Die Regenten der Seminare haben sehr darauf geachtet, dass keine vorkonziliare „Privatfrömmigkeit“ geweiht wurde, sondern nur kollektive und soziale Kompatibilität mit dem Willen der Moderne. Keiner wurde geweiht, der auch nur ansatzweise die bürgerliche Selbstzufriedenheit hinter den Willen des wahren Gottes gestellt hat.

Aber, und das ist unglaublich wichtig, es geht bei all diesen Fragen nicht um rationale oder mentale Entscheidungen. Schon viel früher und viel später, jenseits der Zeit, entscheidet die Seele über ihre Religion = ihre Rückbindung, ihre Anhänglichkeit. Noch einmal, sie entscheidet das nicht mit ein paar Ideen oder Vorstellungen. Sie entscheidet darüber mit ihrem SEIN. Ein Beispiel:

Seit meiner Kindheit habe ich einen guten Bekannten. Wir waren immer gute Freunde. Wir haben uns beide vorgestellt, dass wir uns sehr gerne haben. Mit der Zeit ist er sehr reich geworden. Ich, als Mönch, habe immer systematisch die Armut gewählt. Heute hat sich diese Entwicklung deutlich auskristallisiert. Auf Grund meiner Armut kann ich ihm heute nicht mehr den Spaß machen, wie ich es früher getan habe. Das kann er nicht verstehen. Deshalb hat er mir die enge Freundschaft aufgekündigt, besonders weil ich als Mönch den Anspruch erhebe, die Wahrheit der Herrlichkeit der Armut (evangelischen Räte) auf meiner Seite zu haben. Seine Identität bezieht er dagegen aus der Verehrung des Irdischen, der Werte des Herrn der Welt, des dicken Bootes auf dem Atlantik, der dicken Autos, der dicken Häuser und Wohnungen, der dicken Frau, der dicken Kinder, besonders des dicken Bankkontos. Ich gehöre Christus, sehr bewusst und entschieden. Das kann nicht gutgehen. Wir könnten Freunde bleiben, wenn ich mich seinem Wertehorizont unterwerfen würde, wenn ich meine christliche Identität aufgeben würde, bzw. sie in eine bürgerliche Joe Biden/Konzilsbischofkonferenz Katholizität umwandeln würde.

Als Urzisterzienser kann ich stundenlang über die Vorteile von Motorenkonzepten diskutieren. Das mag er. Aber es ist mir nicht erlaubt. Das Blut Christi pulsiert durch meine Adern. Es hebelt alle irdischen Blutsbeziehungen, wie Familie, Ethnie oder Rasse, aus. Ich gehöre Ihm. Er verleiht mir Sein Sein. Sein Sein ist nicht kompatibel mit dem Seins Status meines Bekannten. Wir sind nicht in derselben Seinsdimension. Das wird jetzt offenbar.

Deshalb hält er mich nicht mehr für seinen Freund. Ich spure nicht so, wie es ihm genehm wäre. Weil er mich nicht mehr für seinen eigenen Vorteil benutzen kann, liebt er mich nicht mehr. Kein Argument, vernünftig oder emotional, kann daran was ändern. Philosophisch ausgedrückt: Das moderne Subjekt liebt nur das, was es sich einverleiben kann. Es ist eine Schweinebraten-, eine Christkindlmarkt Glühweinliebe.

Wie viele Ehepartner machen heute eine sehr ähnliche Erfahrung in ihrer Ehe. Liebe in der Moderne ist egoistisch. Sie hört sofort auf, wenn der andere nicht mehr für den eigenen Vorteil ausgebeutet werden kann. Deshalb haben die Staatshumanisten der Regierung keine Skrupel, die Zwangsimpfung durchzusetzen. Die Ungeimpften machen keinen Spaß. Lassen wir uns von ihnen scheiden. Machen wir sie weg. Weil die humanistische Liebe gottlos ist, ist sie gnadenlos egoistisch. Daran können selbst die intelligentesten Freimaurer, trotz mentalistischer Setzung, nichts ändern.

Nur in dem einen Sein des Herrn wird eine Ehe unauflöslich, werden zwei Menschen zu einem Fleisch. Sie werden es wirklich. Alle Katholiken sind am Ende ein Fleisch und Blut, Sein Fleisch und Blut. Die Heilige Kommunion ist der nie aufhörende Vollzug dieser Heiligsten Wahrheit. Sie straft das Essen der verbotenen Frucht durch Eva eine nie aufhörende Lüge. Aber was stört das die Weltmenschen. Sie fressen alles, was sie lieben. Gerade das und nur das, was sie lieben, fressen sie. Deshalb MÜSSEN sie in die Hölle. Im Himmel lieben wir den Anderen, der sich nicht impfen läßt (weil es um die Liebe und nicht um die selbstsüchtige Konformität geht (das Geheimnis der Trinität)). In der Hölle fressen sie nur das Eigene. Da wird geimpft auf Teufel komm raus.

Der Christkindlmarkt mit Geschmack und Geruch reicht ihnen völlig für Weihnachten. Der Skandal des Herrn stört. Die Konzilsbischöfe räumen Ihn aus dem Weg für das vollkommene Vergnügen der reichen Selbstvergötzer mit vielen und lieben Krippen und Glitzerkugeln. 1,2,3G? Ha, Hölle!
Bibiana
Schauen wir mit Liebe aufs Jesulein in der Krippe und machen uns angesichts dessen klein. Kalte, stolze Menschen verweilen nicht davor, aber lasset uns deshalb nicht verbittern. Wer weis denn heute schon von morgen ?
Alles kann sich doch umkehren, was wir heute noch nicht wissen.
Lutrina
Sehr gute Analyse!