Glaubenstreu: Sie haben Recht. Die Piusbruderschaft hat Jahrzehnte, abseits von dem modernen Rom eine großartige Aufbauarbeit geleistet, die sie so lange im Abseis fortsetzen sollte, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist, was das Generalkapitel von 2006 klar zum Ausdruck gebracht hat.
Leider hat das Generalhaus in der Folgezeit einen Schmusekurs mit dem modernen Rom eingeleitet …Mehr
Glaubenstreu: Sie haben Recht. Die Piusbruderschaft hat Jahrzehnte, abseits von dem modernen Rom eine großartige Aufbauarbeit geleistet, die sie so lange im Abseis fortsetzen sollte, bis Rom auf den Boden seiner Tradition zurückgekehrt ist, was das Generalkapitel von 2006 klar zum Ausdruck gebracht hat.
Leider hat das Generalhaus in der Folgezeit einen Schmusekurs mit dem modernen Rom eingeleitet, und es geht mit Degradierungen und Versetzungen rigoros gegen Priester vor, die sich diesem verderblichen Kurs widersetzen.
Ich bis jenen Gläubigen von Saint Nicolas du Chardonnet dankbar, dass sie sich hinter ihre Priester gestellt haben und damit dem Generalhaus eine klare Botschaft haben zukommen lassen.
Im deutschsprachigen Raum ist in dieser Hinsicht wenig zu erwarten. Seit Jahren unterstützt das Mitteilungsblatt diesen Schmusekurs, indem es den Gäubigen mit geistig wenig anspruchvollen Artikeln und einer Flut von Buntbildern von Weihen und Prozessionen den Kampfeswillen auszutreiben bestrebt ist. Früher konnte man im Mitteilungsblatt z. B. lesen, dass die Neue Messe in sich schlecht ist und die Gläubigen davor gewarnt werden, an ihr teilzunehmen, weil sie, zumindest auf Dauer, an ihrem Glauben Schaden nehmen werden.
Heute ist von so einer klaren Sprache im Mitteilungsblatt nichts mehr zu finden; es ist eigentlich entbehrlich geworden.
Und doch gibt es eine große Hoffnung, dass die Piusbruderschaft vor der Personalprälatur im Rahmen des modernen Roms bewahrt werden wird. Wie auf gloria.tv. berichtet wurde, wird dieses Rom die Diözesanbischöfe, in deren Diözesen die Bruderschaft aktiv ist, befragen, wie sie zu einer Personalprälatur für dieselbe stehen.
Bekanntlich ist die Mehrzahl dieser Bischöfe gegen sie eingestellt, und man kann davon ausgehen, dass sie als Bedingung für eine Personalprälatur darauf bestehen werden, dass die Bruderschaft das Pastoralkonzil und die Neue Messe uneingeschränkt anerkennt.
Damit kann und wird sich das Generalhaus nicht einverstanden erklären, denn das wäre ein Verrat am geistigen Erbe von Erzbischof Lefebvre, dem treu zu sein es stets beteuert.
Vielleicht setzen die Diözesanbischöfe auf diese Forderungen noch etwas drauf und ergänzen sie mit der Forderung, dass die geforderte Anerkennung von Pastoralkonzil und Novus ordo nicht nur ein Lippenbekenntnis bleiben dürfe, sondern in der Form der Konzelebration der Neuen Messe durch Bischof Fellay besiegelt werden müsse. (Vor der entsprechenden Forderung zittert die Petrusbruderschaft schon seit Jahren. Sie wurde ihr gegenüber auch schon mehrmals erhoben, aber bis heute vom modernen Rom nicht durchgesetzt.)
Spätestens dann wird Bischof Fellay aus seinen Personalprälaturträumen erwachen.
Wie es scheint, werden auf diese Weise die der Piusbruderschaft in ihrer Mehrzahl feindlich gesinnten Diözesanbischöfe zu großen Wohltätern der Bruderschaft werden.