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M.RAPHAEL
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Der Heilige Geist gegen das konziliare Schutzkollektiv

Man muss @Carlus (21. Aug.) und @tarcis (23. Aug.) dankbar sein, dass sie den Brief von P. Adelbert, OP. an den Heiligen Vater auf GloriaTV gepostet haben.

wordpress.com/2021/08/23/hochverehrter-heiliger-vater/

Diese Worte sagen alles. Jeder Konzilskleriker kann nachlesen, warum seine Konzilskirche keinen Glauben hat und langsam verfällt. Warum verstehen sie das nicht? Warum verstehen sie nicht, dass eins und eins zwei ist? Dabei ist es so einfach.

Die Antwort ist, dass sie keinen Heiligen Geist haben. Sie haben die Erleuchtung durch Seine göttliche Vernunft durch die Lüge einer rein menschlichen Vernunft ersetzt. Am Anfang der Neuzeit vor 500 Jahren begann der Mensch dem Wahn anzuhängen, dass er ohne Gott denken und alles für ihn Wichtige ausreichend erkennen kann. Seitdem glaubt er, es gäbe eine rein menschliche Philosophie, eine Philosophie ohne Gott, die er dem unwissenschaftlichen Glauben an einen fiktiven Gott entgegensetzt. Kant definiert die Aufklärung als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. ... Unmündigkeit sei das „Unvermögen sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen“. Der andere ist natürlich der Heilige Geist. Mit allen Aufklärern leugnet Kant die Erleuchtung durch den Heiligen Geist.

Joseph II. wird deshalb den Mönchen ihre Kapuzen wegnehmen. Die Kontemplation (Hl. Augustinus: „Noli foras ire, in teipsum redi; in interiore homine habitat veritas; et si tuam naturam mutabilem inveneris, transcende et teipsum.“ = Geh nicht hinaus, kehre in dich selbst zurück; im inneren Menschen wohnt die Wahrheit; und wenn du deine Natur veränderlich findest, dann überschreite dich selbst. De vera religione, 39, 72) wird nicht mehr anerkannt, weil die Aufklärer nicht mehr an die unveränderliche Wahrheit eines übernatürlichen Gottes glauben, der in den Menschen Wohnung nimmt und ihnen so Seine Wahrheit und Seinen ewigen, sich nie ändernden Willen klar aufzeigt. Die Kapuze ist kein Erkenntnisweg zur objektiven Faktenrealität und ihrer gottgewollten Bestimmung mehr.

Ohne den Heiligen Geist als inneres Erkenntnisprinzip, durch das er klar und deutlich die Lehre der Heiligen Kirche im Sinne des Hl. Thomas vernünftig realisieren kann, muss der Mensch auf seine eigene gottlose Axiomatik zurückgreifen. Der Triumph der instrumentellen Vernunft im Sinne von Horkheimer und Adorno, Die Dialektik der Aufklärung, beginnt. Ab jetzt gilt nur noch der eigne Vorteil. Man objektiviert, rechnet und kalkuliert. Die Quantität ersetzt die Qualität. In der Axiomatik wird die lebendige und wunderhafte Liebeswelt Gottes der Heiligen Schrift durch eine tote wissenschaftliche Faktenrealität ersetzt, die sich dem menschlichen Begreifen nicht mehr entzieht. Der neuzeitliche Aufklärer reißt sich die gesamte Schöpfung unter den Nagel. Die Welt gehört jetzt ihm. Er denkt globalistisch und universalistisch. Weil es keine objektive Wahrheit mehr, sondern nur noch den pragmatischen Vorteil gibt, rottet er sich in Kollektiven zusammen, um eine ihm genehme Weltdeutung zu erreichen.

Den realen Gott gibt es nicht mehr. Die Idee Gottes wird zu einem Postulat der praktischen Vernunft, zu einer Wunschprojektion von Schwächlingen und entsprechend auch zu einem Machtprinzip für das Schutzkollektiv, das den Sieg über die Weltdeutung garantieren soll, in etwa wie die amerikanische Flagge für Amerikaner.

Die heutige konziliare Kirche ist so ein Kollektiv, für das, wie immer, der Zusammenhalt und die Einheit die höchste Priorität haben. Hinter ihrer Vorstellung eines Campingchristus der menschlichen Schwäche rotten sich alle die zusammen, die Angst haben, vor allem die, die noch von einer letzten Ahnung bzgl. der Realität des wahren Gottes erfüllt sind, Ihn aber nicht mehr wollen. Also geht das Konzilskollektiv gnadenlos gegen die frommen Kinder Gottes vor, weil sie ein schlechtes Gewissen machen. Sie erinnern daran, dass die Nichtexistenz des übernatürlichen Gottes nie bewiesen wurde. Sie stellen den Herrschaftsanspruch der Menschen über die Welt in Frage. Nein, die Katholiken, die im coolen kath. Konzilsspaß nicht mitmachen, machen demütig. Ihre Andersartigkeit ist nicht akzeptabel. Durch ein Piksen ihrer Haut will man ihnen die Gleichförmigkeit des modernen linksglobalen Herrschaftsanspruchs ins Blut spritzen.

Die Konzilskirche ist ein Kollektiv für Hochmütige, die wegen ihrer Gier, Herrschsucht und sexuellen Veranlagung glauben, in ihrer Selbstverwirklichung zu kurz zu kommen. Man erinnere sich an den brasilianischen EB Hélder Câmara:

Auf dem Zweiten Vatikanum (1962–1965) war Câmara einer der profiliertesten Sprecher der Kirche der Dritten Welt. Am Vorabend der zweiten Sitzungsperiode des Konzils im Jahre 1963 richtete er einen offenen Brief an seine Mitbischöfe, in dem er sie beschwor, den äußeren Reichtum abzulegen, um die Distanz zwischen ihnen und den arbeitenden Menschen zu verringern. Am 16. November 1965 mündete dies in den Katakombenpakt, den 40 Bischöfe der ganzen Welt in den Domitilla-Katakomben eingingen. Der Pakt griff das Leitwort Johannes XXIII. von einer „Kirche der Armen“ auf.“

wikipedia.org/wiki/Hélder_Câmara

Câmara wusste, dass sein konziliares Schutzkollektiv, seine Kirche der Armen, am Ende eigentlich auf ein pragmatisches Kampfinstrument des Neides hinauslief. Auf der englischen Wikipedia Seite wird er entsprechend so zitiert: "When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why they are poor, they call me a communist."

Die Konzilskirche kann und will den Brief von P. Adelbert, OP. nicht verstehen. Die Konzilskleriker glauben nicht an den wahren Gott. Sie kennen Ihn nicht. Deshalb wollen sie keine Heilige Messe, in der sie mit Ihm und ihrem Unglauben unablässig konfrontiert werden. Eine händchenhaltende Mahlgemeinschaft um einen stillosen Campingtisch in einer Pachamama Natur reicht völlig. Sie glauben nur an das eigene Süppchen. Vor allem wollen sie, modern pragmatisch, ihre linken Gutmenschenwerte der ganzen Welt aufzwingen.

Man kann mit der Konzilskirche nicht diskutieren. Wahrheit interessiert sie nicht. Gott ist für sie nur noch ihre eigene Macht. Ihre Kleriker bedienen die Kulturkatholiken und deren Sehnsucht nach Bestätigung. Sie sind die große Mehrheit. Alle sind modern. Warum sollen sie sich ändern? Sie sind an der Macht, aber nur solange die Einheit gewahrt wird. Deshalb müssen die traditionsverbundenen Katholiken auf Linie gebracht werden. Auf keinen Fall darf der absolute Machtanspruch der traditionellen Kirche verloren gehen. Das würde das Konzilskollektiv in ihrem Schutz-/Unterdrückungspotential zu sehr schwächen. Alle müssen glauben, dass die neue Kirche die alte ist.

Gott hat die Neuzeit, die Aufklärung, die Moderne und am Ende das Konzil zugelassen, weil diese gottlosen Entwicklungen den Menschen klarmachen, was sie eigentlich tatsächlich immer gewollt haben. Niemand darf in die Hölle kommen, der sich einbildet, Gott zu lieben. Jeder in der Hölle wird am Ende wissen, dass er den wahren Gott immer gehasst hat, dass er immer selber Gott sein wollte.

In diesem Sinn muss man Bergoglio dankbar sein. Auch er hat, gerade durch Traditionis Custodes, die Trennung der Spreu vom Weizen befördert. Trotzdem ist sein Handeln schlecht. Ohne den Verrat des Judas wäre der Herr nicht gekreuzigt worden. Das aber macht seine Tat nicht gut. Sie hätte nie geschehen dürfen. Aber das gilt für die gesamte gefallene Schöpfung.
miracleworker
Sehr gut und klar im Denken: die Wortmeldung des Dominikanerpaters an Franzikus! - leider setzt diese Darlegung logisches Mitdenken voraus, was bei dem theologischen Superdilletanten traurigerweise nie vorhanden war - besser noch: aus Gründen anderer Zielsetzungen des Gegenspielers wegen nie zum Einsatz gebracht werden sollte . . .
Salzburger
Ihre BeiTräge zeigen ja schön, daß man eben auch zum freien Denken begnadet sein muß.
Zum x-ten Male: Die Skeptiker (PLATON, AUGUSTINUS, MONTAIGNE, DESCARTES, HUME und eben auch KANT) zerschmettern&überwinden ja gerade das, was "die Kinder dieser Welt", d.h. das GOTTlose ImmanentistenVieh (ARISTOTELiker, Mechanisten, Materialisten, MARXisten usw.), für "vernünftig", "wissenschaftlich", "…More
Ihre BeiTräge zeigen ja schön, daß man eben auch zum freien Denken begnadet sein muß.
Zum x-ten Male: Die Skeptiker (PLATON, AUGUSTINUS, MONTAIGNE, DESCARTES, HUME und eben auch KANT) zerschmettern&überwinden ja gerade das, was "die Kinder dieser Welt", d.h. das GOTTlose ImmanentistenVieh (ARISTOTELiker, Mechanisten, Materialisten, MARXisten usw.), für "vernünftig", "wissenschaftlich", "natürlich", "normal" hält!
Die vom liberaldemokratisch-positivistischen Krämertum aufgebrachte, von der PiusKirche leider unbewußt adaptierte VorStellung des XIX. - dort frivole Freigeister, hier bornierte Mucker, die sich in ein obskurantistisches System verkriechen - schien damals soziologisch zu passen (da der Kath. neben wenigen Adeligen halt aus vielen braven Bauern & ZimmerMädchen bestand) - ist aber heute, wo man als gläubiger Mensch in ungläubiger UmWelt NonKonformist sein muß, hoffnungslos überholt:
"Das 19. Jahrhundert hielt die Wissenschaft für Befreiung und die Religion für Sklaverei. Heute erkennen wir, daß die Wissenschaft die Knechtschaft technisiert und daß die Religion die Tore zum Abenteuer öffnet." (GOMEZ DAVILA)