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Predigt zum Fest des Hl. Florian von Pfarrer Maximilian Pühringer

Predigt Hl. Florian und Gefährten, 4.5.2021
Perikopen: Offb 12,10-12a Mt 10,17-22
Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben!
Vom heiligen Johannes Bosco stammt ein Wort, das ich heute auf den heiligen Florian hin lesen möchte es. Es lautet: „Jeder Mensch ist ein Diamant, man muss ihn nur aufheben und in die Sonne halten, dann leuchtet er.“ Florian war und ist ein Diamant, ein wertvoller Glaubenszeuge. Er hat sich von Gott aufheben lassen und vom Licht Christi anstrahlen lassen. Aber wie hat er das getan? Erstens: Florian riskiert. Florian war ein hoher Landesbeamter in Pension. Er hätte eine ruhige Zeit haben können. Doch als er hört, dass die Christen in Lorch/Enns bedroht sind, bleibt er nicht in St Pölten sitzen, sondern er riskiert den Weg zu ihnen, um ihnen im Glauben beizustehen. Von Papst Benedikt passt hier folgendes Wort dazu: „Mutig zu sein, kann auch bedeuten, dass man nicht konform ist, sich gegen etwas zu wehren, das jedem genau gefällt und damit vorübergehend auch in einer Minderheit endet. Letzten Endes wird die Welt immer von diesen mutigen Minderheiten geprägt, die wirklich etwas zu bieten und vorzuschlagen haben, und nicht von oberflächlichen und vergänglichen Massenerscheinungen.“ Florian riskiert, er wagt es gegen den Strom zu schwimmen, er schummelt sich nicht durch. Sein Gewissen veranlasst ihn dazu. „Was du kannst, das sollst du wagen,“ sagt Thomas von Aquin. Nicht mehr und nicht weniger. Zweitens: Florian legt Zeugnis für die Wahrheit ab. Diese Wahrheit seines Lebens hat er in Christus erkannt. Nur ein Leben in Wahrheit macht glücklich. Es gibt kein wahres Leben im Falschen. Darum wusste Florian. Er wusste, dass das nicht recht sein kann, wenn der Kaiser Menschen verfolgt, weil sie nicht ihn anbeten. Die Wahrheit unseres Glaubens bedeutet, dass wir uns Gott verdanken, dass ihm alle Ehre und Anbetung gebührt. Florian lädt uns ein unser Leben immer wieder von der Wahrheit Christi her zu beleuchten und zu befragen, dass wir alle Teil-und Halbwahrheiten hinter uns lassen, weil es immer um die ganze Wahrheit geht. Drittens: Florian besiegt im Glauben das Böse. In der Offenbarung haben wir zuerst vom Sieg Gottes über den Bösen gehört, ganz egal ob wir es Teufel oder Satan nennen. Das ist zweitrangig. Es geht darum, dass wir immer wieder das Böse durch das Gute überwinden. Da gibt es viele Möglichkeiten. Wir dürfen hier durchaus kreativ sein. Durch sein Martyrium hat Florian bis zur letzten Konsequenz gezeigt, dass er das Böse erstnimmt. Er hat ihm seinen Glauben an den guten Gott entgegengehalten. Strategie des Bösen ist es, uns von Gott wegzubringen. Das Bleiben bei Gott trägt letztlich immer den Sieg davon, oder wie es auch im Evangelium heißt: „Wer bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.“
Liebe Brüder und Schwestern!
Florian ist ein Diamant, der das Licht Christ in die Welt leuchten lässt. Er tut das, indem er riskiert, indem er die Wahrheit bezeugt, und indem er im Glauben das Böse besiegt. Amen
Annemarie Krissl
Ich denke schon, dass Frauen sich in Zukunft in größeren Rahmen einbringen werden. Das heisst natürlich auch, dass sie Aufgaben übernehmen, die jetzt Männern vorbehalten sind.Die Strukturen unserer Kirche sind über Jahrhunderte durchwegs von Männern geprägt,aber das Frauenbild hat sich fundamental geändert, daran kann man nicht vorbeigehen.