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Synodaler Irrweg: Wohnungsauflösung nach Todesfall

Die Konzilskirche ist tot - Lang lebe die Synodenkirche! Diese Einstellung ist bemerkenswert bezeichnend für die rigide Unverbesserlichkeit der modernen Sektierer, die - wohl als Ursünde ihrer allgemeinen Missbrauchsmentalität - selbst ein Konzil der Kirche missbrauchten, um die Kirche zu unterwandern - um in den Kleidern der Kirche ihren eigenen Gott zu verstecken.

Die Falschheit und Verlogenheit dieser Konzilskirche ist im Grunde nicht aufgegangen. Auch wenn sie ein Drittel der Welt verdorben haben: Auf die eine oder andere Weise haben die Menschen auch diesen Missbrauch gespürt und haben sich jedenfalls abgewendet. Sicher hätte der Herr auch mit diesen Verirrten Erbarmen, reute es sie und kehrten sie um. Doch anstelle der eigentlich unübersehbaren Autorität Gottes, der die ganze Schöpfung zustande brachte, sucht man nun, ganz und gar politisch denkend und handelnd, Legitimität in "synodalen Prozessen". Es lässt sich auch psychologisch deuten: Man führt solange Selbstgespräche, bis man den Unfug selber glaubt, den man verzapft. Denn die moderne Kirche des Konzilsgeistes ist längst vor allem eines: ihre eigene gigantische Filterblase. Nichtrevoluzzer hat man gezielt und mehr oder weniger offen seit Jahrzehnten institutionell ausgeschlossen. Es gab und gibt eine Revoluzzerräson, durchaus typisch katholischer Apodiktik. Die sich allerdings am Eigensinn orientierte und jede Transzendenz vergessen hat.

Agnes Wuckelt, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die an der Synodalversammlung teilnimmt, verglich dabei das Ringen um Veränderungen in erstaunlicher Deutlichkeit mit einer Wohnungsauflösung nach einem Todesfall. So berichtet es unter anderem die Zeit*. Das trifft es. Und ich bleibe einmal im Bild: Der Todesfall verdient eine gründliche Betrachtung. Zivil gesprochen, ist dies ein Fall für die Staatsanwaltschaft. So sehr es nach einem Selbstmord aussieht, stellt sich vielmehr die Frage, ob nicht eine "neue" Möchtegern-Kirche die "alte" Kirche hingemordet hat und sich bereits zuvor, Stück für Stück, in den Besitz des Eigentums der Meuchelgemordeten gebracht hat.

Doch das Vermögen der Kirche ist letztlich weder ihr weltlicher Besitz, noch "Strukturen" und Institutionen (die man bewusst unterwandert hat), nicht einmal bestehendes Herrschaftswissen (welches von Verschwörungstheoretikern überschätzt wird). Das ist es nicht, und die Kirche hat noch jeden offenen Anschlag darauf überlebt. Die verdeckte Operation derer vom Konzilsgeist war da erfolgreicher - und doch: In ihren machtbesessenen Händen (mit denen sie sogar nach der Kommunion greifen) zerrinnt alles, wonach sie streben, es bleibt ihnen nur noch ihr politischer Arm. Doch wir sind nicht politisch. Das Vermögen der Kirche ist der Glaube. Der dankbare, kindliche Glaube an den ewigen Gott und die Erlösung durch seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus. Macht ihr eure Wohnungsauflösungen, es wird nicht die letzte auf eurem Lebensirrweg sein. Es wird auch nicht eure letzte Ermordung sein, denn aus diesem Geist seid ihr schon immer gewesen. Wir aber schütteln den Staub von unseren Füßen und ziehen weiter.

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*Quelle: zeit.de/…oliken-auf-reformkurs-baetzing-tadelt-konservative
Bildquelle: fespuect.es (öffentlich)
Kirchen-Kater