Clicks82
Tina 13
1

Hl. Paschalis Baylon

Hl. Paschalis Baylon

Sein Name bedeutet der Österliche (an Ostern Geborene)

Laienbruder

* 16. Mai 1540 in Torrehermosa in Aragonien in Spanien
† 17. Mai 1592 in Vila-real / Villarreal bei Valencia in Spanien

Paschalis, Sohn der armen Eltern Martin Baylon und Isabel Yubero, kam im Alter von sieben Jahren als Gehilfe zu einem Hirten nach Alconchel de Ariza bei Saragossa, wo er zwölf Jahre lang blieb und sich autodidaktisch Lesen und Schreiben beibrachte.

1558 ging er als Arbeiter nach Monforte del Cid.

In einer Höhle in den Bergen hatte er dann eine Erscheinung Jesu Christi in den Gaben der Eucharistie;
dies bewog ihn, im Franziskanerkloster im Ortsteil Orito um Aufnahme nachzusuchen;
1564 wurde er im Kloster San José in Elche als Laienbruder in den Ordenszweig der Alcantariner des Franziskanerordens aufgenommen;
dort lernte er Andreas Hibernon, kennen.
Als Pförtner und im Refektorium diente er dann in verschiedenen Klöstern, ab 1578 im Kloster in Vila-real, und zeichnete sich in jeglicher Arbeit aus durch größte Bußstrenge, Armut, Demut, Nächstenliebe und eucharistische Frömmigkeit mit reichen mystischen Erfahrungen.

Zu den Paschalis zugeschrieben Wundern gehören die Vermehrung von Brot für die Armen, die Heiliung von Kranken, die Gabe der Prophetie und die Erzählung, wie er aus einem Fels Wasser für Bedürftige entspringen ließ.
Im Auftrag seines Oberen reiste er in die Bretagne, um dem dortigen Ordensprovinzial einen Brief zu überbringen;
unterwegs bekannte er vor den Hugenotten in Orléans unerschrocken den katholischen Glauben und die Realpräsenz Christi in der Eucharistie.
So also wie der legendäre El Cid, der Namensgeber von Monforte del Cid, dessen Leben und Taten als die eines vorbildlichen Ritters in der Reconquista in einem Heldenepos, einem der frühesten Werke der spanischen Literatur, erzählt sind, den Mauren gegenübertrat, so entschieden widerstand Paschalis den Protestanten.

Paschalis wurde am Pfingstfest bestattet - an einem Pfingstsonntag war er auch geboren worden.

An Paschalis' Grab in der Klosterkirche in Vila-real ereigneten sich zahlreiche Wunder, die Verehrung verbreitete sich schnell in ganz Spanien, gefördert auch durch das Könishaus;
das große, 1765 vom König gestiftete und reich ausgestattete Kloster der Franziskaner in der Residenzstadt Aranjuez wurde ihm geweiht.
1680/1681 wurde die Klosterkirche in Vila-real zum Heiligtum für Paschalis ausgebaut.
Im Spanischen Bürgerkrieg wurden das Heiligtum und seine Gebeine 1936 teilweise verbrannt;
die verbliebenen Reliquien wurden in ein neues Grab in dem von 1942 bis 1971 neu aufgebauten Heiligtum gelegt, die Grabkapelle im Chorraum wurde am 17. Mai 1992 - Paschalis' 400. Todestag - von Spaniens König Juan Carlos I. wiedereröffnet.
Das Heiligtum wird seit 1836 von nun im Kloster wohnenden Klarissen verwaltet.
Bis heute gibt es jedes Jahr am 17. Mai auch eine Wallfahrt zur Höhle der Erscheinung, an der Tausende Pilger teilnehmen.
In Vila-real wird rund um seinen Gedenktag ein 10-tägiges Fest zu Ehren des Stadtpatrons gefeiert mit Paraden und Prozessionen, Theateraufführungen und Musikshows, Sportwettkämpfen und einer Stierhatz durch die Straßen der Innenstadt.
Am Vorabend des Festes wird ein Lagerfeuer vor der Basilika entzündet und am Montag der Festwoche isst man im Andenken an den ehemaligen Hirten traditionell zubereitete Lammkoteletts.

In Alconchel de Ariza wird Paschalis am 17. Mai mit einer Prozession gefeiert.

Nahe seines Geburtsortes wurde 1954 eine Paschalis geweihte Kapelle gebaut.

Paschalis wurde am 19. Oktober 1618 von Papst Paul V. selig- und am 16. Oktober 1690 von Papst Alexander VIII. heiliggesprochen.

1897 erhob Papst Leo XIII. ihn zum Patron der eucharistischen Vereinigungen und Bruderschaften,
1917 wurde er Patron von Vila-real.

Er ist auch Patron von der eucharistischen Vereinigungen und Sakramentsbruderschaften, der Köche und Hirten und der Diözese Segorbe-Castellón de la Plana.

Weise Worte des heiligen Paschalis Baylon zur Beherzigung

„Gegen Gott soll man sich verhalten,
wie ein gehorsames Kind;
gegen den Nächsten wie eine liebreiche Mutter;
gegen sich selbst aber wie ein strenger Richter.“

Dieses war die Lehre, nach welcher er selbst sein Leben einrichtete und zu großer Heiligkeit gelangte.

„Du musst deine Sachen mit Gott geordnet haben, und deine Seele muss immer auf die Todesstunde bereit sein.
Auf dreifache Weise sollen wir uns immer an Gott erinnern:
die Werke der Schöpfung erinnern uns an seine Allmacht, die der Erlösung an Gottes Weisheit und Barmherzigkeit, und die Werke der Vergeltung und Verherrlichung an Gottes Güte.
Die erste Erinnerung bezieht sich auf den Vater, die zweite auf den Sohn, die dritte auf den heiligen Geist. –
Gott schickt uns Krankheiten, damit wir an ihn denken. –
Das Reich Gottes in uns ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist, lehrt der hl. Apostel Paulus.
Dasselbe will auch Jesus sagen durch die Worte:
Das Reich Gottes ist in euch.
Unter Gerechtigkeit wird ein Leben nach der Lehre und dem Beispiel Jesu verstanden.
Ohne ein solches Leben erlangt der Mensch nicht den inneren Frieden, und dort nicht die Seligkeit des Himmels.“
Tina 13
🙏🙏🙏