Clicks6.1K
jabulon
163
Hochwürden Zulehner zwischen Priestertum, Professur und Pension (Deo gratias!). Eine Vermessung.More
Hochwürden Zulehner zwischen Priestertum, Professur und Pension (Deo gratias!).

Eine Vermessung.
Gerti Harzl shares this
Nur für Freunde sichtbar: Zulehner.

+
Yohanan
@hans03

Frohe Weihnacht, lieber Hans03. genau mit den Zahlen, läßt sich eine gute Katechese machen. Das Priesternetzwerk hat dazu ein schönes Papier:

unter Arbeitshilfen, Katechesen:
"Kleiner Zahlenkatechismus": www.priesternetzwerk.net/…/Kleiner_Zahlenk…

Viel Freude dabei!
☕
Ancilla_Domini
hallo, hätt da mal ne Frage... die Seite ist momentan im Umbau... Haben Sie die Datei zufällig?
hans03
Lieber Yohanan, nicht nur die drei ist heilig. Auch die vier (4 Kardinalstugenden), die zwölf (12 Apostel, 12 Früchte des heiligen Geistes) und ganz besonders die sieben (7 Gaben des heiligen Geistes, 7 leiblichen und 7 geistigen Werke der Barmherzigkeit).
Yohanan
Mir scheint dass ein Konzept gegen das andere Konzept steht. Die Frage ist nur, welches ist fähig die ganze Gemeinschaft der Kirche zu tragen. Reformer müssen immer und sollten immer fürchten, dass ihnen die Gemeinschaft oder große Teile nicht folgen. Es ist eben die Kunst des Papsttums, diese Ganzheit der Gemeinschaft zu gewährleisten. Im besten Falle münden solche Reformideen in die Bildung …More
Mir scheint dass ein Konzept gegen das andere Konzept steht. Die Frage ist nur, welches ist fähig die ganze Gemeinschaft der Kirche zu tragen. Reformer müssen immer und sollten immer fürchten, dass ihnen die Gemeinschaft oder große Teile nicht folgen. Es ist eben die Kunst des Papsttums, diese Ganzheit der Gemeinschaft zu gewährleisten. Im besten Falle münden solche Reformideen in die Bildung einer Geistlichen Gemeinschaft innerhalb der Kirche, der man sich anschließen kann oder auch nicht. Die Gemeinschaft der Ortsgemeinde sollte solche Reformideen aber nicht verfolgen, denn sie würde dadurch ohne not Leute verlieren. Daher ist es so wichtig, dass die römischen Vorgaben auch eingehalten werden, weil sie der gemeinsame Nenner aller sein müssen. Wo katholisch drauf steht, muss auch katholisch drin sein, meine ich.
✍️
Monika Elisabeth
Betrachtet man das Leben Jesu vom Holz der Krippe zum Holz des Kreuzes, bemerkt man auch, dass seine Zeit heranreift, heranreift im Dialog mit den anderen Menschen mit Hilfe von Worten und Taten, Zeichen und Wundern.

Irgendwie scheinen mir das leere Worthülsen zu sein. Würdest du das einmal genauer erklären was du im Leben des Herrn auf einen derartigen Dialog anführst, wie "wir" ihn mit …More
Betrachtet man das Leben Jesu vom Holz der Krippe zum Holz des Kreuzes, bemerkt man auch, dass seine Zeit heranreift, heranreift im Dialog mit den anderen Menschen mit Hilfe von Worten und Taten, Zeichen und Wundern.

Irgendwie scheinen mir das leere Worthülsen zu sein. Würdest du das einmal genauer erklären was du im Leben des Herrn auf einen derartigen Dialog anführst, wie "wir" ihn mit Zulehner und Co. führen sollen?
Yohanan
Ein Leben ohne Dialog/Dialektik ist ein autokratisches, engstirniges ja faschistisches Leben. Betrachtet man das Leben Jesu vom Holz der Krippe zum Holz des Kreuzes, bemerkt man auch, dass seine Zeit heranreift, heranreift im Dialog mit den anderen Menschen mit Hilfe von Worten und Taten, Zeichen und Wundern.

Was haben meine Ausführungen mit Zulehner zu tun? Hier steht doch der Vorwurf im …More
Ein Leben ohne Dialog/Dialektik ist ein autokratisches, engstirniges ja faschistisches Leben. Betrachtet man das Leben Jesu vom Holz der Krippe zum Holz des Kreuzes, bemerkt man auch, dass seine Zeit heranreift, heranreift im Dialog mit den anderen Menschen mit Hilfe von Worten und Taten, Zeichen und Wundern.

Was haben meine Ausführungen mit Zulehner zu tun? Hier steht doch der Vorwurf im Raum, Zulehner sei ein Prototyp des Modernismus und der Aufstandes. Ich wollte zeigen, wie unser Erbe generell in Gefahr ist, zerpflückt zu werden.
Monika Elisabeth
@Iacobus

sehr schön gesagt 😉

😇
pina
sehr schön gesagt,lieber yohanan--habe mir auch etwas überlegt--es gibt 5 PFEILER des glaubenslebens eines katholiken:
1.Besuch der heiligen MESSE 2. tägliche Gebete
3.Das Brauchtum im Jahreskreis
4. Vertiefung des Glaubenslebens durch gute Lektüre und Exerzitien
5.Wallfahrten.
was meinen Sie--als ich im Unterricht mich mal mit dem Isalm beschäftigen musste,sind mir hier auch 5 Pfeiler eingefalle…More
sehr schön gesagt,lieber yohanan--habe mir auch etwas überlegt--es gibt 5 PFEILER des glaubenslebens eines katholiken:
1.Besuch der heiligen MESSE 2. tägliche Gebete
3.Das Brauchtum im Jahreskreis
4. Vertiefung des Glaubenslebens durch gute Lektüre und Exerzitien
5.Wallfahrten.
was meinen Sie--als ich im Unterricht mich mal mit dem Isalm beschäftigen musste,sind mir hier auch 5 Pfeiler eingefallen.
Iacobus
@Dialog:

Dialog ist Dialektik.

Dialektik ist eine Wippe bestehend aus These und Antithese - dieses Wippenspiel ist wie das Zusammenspiel zweier Beine ; ein Schritt links ein Schritt rechts - sie sind scheinbar separat doch gehen sie in eine Richtung.

In der Kirche angewendet macht Dialektik möglich, daß der Rauch satans sich in der Kirche ausbreiten kann.
Monika Elisabeth
was hat das alles jetzt mit Herrn von und Zulehner zu tun? 😁
Yohanan
Die drei Teile unseres apostolischen Erbes

Die Schrift
: Die Exegese betrachtet sich als Wissenschaft, dominiert auch die Glaubensunterwiesung und hat die Tendenz, den kirchlichen Sakramentenvollzug außen vor zu lassen. Die Absetzung der Schrift von der kirchlichen Praxis kennen wir vom Protestantismus nach dem Prinzip "Allein die Schrift".

Die Liturgie/Sakramente: In der gegenwärtige Krisenzeit…More
Die drei Teile unseres apostolischen Erbes

Die Schrift
: Die Exegese betrachtet sich als Wissenschaft, dominiert auch die Glaubensunterwiesung und hat die Tendenz, den kirchlichen Sakramentenvollzug außen vor zu lassen. Die Absetzung der Schrift von der kirchlichen Praxis kennen wir vom Protestantismus nach dem Prinzip "Allein die Schrift".

Die Liturgie/Sakramente: In der gegenwärtige Krisenzeit ist die Priesterschaft mit großen internen Problemen befaßt. Strukturreformen, Kompromisse mit den Laienräten in den Gremien, das eigene Priesterbild und -verständnis (Priesterjahr). Auch die Renaissance der ausserordentlichen Form des römischen Ritus, der Gregorianischen Messe, kann in diese Perspektive genommen werden, denn in ihr kann der Priester ganz Priester vor dem Herrn und für die Gemeinde sein.

Die Glaubenslehre/Katechese: Sie ist das schwache Rad am Wagen. Schriftexegese ist Wissenschaft, die Priesterschaft ist mit sich selbst beschäftigt. Religionsunterricht begnügt sich mit den Brosamen der wissenschaftlichen Theologie, die nicht ausreichen, das kirchliche Leben der Ortsgemeinden grundzulegen und zu stärken. Katechese ist im Grunde die Befähigung der Gläubigen, als Getaufte nach dem Willen Christi ihres Herrn zu leben. Diese Befähigung wird im Religionsunterricht versucht, wird aber nicht mit dem Sakramentenvollzug lebendig verbunden.

Mit der Kindstaufe ist auch die fundamentale Stellung der Unterweisung der Taufbewerber, eben die grundlegende Katechese, geschwächt worden. Ja die Taufe selbst ist aus unserem Bewußtsein vielfach ausgeblendet. Wie wir ein Fest des Altarsakraments haben, das Fronleichnamsfest, bräuchten wir ein Fest unserer Taufe, an dem die zentrale Bedeutung unserer Taufe gefeiert wird.

Natürlich gibt es die Sakramentenkatechese zur Kommunion und zur Firmung, die ja Teile der Einführung in das Christsein betreffen. Und es ist gut, dass diese Katechesen auf die Entwicklungsphasen des jungen Menschen aufgeteilt werden. Die eigentliche Taufkatechese aber sollte auch immer wieder erneuert werden und schadet auch dem Erwachsenen Christen nicht. Absolut wertvoll ist es, Kindstaufen in die Gemeindemesse zu integrieren, denn die fundamental wichtigen Gebete des Taufritus sind der allgemeinden Beachtung immer wieder wert!
✍️
Yohanan
Unser Erbe, die apostolische Überlieferung, ist dreifältig.

DREI ist unsere heilige Zahl: Die heilige Dreifaltigkeit, die drei Säulen der Lehre: Glaube, Liebe und Hoffnung, die die Gliederung der Katechismen abgeben.

Unser heilige Sänger Ephrem der Syrer sieht die Kirche auf drei Harfen Spielen, der Harfe des Moses, der Harfe des Christus und der Harfe der Natur (Hymnen an die Kirche und …More
Unser Erbe, die apostolische Überlieferung, ist dreifältig.

DREI ist unsere heilige Zahl: Die heilige Dreifaltigkeit, die drei Säulen der Lehre: Glaube, Liebe und Hoffnung, die die Gliederung der Katechismen abgeben.

Unser heilige Sänger Ephrem der Syrer sieht die Kirche auf drei Harfen Spielen, der Harfe des Moses, der Harfe des Christus und der Harfe der Natur (Hymnen an die Kirche und Jungfräulichkeit, Hymnus 27). Gemeint ist hier das Alte, das Neue Testament und die Natur, das Buch der Schöpfung incl. der Philosophie.

Ich sehe unser apostolisches Erbe unterteilt in Schrift, Sakramente (Liturgie) und Katechese (Glaubenslehre). Wie ist die Stellung dieser drei Erbteile in unserer Gegenwart?
One more comment from Yohanan
Yohanan
Warum denn immer diese Kampfstellungen innerhalb der eigenen Gemeinschaft? All das zeugt wirklich von mangelndem Selbstverständnis und einer verqueren Persönlichkeit. Aufstände von unten sind im Grunde doch viel zu lächerlich als dass man hier großes Aufhebens machen müßte.
a.t.m
@puchil und co. , dies sind die Früchte derjenigen die die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche bekämpfen und zur Hetze gegen den Heiligen Vater und denn Glaubenstreuen Bischöfen und Priestern aufrufen. Neuer Beratungsschein der Aktion Leben, (Beitrag über Aktion Leben?????)
Yohanan
Unser kirchliches Leben krankt an der Aufspaltung, an der Separierung und Trennung von Dingen, die zusammengehören. IN der Theologie zum Beispiel wurden Ressorts geschaffen, wie in den Ministerien. Hier der Pastoraltheologe, dort der Dogmatiker. Sie streiten miteinander, oder schlechter, sie ignorieren einander und verfolgen jeder seinen eigenen Stiefel. Der Pastoraltheologe sieht sich z.B. als …More
Unser kirchliches Leben krankt an der Aufspaltung, an der Separierung und Trennung von Dingen, die zusammengehören. IN der Theologie zum Beispiel wurden Ressorts geschaffen, wie in den Ministerien. Hier der Pastoraltheologe, dort der Dogmatiker. Sie streiten miteinander, oder schlechter, sie ignorieren einander und verfolgen jeder seinen eigenen Stiefel. Der Pastoraltheologe sieht sich z.B. als wahrer des Geistes des zwieten Vatikanischen Konzils, dessen Zentrum ja erklärtermassen sich pastoral versteht. Deshalb tritt das Erlebnishafte und Charismatische gegenüber dem Lehrmäßigen auch in den Vordergrund.

Diese Aufspaltungen sind typisch für die Moderne, das Zerbrechen der Geschlossenheit, der Einheit nicht nur der Kirchen sondern auch der Verfassungen der Kirchen in sich selbst. Das führt zu krassen, gegenseitigen Vorwürfen und Verletzungen.

Wir sollten uns daher ein Bild von der Ganzheit unseres Glaubenserbes machen, um die Zusammengehörigkeit des Auseinanderfallenden zu sehen und zu erfassen. Dazu mein nächster Beitrag.
✍️
elisabethvonthüringen
Hiob war nicht krank

idea: Nachdem Hiob seine Frau, seine Kinder und seinen Besitz verloren hatte, klagte er: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin.“ Was würden Sie Hiob sagen, wenn er als Patient zu Ihnen käme?

Lütz: Hiob wäre sicher kein Fall für die Krankenkasse!

idea: Das verstehe ich nicht.

Lütz: Hiob war doch nicht krank! Er war kein Patient! Hiob befand sich in einer existenzi…More
Hiob war nicht krank

idea: Nachdem Hiob seine Frau, seine Kinder und seinen Besitz verloren hatte, klagte er: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin.“ Was würden Sie Hiob sagen, wenn er als Patient zu Ihnen käme?

Lütz: Hiob wäre sicher kein Fall für die Krankenkasse!

idea: Das verstehe ich nicht.

Lütz: Hiob war doch nicht krank! Er war kein Patient! Hiob befand sich in einer existenziellen Lebenskrise, er haderte mit Gott – und das mit einer wahnsinnigen Vitalität. Wenn jemand nach einem solchen Verlust traurig ist, weint und nicht mehr schlafen kann, ist das völlig normal. Ich würde mir ernsthafte Sorgen machen, wenn Hiob nicht traurig wäre!

idea: Sie würden Hiob also wieder nach Hause schicken?

Lütz: Ich würde ihn vielleicht zu einem weisen Seelsorger schicken. Und wenn er mein Freund wäre, würde ich mit ihm reden. Vorher würde ich meinen Kittel ausziehen.

idea: Antidepressiva hätten bei Hiob nicht geholfen?

Lütz: Nein! Davon hätte Hiob höchstens Mundtrockenheit bekommen.

idea: In den Psalmen (42 und 43) heißt es: „Warum betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?“ Welche Antwort haben Sie darauf?

Lütz: Als Chefarzt kann ich da keine Antwort bieten. Als Christ sage ich Ihnen: Weil du, meine Seele, auf das Heil in Jesus Christus wartest – und nicht auf kognitive Psychotherapie! Auch die Behandlung des Psalmbeters ginge sicher nicht zulasten der Krankenkasse.

Dämonisch?

idea: Es wird die Krankenkassen freuen, das zu hören. Jesus heilt einen Besessenen, indem er dessen Dämonen in eine Schweineherde fahren lässt …

Das gesamte Gespräch kann man auf kath.net nachlesen...
Worauf ich damit hinweisen will, ist die Tatsache, dass das Alte Testament auch heute noch voll "in" ist....Lütz hat sowas von Recht, mit der Wollknäuelspiritualität allein geht einfach nix....das direkte Gespräch mit Gott muss gesucht werden...auch seine Antworten wollen "ertragen" werden.... 😇 🙏
Angelico
Lieber puchil,

jede Kirchengemeinde ist in und mit Christus "selbstbewusst". Dafür brauchen wir keinen vom Schlage eines Herrn Zulehner's.

Ihre Wortwahl spricht Bände: "Befehlsempfänger aus Rom".

- Mit Jesus Und Maria -
Monika Elisabeth
@puchil

Wenn es das bedeuten soll - "selbstbewusste Ortskirchen" - dann haben die Modernisten das ja schon lange erreicht. Komisch das man immer noch nicht zufrieden ist. Ich weiß nicht seit wann, aber allgemein gibt es im Westen die Tradition der Ortskirchen, den Vatikan einfach zu ignorieren bzw. zu widersprechen (Humane Vitae nur als Beispiel genannt).

Der Modernismus hat lange genug in …More
@puchil

Wenn es das bedeuten soll - "selbstbewusste Ortskirchen" - dann haben die Modernisten das ja schon lange erreicht. Komisch das man immer noch nicht zufrieden ist. Ich weiß nicht seit wann, aber allgemein gibt es im Westen die Tradition der Ortskirchen, den Vatikan einfach zu ignorieren bzw. zu widersprechen (Humane Vitae nur als Beispiel genannt).

Der Modernismus hat lange genug in der Kirche gewütet und verwüstet.

Die Anti-Rom Ära war lange genug und heute ist es durchaus nicht mehr "mutig" gegen den Papst zu meckern, denn das tut fast jeder.
puchil
Angelico!

Nicht autarke, aber selbstbewusste Ortskirchen sind wichtig, die sich ihrer Würde bewusst sind. Die wissen, dass sie nicht bloß Befehlsempfänger aus Rom sind, sondern auch das Recht haben, gegebenen Falls dem Petrusamt "ins Angesicht zu widerstehen", wie es auch Paulus getan hat.