Das Unheil kommt vom lieben Kindergott

BerGOG ist dabei die Kirche zu zerstören und es gibt kaum einen nennenswerten Widerstand seitens der konservativen Konzilskleriker. Zumindest ist er medial nicht so präsent, dass sich eine breite, starke und entschiedene Gegenformation ausbilden könnte. Umso mehr müssen wir GloriaTV und den anderen, auch internationalen, Plattformen danken, die sich wehren. Was ist für diesen Fatalismus der Konzilskleriker verantwortlich?

Es ist der neue tatsächliche Glaube der Vat.2 Konzilskirche. Der wahre Gott der Heiligen Schrift, mit dem Kampf, Gewalt, Krieg, Sündenschuld, Unterwerfung, Kreuzesqualen, Fasten, Opfer, Knien, Teufel und Hölle assoziiert wird, wurde klammheimlich abgeschafft. Er wurde durch einen lieben Kindergott ersetzt, dessen einzige Intention darin besteht, die Menschen glücklich zu machen.

In jeder Predigt meines eigentlich liebenswerten, konservativen und frommen NOM Pfarrers betont er unablässig, dass der liebe Jesus immer bei uns ist und uns nur glücklich sehen will. Das Schlimme ist, dass das nicht falsch ist, aber von den Menschen falsch verstanden wird, wenn die andere dunkle Seite der Existenz systematisch weggelassen bzw. verdrängt wird. Die Menschen verstehen dann sofort einen Wunscherfüllungsgott. Ein solcher Gott wird zum positiven Prinzip im Leben, ein Garant dafür, dass am Ende alles gut ist. Weil das aber nicht der leidvollen menschlichen Lebenserfahrung entspricht, will und soll man gar nicht mehr über Gott nachdenken. Ein solcher Gott kann nicht der wahre Gott sein. Er passt nicht zum Leben. Ohne dass man es merkt, glaubt man nicht mehr an ihn. Deshalb ist er ein Kindergott, über den man nicht reflektieren darf.

Entsprechend sind das Reflektionsniveau und die kritische Ausbildung in konzilskatholischen Seminaren erschreckend naiv und vereinfachend. Eigentlich sind sie nicht vorhanden. Alles was der zukünftige Konzilspriester auswendig zu lernen hat, ist, dass Gott alle Menschen gleich lieb hat. Gott ist ein Postulat einer absoluten universellen optimistischen Welt- und Lebenseinstellung. Rückfragen sind verboten.

Diese einseitige positive Weltsicht der verweltlichten (Aggiornamento) Konzilskirche (auch in der Welt gibt es unzählige Ratgeber für positives Denken) erlaubt dem Menschen dann, jede Schweinerei zu begehen, weil ja am Ende sowieso alles gut ist und alles verziehen wird. Vor allem dürfen die Konzilspriester in diesem lieben Geist auch ihren eigenen ungewöhnlichen perversen Anmutungen entsprechen und diese ausleben. Sie folgen ja nur ihrer individuellen Lebensenergie, die ihnen wiederum vom lieben Kindergott geschenkt wird.

Damit betreibt dieser nur positive, liebe und gute Kindergott, dieser liebe Jesus, die Arbeit des Bösen. Die Menschen werden zu amoralischen Bestien. Die Menschengötter und Selbstvergötzer haben sich die Konzilskirche zusammen mit dem lieben Gott in die Tasche gesteckt. Jetzt gehört ihr Leben und alles darin endlich ihnen. Das nennen sie die Moderne, die vollkommene Säkularisierung. Sie tanzen auf den Tischen. Der NOM gibt ausreichend Zeugnis.

Die Konzilskirche ist schwerkrank. Ihr Gottesbild ist nicht mehr katholisch. Sie hat fundamental mit der Tradition gebrochen. Sie ist vollkommen verwirrt. Obwohl sie nach irdischen Kriterien nicht mehr katholisch ist, ist sie das immer noch ontologisch. Deshalb haben die Heilige Kirche und ihre Frommen keine Wahl, als mit unendlicher Geduld und Liebe der Konzilskirche zu helfen, aus ihrer Umnachtung den Weg zurück ins Licht zu finden und so das Konzil hinter sich zu lassen. Das ist mühselig, aber die Natur der ewigen Liebe besteht in ihrer Entschiedenheit.

Kritik ist schwierig. Die positivistischen Konzilskleriker sind reflexionsunfähig, sonst wären sie nie zu NOM Priestern geweiht worden. Sie halten sich für die Vertreter der unbedingten Liebe, weil sie in ihrem Weltbild alles Negative ausgelöscht haben. Ihr Motto ist: „Wir sind doch die Guten. Wir vertreten die Liebe. Ihr traditionellen Katholiken bringt die Verdammnis, den Teufel und die Hölle zurück. Ihr seid die Bösen. Vor allem wollt ihr die Menschen wieder auf die Knie zwingen und zum Schweigen bringen.“ So einfach ist die Auseinandersetzung.

Deshalb folgen sie BerGOG. Lieber ein verständnisvoller Unzuchtspapst als ein strenger Jeremiah und Fluchpsalmen. Manchmal weinen sie über den Verlust des Glaubens und wissen nicht warum. Wenn man es ihnen erklären will, wittern sie gleich wieder die Rückkehr der Hölle.

Was soll man dazu sagen? Es ist ein Wahn einer falschen Liebe, eine Karikatur einer Liebe, die nicht liebt, die am Ende nur selbstverliebt ist. Die Konzilskleriker sind wie kleine Kinder, die die Polizei und das Militär deshalb für böse halten, weil diese das Böse bekämpfen. Das kann man ihnen nicht austreiben. Wie alle Geisteskranken haben sie Angst vor dem Leben. Sie haben Angst vor dem Kampf mit dem Bösen. Gleichzeitig sind sie tendenziell hochmütig. Sie wollen nicht mehr knien. Sie wollen nicht mehr schweigen. Sie wollen nicht mehr verzichten. Der NOM beweist ihren Herrschaftsanspruch.

Die Heilige Kirche wartet. Die Zeit ist auf ihrer Seite. Sollte sich die Konzilskirche nicht besinnen und gesunden, wird sie sich durch ihren eigenen Hochmut früher oder später selbst zersetzen. Der synodale Weg in Deutschland ist erst der Anfang. Irgendwann wird der Moment kommen, an dem Rom materiell und formell häretisch geworden ist. Dann ist die Konzilskirche auch ontologisch nicht mehr katholisch. Dann ist das nur noch die traditionelle Kirche, wie sie es immer war, ist und sein wird. Einen apostolischen Papst und Bischof wird es schon geben, der die Kinder Gottes führen wird. Wir Frommen müssen nur weiter das Heilige Messopfer aller Zeiten mitfeiern, wenn auch, aus geografischen Gründen nicht anders möglich, nur im Internet. Das „moderne“ Internet bricht der modernen Konzilskirche das Genick. Das ist übrigens die ewige Liebe pur. Das ist Ihre Natur. Pech gehabt, ihr Modernisten. Ab in die Hölle.
Radulf
Genau. Bei dem "Katholizismus" der heutzutage von Rom verkündet wird bekommt man ja diabetes.