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Papst beim Angelus: „Seid keine schlafenden Christen!“

Am ersten Advent empfiehlt Franziskus Gebet und Wachsamkeit, damit wir die Not des Nächsten erkennen, statt uns von oberflächlichen Dingen ablenken zu lassen. „Lasst nicht zu, dass euer Herz träge wird und euer geistliches Leben in der Mittelmäßigkeit versinkt,“ so die Mahnung des Papstes beim Angelusgebet auf dem Petersplatz zum ersten Sonntag im Advent.

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28/11/2021

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Silvia Kritzenberger - Vatikanstadt

Bei seinen Überlegungen ging der Papst vom Evangelium des ersten Adventssonntags aus, das uns vom Kommen des Herrn am Ende der Zeiten berichtet. Obwohl Jesus düstere Ereignisse ankündige, fordere er uns auf, keine Angst zu haben, weil die Erlösung nahe sei, resümierte Franziskus.

Hier zum Nachhören - was der Papst beim Angelus sagte

„Es tut gut, dieses Wort der Ermutigung zu hören (..), denn gerade in Zeiten, in denen alles vorbei zu sein scheint, kommt der Herr, um uns zu retten; es tut gut, ihn mit Freude zu erwarten, auch inmitten von Bedrängnissen, in den Krisen des Lebens und den Dramen der Geschichte. Aber wie können wir (…) uns von Problemen, Leid und Niederlagen nicht vereinnahmen lassen? Jesus weist uns den Weg mit dem eindringlichen Aufruf: Nehmt euch in Acht, dass die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren. Wacht und betet allezeit.“

„Lasst nicht zu, dass euer Herz träge wird und euer geistliches Leben in der Mittelmäßigkeit versinkt“
Und was das bedeutet, erklärte der Papst an einem von ihm oft verwendeten Bild: dem der „schlafenden Christen“: Menschen also, die „den geistlichen Schwung, die Begeisterung fürs Evangelium“ verloren hätten und gleichgültig gegenüber allem seien – „außer dem, was ihnen in den Kram passt.“ Daher die Mahnung des Papstes: „Seid aufmerksam, lasst euch nicht ablenken, bleibt wach! Und Wachsamkeit bedeutet: Lasst nicht zu, dass euer Herz träge wird und euer geistliches Leben in der Mittelmäßigkeit versinkt.“

Sich von den Sorgen des Alltags nicht niederdrücken lassen...
Wir müssten also wachsam sein, damit unsere Tage nicht zur Gewohnheit werden und wir uns von den Sorgen des Alltags nicht niederdrücken lassen, betonte Franziskus und gab diesbezüglich folgenden Rat:

„Heute ist also eine gute Gelegenheit, sich zu fragen: (...) Was bringt mich dazu, mich in den Sessel der Faulheit zu setzen? Was sind die Mittelmäßigkeiten, die mich lähmen, die Laster, die mich zu Boden drücken und mich daran hindern, mein Haupt zu erheben? Bin ich aufmerksam für die Bürden, die auf den Schultern meiner Nächsten lasten, oder stehe ich ihnen gleichgültig gegenüber? Diese Fragen tun uns gut, denn sie helfen, das Herz vor der geistigen Trägheit zu schützen, die ein großer Feind des geistlichen Lebens ist.“

Geistige Trägheit: Die Faulheit, die uns die Freude am Leben nimmt
Und mit dieser „geistigen Trägheit“ sei jene Faulheit gemeint, die uns traurig und lustlos mache, uns die Freude am Leben nehme, warnte der Papst und erklärte abschließend, was hier Abhilfe schaffen kann: das Gebet.

„Es ist das Gebet, das die Lampe des Herzens am Brennen hält. Gerade wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Begeisterung abkühlt, entfacht das Gebet sie erneut, weil es uns wieder zu Gott, zum Zentrum der Dinge zurückführt. Es weckt die Seele aus dem Schlaf und konzentriert sie auf das Wesentliche, auf den Sinn des Daseins. Lasst uns das Gebet nicht vernachlässigen, auch nicht an den hektischsten Tagen. Das Gebet des Herzens kann uns helfen, indem wir kurze Anrufungen oft wiederholen. In der Adventszeit sollten wir es uns beispielsweise zur Gewohnheit machen, zu sagen: Komm, Herr Jesus. Lasst uns dieses Gebet den ganzen Tag über wiederholen: So wird unsere Seele wachsam bleiben!“

(vaticannews – skr)
Maximilian Schmitt
Er kann versichert sein: Ich schlafe nicht!
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