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Nicky41
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Kuh flüchtet mit Sprung aus Tiertransporter vor der bevorstehenden Schlachtung

Kuh flüchtet mit Sprung aus Tiertransporter vor der bevorstehenden Schlachtung

Es sind unglaubliche Szenen, die Passanten am vergangenen Freitag zufällig vor einem Schweizer Schlachthof dokumentieren. Beim Ausladen eines Schlachttransporters, geriet ein Rind derart in Panik, dass es sein Leben mit einem gewagten Sprung über die Bande eines Tiertransporters zu retten versuchte. Tiertransporte sind für Rinder, aber auch Schweine, Pferde, Schafe und andere Schlachttiere purer Stress. Blut, Ausscheidungen, die verzweifelten Schreie ihrer Artgenossen, die ungewohnte Umgebung versetzen die Tiere in Todesangst. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich: Manche brüllen regelrecht ihre Angst aus der Lunge, andere sind in sich gekehrt und versuchen sich zu verstecken. Ein Rind versuchte es am Freitag mit der Flucht nach vorne. Die entsetzten Passanten konnten den todesmutigen Sprungaus mehreren Metern Höhe und die anschliessende Flucht quer über das Gelände fotografisch und filmerisch festhalten. In ihrem Entsetzen kontaktierten sie den Gnadenhof Papillon, schilderten das Geschehene und fragten um Rat an. Umgehend fragten wir einen befreundeten Gnadenhof für Kühe, die Villa Kuhnterbunt von Bea Gutzwiller an und beschlossen eine gemeinsame Rettung der geflüchteten Freiheitskämpferin. Die Passanten vor Ort traten mit den Schlachthofmitarbeitern in Kontakt und der Schlachthof-Chef, sowie der Tierhändler sagten der lebensrettenden Übernahme durch den Tierschutz zu. Zu unserem Erstaunen, freuten sich der Schlachthof-Chef und seine Mitarbeiter für die Kuh, erkundigten sich sogar, wohin sie denn nun käme und ein zufällig anwesender Handwerker steckte der Passantin für die Rettung wohlwollend eine 20-Franken-Note zu. Der anschliessende Transport in eine Tierklinik für Nutztiere zeigte, wie panisch die gerettete Kuh auch noch nach ihrer Rettung war. Doch den Tierärztinnen und Tierärzten vor Ort gelang es, die Kuh einem Gesundheitscheck zu unterziehen, das beim Sturz verletzte Horn zu versorgen, Blut zu nehmen, Schleimhäute und Klauen zu kontrollieren. Nach Rücksprache mit dem Vorbesitzer wurde bekannt, dass das Tier im Februar letztes Jahr geboren wurde und seither in stetiger Anbindehaltung leben musste. In der Tierklinik wurde das Tier auf den schönen Namen Tilda getauft - Tilda bedeutet Kämpferin. Nach dem Aufenthalt im Tierspital wird das Tier diese Woche auf den Kuh-Gnadenhof Villa Kuhnterbunt einziehen und in die dortige Herde voller geretteter Ochsen und Kühe einziehen. Sie wird fortan unter dem Schutz der Villa Kuhnterbunt und dem Gnadenhof Papillon stehen. Für die weitere Versorgung von Tilda, sind wir auf der Suche nach Patinnen und Paten.
Anno
Für mich gehört Fleisch zur Ernährung, das Töten der Tiere sollte aber nicht so ablaufen, wie es oft geschieht.
Höhere Fleischpreis werden aber nichts daran ändern, das Geld stecken sich die Schlachthofbetreiber in die eigene Tasche und werden es Gewinnmaximierung (Gier) nennen.
Klare Gesetze müssen erlassen werden, die Tier und Mensch schützen.
Gerti Harzl
Es gab 2011 die 98tägige Flucht der berühmten Kuh Yvonne, die dann auf's Gut Aiderbichl kam, wo sie noch weitere acht Jahre lebte: www.gut-aiderbichl.com/…/5-jahre-nach-de…
Nicky41
😪