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Vor dem Feind zurückzuweichen oder zu verstummen.., ist das Merkmal eines feigen Menschen, sagte Leo XIII.

Papst Leo XIII. sagte vor seinem Tod: "Ich habe nach dem Glauben und nach meinem Gewissen gehandelt."

Er war ein grosser Verteidiger des katholischen Glaubens und rief die Katholiken auf zur Einigkeit in der Gesinnung und zu missionarischem Einsatz.

Rundschreiben Sapientiae christianae

Auszug:

Das Apostolat in der Gesellschaft in Verbindung mit der Kirche und ihrer Hierarchie


Um dieser Pflicht voll und mit Erfolg zu genügen, darf man aber nicht vereinzelt und getrennt auf dem Kampfplatz erscheinen. - Hat doch Jesus Christus verkündet, dass sein Werk dieselben Anfeindungen und den nämlichen Neid der Menschen erfahren werde, der sich zuerst gegen ihn richtete; darum gelangen viele gar nicht zu dem von ihm erworbenen Heil. Deshalb wollte er auch nicht bloß einzelne Anhänger seiner Lehre haben, sondern vereinigte diese zu einer Gesellschaft und fügte sie weislich zu einem Leibe zusammen, „der da ist die Kirche" deren Haupt er selber ist.

So durchströmt die Lebenskraft Jesu Christi den ganzen Organismus, nährt und stärkt die einzelnen Glieder, hält sie in Verbindung untereinander und in geordneter Tätigkeit zu ein und demselben Ziel, obgleich nicht alle die gleiche Funktion ausüben.

Aus diesem Grund ist die Kirche eine vollkommene Gesellschaft, die jede andere weit übertrifft; hieraus erwächst ihr auch die von ihrem Urheber auferlegte Pflicht, zum Heile des Menschengeschlechts „wie ein wohlgeordnetes Kriegsheer" zu kämpfen.

Diese Verfassung und innere Ordnung der christlichen Gesellschaft ist unabänderlich; darum ist es dem einzelnen nicht erlaubt, nach seinem Gutdünken zu leben oder seine Kampfesweise nach eigener Laune zu bestimmen; denn wer nicht mit der Kirche und mit Jesus Christus sammelt, der sammelt nicht, sondern zerstreut, und diejenigen kämpfen tatsächlich gegen Gott, die nicht mit ihm und mit der Kirche kämpfen.

Um diese Einmütigkeit der Gesinnung und ein gleichmäßiges Handeln, beides von den Feinden des katholischen Namens nicht ohne Grund gefürchtet, herbeizuführen, bedarf es vor allem der Einhelligkeit in den Meinungen. Hierzu mahnt der Apostel Paulus die Korinther eindringlich mit sehr ernsten Worten: „Ich bitte euch aber, Brüder; beim Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle dasselbe sagt und keine Spaltungen unter euch seien; seid dagegen vollkommen in demselben Sinne und in einer Meinung".

Die tiefe Weisheit dieser Aufforderung ist leicht zu erfassen. Unsere Handlungen nehmen ihren Anfang im Geist, darum kann keine Übereinstimmung im Wollen, keine Gleichmäßigkeit im Handeln erzielt werden, wenn die Geister verschiedener Meinung sind.

Diejenigen, welche nur die menschliche Vernunft als Führerin anerkennen, werden nicht leicht einer Meinung sein können. Denn die richtige Erkenntnis der Dinge ist sehr schwer, unser Geist seinerseits, von Natur aus schwach, verliert sich in der Mannigfaltigkeit der Meinungen und irrt nicht selten unter dem Eindruck der äußeren Erscheinung. Dazu kommen die Leidenschaften, die uns oft die Wahrheit gar nicht oder doch nicht ungetrübt erkennen lassen. Darum wird in der politischen Herrschaft oft Gewalt angewandt, um die untereinander Verstrittenen zusammenzuhalten.

Ganz anders bei den Christen. Diese empfangen den Glauben von der Kirche, wohl wissend, dass sie unter ihrer Autorität und Leitung im Besitz der Wahrheit sind. Wie es darum, weil Christus nur einer ist, auch nur eine Kirche gibt, kann und darf es auch für alle Christen auf dem ganzen Erdkreis nur eine Lehre geben. „Ein Herr, ein Glaube“.

"Da sie aber denselben Geist des Glaubens haben“, besitzen sie darin die heilsame Quelle, aus der Einhelligkeit im Wollen und Übereinstimmung im Handeln fließen.

Die Einmütigkeit muss aber nach der Mahnung des Apostels Paulus vollkommen sein. - Der christliche Glaube ruht nämlich nicht auf einer menschlichen, sondern auf der göttlichen Autorität. Was wir aber von Gott empfangen haben, „halten wir für wahr, nicht weil wir seinen inneren Wahrheitsgehalt mit dem Licht der natürlichen Vernunft erfasst hätten, sondern auf das Ansehen Gottes hin, der sich selbst offenbart und weder irren noch in den Irrtum führen kann“. Folglich müssen wir jeder einzelnen Wahrheit, sobald von ihr feststeht, dass Gott sie geoffenbart hat, die gleiche Zustimmung leisten; einer einzigen Wahrheit dieser Art den Glauben versagen, ist soviel wie alle verwerfen.

Denn ob einer leugnet, dass Gott zu den Menschen gesprochen hat, oder ob er an seiner unendlichen Wahrhaftigkeit und Weisheit zweifelt: er untergräbt in gleicher Weise das Fundament des Glaubens. -

Welche Lehren aber von Gott geoffenbart sind, hat die lehrende Kirche festzustellen, denn ihr hat Gott die Bewahrung und Erklärung seines Wortes aufgetragen. Der oberste Lehrer in der Kirche ist aber der Römische Papst. Darum erfordert die Einheit im Geiste außer der vollkommenen Übereinstimmung in einem Glauben auch eine vollkommene Unterwerfung des Willens im Gehorsam unter die Kirche und den Römischen Papst wie unter Gott.

Daran halten wir fest, das ist unser Glaube.

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1Kor 1
10 Beim Namen unseres Herrn Jesus Christus ermahne ich euch, Brüder: Redet mit einer Stimme! Laßt keine Spaltungen unter euch aufkommen! Seid eines Sinnes und einer Meinung!

Diese Einheit ist ein hohes Gut, besonders in dieser Endzeit. Halten wir deshalb unbeirrt an der Einheit fest, auch wenn der Konzilsklerus sich von der Wahrheit und damit von der Kirche getrennt hat. Die Einheit des …More
1Kor 1
10 Beim Namen unseres Herrn Jesus Christus ermahne ich euch, Brüder: Redet mit einer Stimme! Laßt keine Spaltungen unter euch aufkommen! Seid eines Sinnes und einer Meinung!

Diese Einheit ist ein hohes Gut, besonders in dieser Endzeit. Halten wir deshalb unbeirrt an der Einheit fest, auch wenn der Konzilsklerus sich von der Wahrheit und damit von der Kirche getrennt hat. Die Einheit des großen Ganzen besteht trotzdem weiter weil Jesus Christus unser Herr, das Haupt der Kirche ist.
Die Einheit besteht in der Wahrheit des Glaubens.
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Genau so ist es. Jede äußere Einheit ist nur Fassade, wenn die Einheit in der Glaubenswahrheit nicht besteht.
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Es gibt aber auch viele Priester, die durch falsche modernistische Lehren an den Hochschulen und Seminarien die volle Wahrheit nicht kennen und sofort die vorkonziliare Lehre annehmen würden, wenn sie sie kennenlernen. Man sieht das auch an dem wachsenden Interesse junger Priester an der alten Liturgie.Von ihnen kann man nicht sagen, sie seien abgefallen von der wahren Lehre.
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Ich meinte mit Konzilsklerus die Modernisten, die sich bewußt von der Tradition abgewandt haben. Eine Sünde hat ja immer auch zu tun mit der jeweiligen Absicht. Danke für den Hinweis!
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Nur jene, die sich an diese lehramtlichen Schreiben dieser wahren Päpste halten, sind katholisch.
Sie kennen diese Schreiben und lesen darin.
„Doch für den Glauben und die Regelung der Sitten hat Gott die Kirche an seinem göttlichen Lehramt teilhaben lassen UND IHR DAS GÖTTLICHE VORRECHT EINGERÄUMT, DEN IRRTUM ABSOLUT NICHT ZU KENNEN“ (Leo XIII. »Libertas«, 20.6.1888)
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Diesen Beitrag sollte auch unbedingt Benedikt XVI lesen.
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Ich bin sicher, dass er alle wichtigen Enzykliken seiner Vorgänger kennt.
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