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Stjepan V.

Felizitas Kübles Kritik am „Fatima-Zusatz“ und ihre Widerlegung

Die katholische Publizistin Felizitas Küble ist Vorsitzende des ökumenischen Christoferuswerkes und betreibt das ökumenische „Christliche Forum“ im Internet. Dort veröffentlicht sie Artikel zu Kultur, Politik, Religion und Aktuelles sowie Artikel gegen „Esoterik / Charismatik / Falschmystik“. Ihre Einstellung geht dahin, dass alle katholischen „Privatoffenbarungen“, selbst die von der Kirche anerkannten, nicht himmlischen Ursprungs wären, so auch „Fatima“ mitsamt den dort den Seherkindern geoffenbarten Gebeten. Auf ihrer Internetseite hat sie es daher auch auf das Fatima-Gebet „O mein Jesus“ abgesehen und versucht es mittels eigener Überlegungen als nicht himmlischen Ursprungs hinzustellen. Ihren kritischen Artikel dazu finden Sie hier: charismatismus.wordpress.com/…/warum-der-fatim…

Ich will hier auf einzelne wesentliche Punkte ihrer Kritik dieses geoffenbarten Gebets eingehen:

1. Küble: „Anfügungen aus Botschaften kirchlich anerkannter Privatoffenbarungen mögen für manche Katholiken eine hilfreiche Anregung für ihr persönliches Gebetsleben sein, doch sie gehören nicht zum „amtlichen“, seit Jahrhunderten bewährten und überlieferten Rosenkranz der Kirche"

Mit der Anerkennung „Fatimas“ durch die Kirche gehört das geoffenbarte Fatima-Gebet „O mein Jesus“ in seiner geoffenbarten Form zum überlieferten Rosenkranz, weil dies die Muttergottes so gewünscht hat! IHR Wunsch geht auf GOTT selbst zurück, der SIE als seine Botin nach Fatima gesandt hat.

2. Küble:So ist der einerseits erfreulich schlichte und zugleich theologisch so gehaltvolle Rosenkranz eine optimale 'Kurzformel des Glaubens', denn er verbindet uns in nachdenklich-meditativer und einprägsamer Weise mit dem Erlösungsgeschehen und dem Leben unseres HERRN Jesus Christus, Mensch geworden durch den Heiligen Geist und geboren aus Maria, der Jungfrau. Wir 'wandern' und wandeln gleichsam an der Hand der Madonna, begleitet vom Gruß des Engels, durch die Evangelien. Wir betrachten die Heilsgeschichte Gottes durch die 'Brille' Mariens … In diese vertiefende Betrachtung, die sich um die zentralen Glaubenswahrheiten 'rankt' und diese betend 'umkreist', paßt der Fatima-Zusatz nicht ohne weiteres – diese Anrufung fügt sich kaum in den vorgegebenen Rahmen, weder sprachlich noch der Sache nach. Zudem ist der Fatima-Zusatz noch nicht einmal 100 Jahre alt, der Rosenkranz aber entstand vor weit über 500 Jahren!“

Dass "der Fatima-Zusatz" sich "nicht ohne weiteres" "in diese vertiefende Betrachtung" fügte, will sich einem gläubigen Katholiken nicht erschließen, da wir hier um die Vergebung unserer Sünden, um die Bewahrung vor dem Feuer der Hölle, um die Führung aller menschlichen Seelen und aller Seelen im Fegefeuer in den Himmel bitten, was sich folglich sehr gut "in diese vertiefende Betrachtung" fügt; denn dafür ist der Herr Mensch geworden, dafür lebte er hier auf Erden, dafür litt und starb er, dafür stand er von den Toten auf und dafür fuhr er in den Himmel auf (die einzelnen Geheimnisse im Rosenkranz!)!

3. Küble: „Doch der springende Punkt ist das grundsätzliche Anliegen, den klassischen Rosenkranz, wie ihn die Kirche seit alters her überliefert, zumindest beim öffentlichen Beten nicht durch Zusätze zu verändern bzw. zu verlängern, welcher Art auch immer, denn dies führt unweigerlich zu einer 'Verschlimmbesserung'."

Da der Himmel gewollt hat, dass der Rosenkranz durch das Fatima-Gebet „verlängert“ wird, so handelt es sich dabei um keine „Verschlimmbesserung“, sondern um eine Verbesserung. Der „Fatima-Zusatz“ fügt sich in den klassischen Rosenkranz nämlich sehr gut ein, da wir in diesem „Zusatz“ auf der Basis der Rosenkranz-Geheimnisse des Lebens Jesu und des Erlösungsgeschehens um das Heil der Seelen und um die Rettung der Seelen aus dem Fegefeuer beten. Dafür ist Christus in die Welt gekommen und dafür litt und starb er und stand von den Toten auf und fuhr in den Himmel, um uns dort eine Wohnung zu bereiten. Den Zusammenhang zwischen den Rosenkranz-Geheimnissen und dem darauf folgenden „Fatima-Zusatz“scheint Frau Küble nicht zu erkennen. Ihr Glaube geht nicht in die Tiefe! Ihr Glaube ist oberflächlich!

4. Küble: "... besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“
"Viele Katholiken stellten sich selbst und mir schon die Frage, warum eigentlich jene, welche die göttliche Barmherzigkeit am 'meisten' nötig haben, 'besonders' in den Himmel geführt werden sollen. Welchen logischen und theologischen Sinn hat diese 'Bevorzugung'? Kann das Hinführen in den Himmel irgendwie noch 'gesteigert' werden? Läßt sich die ewige Seligkeit 'optimieren'?"

Mit dieser Kritik will Frau Küble beweisen, dass der Fatima-Zusatz und somit „Fatima“ nicht göttlichen Ursprungs wären. Doch was die Dame nicht weiß, ist, dass es mehrere überlieferte Versionen dieses Gebetsteils gibt. Die authentische von diesen Versionen dürfte sein: und hilf besonders jenen, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."

5. "bewahre uns vor dem Feuer der Hölle"

Richtig verweist Küble darauf hin, dass es auch hierzu eine weitere Version gibt:

"erlöse uns von dem Feuer der Hölle"

Weil das so ist, so erklärt Küble, habe sie "einen katholischen Missionar, der gut protugiesisch sprechen konnte", gefragt, "ob es im portugiesischen Text 'Erlöse uns' oder 'Bewahre uns'" heißen würde. Dieser habe ihr geantwortet, "eine direkte Übersetzung laute 'erlöse' oder 'befreie' uns", "im weiteren Sinne könne man auch als 'bewahre uns" übertragen." Das bedeutet, dass das Portugiesische das eine oder andere hergibt, was bedeutet, dass die Gottesmutter, die den Fatima-Zusatz formulierte, nicht für die portugiesische Sprache verantwortlich ist, und dass die Formulierung im Portugiesischen daher auf katholischer, d.h. christlicher Basis verstanden und in andere Sprachen übertragen werden muss, da die hl. Jungfrau dieses Gebet im katholischen Milieu gab und daher nicht irgendwie anders, sondern katholisch, christlich dachte, weshalb die Übertragung "bewahre uns vor dem Feuer der Hölle" die richtige ist!

6. Küble: "Zudem erscheint es seltsam, daß es in der Anrufung nicht heißt: 'Bewahre uns, HERR, vor der schweren Sünde', denn darauf kommt es an. Die Hölle ist lediglich die jenseitige Auswirkung des unbußfertigen Verbleibens im 'Stand' der Todsünde"

Frau Küble scheint nichteinmal die einfachsten katholischen, christlichen Dinge zu verstehen, da doch gleich hinterher „führe alle Seelen in den Himmel“ gebetet wird, und wir voraussetzen sollten, dass Christus ganz genau weiß, wie er „alle Seelen in den Himmel“ führen und uns so vor der Hölle bewahren kann: die einen durch Bewahrung in der katholischen Lehre und im katholischen Glauben und Glaubensleben, die anderen durch Bekehrung und alle zusammen dann durch Bewahrung „vor der schweren Sünde“, und wenn wir dann – im katholischen Glauben stehend – doch sündigten, wir durch die Vergebung unserer Sünden bei der Beichte wieder in den Stand der Gnade versetzt werden. Dafür beten wir im „Fatima-Zusatz“: „O mein Jesus, vergib uns unsere Sünden ...“. Von daher ist die Formulierung „Bewahre uns vor der schweren Sünde“ völlig unnötig, da Jesus weiß, dass er uns vor der Hölle dadurch bewahren kann, indem er uns vor der schweren Sünde bewahren kann, wenn wir ihn bitten: „vergib uns unsere Sünden, bewahre uns vor der Hölle und führe alle Seelen in den Himmel“!

Frau Küble traut dem Herrn also nicht zu, dass er wüsste, wie er alle Seelen, einschließlich uns, "vor dem Feuer der Hölle" bewahren" und in den Himmel führen könne! Wir hingegen, die wir dieses himmlische Gebet beten, vertrauen auf Jesus, dass ER ganz genau weiß, wie er auf diese unsere Bitte hin uns und alle übrigen Menschen in den Himmel führen kann, durch Bewahrung vor schweren Sünden ...!

Kübles Kritik ist auch insofern unsinnig, als Christus selbst immer wieder buchstäblich und ausdrücklich vor der Hölle gewarnt hat, anstatt direkt vor den schweren Sünden zu warnen. Letztlich kritisiert Küble Jesus Christus, weil er vor der Hölle gewarnt hat, statt in diesen Momenten vor den schweren Sünden!

7. Küble: "(A) Nun könnte man einwenden, in unserer heutigen Zeit, in welcher vielfach die Existenz der ewigen Verdammnis geleugnet wird, sei die Erwähnung der Hölle besonders wichtig. Das mag insoweit richtig sein. Freilich stellt sich auch dann die Frage, warum es im Fatima-Gebet nicht heißt: 'Bewahre uns vor der Hölle', sondern: „…vor dem Feuer der Hölle'. (B) Warum diese Betonung eines Aspektes, der nicht der entscheidende ist? – Das eigentlich Entsetzliche an der Hölle ist aber die ewige Gottesferne, weniger die quasi-„sinnlichen“ Strafen. (C) Wird hier also die bloß menschliche (allzumenschliche) ANGST angesprochen, statt den Beter in die theologische Tiefe zu führen? Warum sollte dies nun pastoral sinnvoll sein?"

Zu A:
(a) Zuvor hat Küble noch kritisiert, dass die Hölle erwähnt wird, und jetzt verlangt sie, dass es im „Fatima-Zusatz“ heißen sollte: „bewahre uns vor der Hölle“! Die Dame scheint nicht zu wissen, was sie will!
(b) Sie fragt, warum es im Fatima-Zusatz „Feuer der Hölle“ heißt, statt einfach nur „Hölle“. Ganz einfach, weil auch Jesus vom "Feuer der Hölle" gesprochen hat, nachzulesen in den Evangelien! Letztlich kritisiert Küble also Jesus, weil er bei manchen Gelegenheiten vom "Feuer der Hölle" gesprochen hat, statt von der "Hölle".

Zu B: "Das eigentlich Entsetzliche an der Hölle" ist für die Betroffenen nicht die Gottesferne, wie Küble irrig meint, denn mit der kommen sie an sich klar, sondern als Folge der Gottesferne die "'sinnlichen' Strafen" der Hölle - das Feuer der Hölle, weshalb Christus in den Evangelium ausdrücklich auch vor dem "Feuer der Hölle" warnt.

Zu C: (a) Leiten wir das, was Küble unter (C) schreibt zu Jesus weiter:
Als Jesus vor der Hölle und dem Feuer der Hölle warnte, hat er damit "die bloße menschliche (allzumenschliche) ANGST angesprochen, statt den" Juden "in die theologische Tiefe zu führen? Warum sollte dies nun pastrolal sinnvoll sein?" Wiederum kritisiert Küble letztlich den Herrn!
(b) Frau Küble hat nicht begriffen, dass das Ansprechen der menschlichen Angst durch die Warnung vor der Hölle oder dem Höllenfeuer zur inneren Heilung führen kann, wenn die Warnung ernst genommen wird! Wie das funktioniert, zeigt uns Gott mit der biblischen Geschichte im Hinblick auf Ninive. Gott sandte seinen Propheten Jonas nach Ninive, um ihre Vernichtung anzukündigen. Die Bewohner der Stadt gerieten in Angst! Diese Angst führte zu ihrer Umkehr und Buße und zu einem Lebenswandel nach Gottes Geboten! Und diese Bekehrung führte wiederum dazu, dass Gott die Vernichtung der Stadt nicht vollzog! Wenn also Jesus, der Herr, vor der Hölle und dem Höllenfeuer warnt, und die besagte Stelle im „Fatima-Zusatz“ uns diese Warnung Jesu vor Augen führt, dann will ER und will die Stelle im Fatima-Zusatz genau das erreichen, was Gott durch die prophetische Ankündigung der Vernichtung Ninives erreicht hat, und was Jesus durch seine Warnungen vor der Hölle oder dem Höllenfeuer zu erreichen versucht hat! Frau Küble versteht von der göttlichen Pädagogik nicht das Geringste, stattdessen postuliert sie ihre eigene Menschenweisheit!

Die Darlegungen zu A, B und C zeigen, dass Frau Küble nichts begriffen hat! Vielleicht will sie es auch nicht begreifen, da sie die Irrlehre vertritt, dass es seit der Johannesoffenbarung, dem letzten Buch der Bibel, keine „Privatoffenbarungen“ himmlischen Ursprungs gäbe!

8. Küble: "Auch deshalb paßt der Fatima-Zusatz weder der Sache noch der Sprache nach in den Rosenkranz-Kontext. Er paßt aber durchaus zum Islam bzw. Koran. Dort ist in zahllosen Suren vom 'Höllenfeuer' die Rede (hingegen in der Heiligen Schrift meist von 'Hölle' oder 'Verdammnis', weitaus seltener vom Höllenfeuer). Der Feuerhöllen-Satz aus dem Fatima-Zusatz findet sich zudem fast wörtlich im KORAN: in Sure 3, dort am Ende von Vers 191: 'Bewahre uns vor der Strafe des Höllenfeuers!“

Damit will Küble sagen, dass sich das bezeichnete Fatima-Gebet an der besagten Stelle am Koran bzw. am Islam orientiere. Auch das ist nichts weiter als ihre eigene Idee. Das Fatima-Gebet, von der Gottesmutter in den katholischen, christlichen Kontext gestellt, hat nichts mit dem Koran und Islam zu tun, sondern mit der Bibel, aus der das "Feuer der Hölle" entnommen ist, also direkt aus dem Munde Jesu, darüber kann auch die "fast wörtlich"e Formulierung im Koran nicht hinwegtäuschen, da die Formulierung der Gottesmutter halt nicht dieses Koran-Zitat verwendet und wiedergibt, sondern einfach die Bitte, vor dem „Feuer der Hölle“ bewahrt zu werden, vor dem Christus gewarnt hat! Mohammed hat das „Feuer der Hölle“ lediglich der Bibel geklaut! Küble konstruiert sich hier also einfach etwas anhand eigener Ideen zurecht, um das Gebet der Gottesmutter zu diskreditieren und gläubige und fromme Katholiken zu täuschen und irrezuführen!

9. Küble: "Überdies ist auch der Satz 'Führe al l e Seelen in den Himmel' im Grunde unlogisch, weil eine Erfüllung dieser 'Aufforderung' schlicht nicht möglich ist, denn es gibt auch verworfene 'Seelen' in der Hölle, die Gott nur zwangsweise in den Himmel führen könnte, denn die Hölle ist quasi von innen verschlossen: geistig und faktisch 'zugeriegelt' durch die absolute Verweigerungshaltung jener verdammten Seelen gegenüber Gott. Der HERR wiederum respektiert die Freiheit des Menschen in Zeit und Ewigkeit – auch die Freiheit und Verantwortung des Gottlosen und verstockten Todsünders. Die Hölle ist die logische Folge dieser Achtung Gottes vor der von ihm selbst geschaffenen und gewollten FREIHEIT des Menschen. Daher ergibt die Anrufung 'Führe alle Seelen in den Himmel' keinen Sinn, wenn man sie beim Wort nimmt – und warum sollte man sie nicht beim Wort nehmen?"

a) "... und warum sollte man sie nicht beim Wort nehmen?" - Das ist doch ganz klar: Weil Frau Küble das so will!

b) "Führe alle Seelen ..." ist keine Aufforderung, auch keine Aufforderung in Anführungszeichen, sondern ist eine Bitte, wie die folgende Bitte im Vater Unser: "Führe uns nicht in Versuchung ..." Diese Formulierungen sind bittend gemeint! - Küble versteht die einfachsten Dinge nicht!

c) Die Gottesmutter, die den "Fatima-Zusatz" für uns formuliert hat, ist im katholischen Milieu erschienen und formulierte es daher im katholischen Sinn, nach dem mit "alle Seelen" nur jene gemeint sind, die hier in der Welt und dort im Fegefeuer leben! Küble nun reißt diesen Teil des Gebets - wie auch die übrigen Teile - aus seinem katholischen Kontext heraus und fabriziert auf diese Weise eine Irrlehre, die hier überhaupt nicht vorhanden ist! - Zumal kennen wir ja auch das kirchliche Fest "Allerseelen" => Alle Seelen, womit also die katholische Kirche nach Küble die Allerlösungslehre suggeriere!

10. Kübles unsinnige und lächerliche Kritik geht aber noch weiter: "Es müßte also zumindest einschränkend heißen: 'Führe alle Menschen in den Himmel', wobei hier die Formulierung 'Hilf allen Menschen in den Himmel' theologischer klarer wäre, damit keinerlei Allerlösungs-Fantasien auftreten"

a) Nein, es kann nicht "einschränkend heißen: 'Führe alle Menschen ...", weil in dem Gebet auch die nicht auf Erden lebenden Seelen gemeint sind, die in den Himmel zu führen sind: die Armen Seelen. Frau Küble denkt einfach nicht katholisch, wie die Gottesmutter 1917 katholisch gedacht hat!

b) Nein, die bessere Formulierung ist nicht: "Hilf allen Menschen in den Himmel", sondern: "Führe alle Seelen in den Himmel", erstens, weil Christus unser Führer ist, der uns führen und leiten soll, und zweitens, weil er uns durch seine Gnade, ohne die wir nichts tun und vollbringen können, tatsächlich führt, wenn wir für sie geöffnet sind. Küble schwächt das durch eine eigene schwache Formulierung ab und versucht uns von dem Gedanken, dass Christus unser Führer ist, abzulenken. Sie versucht den Leuten also weiszumachen, dass Christus nicht unser Führer sei, sondern nur ein bescheidener Helfer! Nicht Christus hätte das Sagen, sondern wir. Wir bestimmten unseren Weg zum Himmel, und Christus würde uns nebenher nur helfen! Küble stellt den Menschen in der Mittelpunkt und Vordergrund und verdrängt Christus!

11. Küble weiter: "Denn genau genommen ist der Aufruf an Christus, alle (!) Seelen (!) in den Himmel zu führen (!), irreführend, denn Gott will zwar, daß alle Menschen gerettet werden, aber das erlaubt nicht die Aufforderung an ihn, auch a l l e in den Himmel zu f ü h r e n , denn der Mensch selber muß auch zum ewigen Heil bereit sein – das sind aber erwiesenermaßen eben nicht 'alle'. Also können sie auch nicht alle in den Himmel 'geführt' werden!"

Frau Küble hat nicht begriffen, dass wir Gott zu nichts auffordern können! "Führe alle Seelen ..." ist, wie z.B. die Vater-Unser-Bitten "Gib uns unser tägliches Brot" und "Führe uns nicht in Versuchung", bittend und nicht auffordernd gemeint. Frau Küble hat wirklich von nichts eine Ahnung! Wir bitten also, und fordern nicht: "Gib uns unser tägliches Brot", "vergib uns unsere Schuld", "führe uns nicht in Versuchung", "Führe alle Seelen in den Himmel"! Das weiß doch jeder gläubige Katholik! Warum weiß das Frau Küble nicht?! Ist sie vom Protestantismus so sehr verseucht, dass sie das nicht versteht? Schließlich hält sie es als Ökumenikerin mehr mit den Protestanten, mit denen sie zusammenarbeitet, denn mit der Piusbruderschaft!

12. Küble: "Zudem stehen beide Gebets-Aussagen in einem unlogischen Zusammenhang: Denn wenn doch ohnehin 'alle Seelen' in den Himmel kommen sollen, wozu dann jene, die es am meisten 'nötig' haben, ganz 'besonders'? ..."

Ganz einfach, weil das die falsche Version ist! Die richtige, die ich auch bete, lautet: "und hilf besonders jenen, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen."

13. Küble: "Dazu kommt, daß die kleine Fatima-Seherin Jacinta gerne ein Gebet sprach, das die Anrufung an Maria enthält, die Seelen 'aus' der Hölle zu 'erretten'."

Das hat mit dem "Fatima-Zusatz" nichts zu tun, sondern mit Jacintas kindlicher Unwissenheit! Sie hatte noch keinen katholischen Glaubensunterricht erhalten! Als ich als Kind von 6 Jahren noch keinen katholischen Glaubensunterricht erhalten hatte, glaubte ich, Gott sei einpersonal. Viele gläubige Katholiken hatten in ihrer Kindheit, bevor sie im katholischen Glauben unterrichtet wurden, merkwürdige Glaubensvorstellungen! Aber nichteinmal davon hat Frau Küble Ahnung!

13. Frau Küble weiter: "Der Rosenkranz ist in seiner kirchlich überlieferten, biblisch geprägten Weise unschlagbar gut, er benötigt keine 'Zusätze' aus Privatoffenbarungen, Erscheinungen, Visionen, kreativen Erleuchtungen usw."

Wenn Gott das will und für gut und richtig und glaubensfördernd hält, schon!