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CORONA-MIETZAHLUNGSSTOPP: Adidas-Produkte aus Protest verbrannt

WELT 30.3.2020 Der Sportartikelhersteller Adidas hat angekündigt, wegen der fehlenden Einnahmen aus den lokalen Geschäften keine Mieten mehr für diese Läden zu zahlen. Dagegen formiert sich starker …More
WELT 30.3.2020 Der Sportartikelhersteller Adidas hat angekündigt, wegen der fehlenden Einnahmen aus den lokalen Geschäften keine Mieten mehr für diese Läden zu zahlen. Dagegen formiert sich starker Widerstand.

Boykottaufrufe im Internet und scharfe Kritik aus der Politik: Adidas, Deichmann und H & M haben mit der Ankündigung, die Mietzahlung für ihre wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Filialen vorläufig auszusetzen, in ein Wespennest gestochen. Gerechnet haben die Unternehmen mit dieser Reaktion offensichtlich nicht.

Der Eigentümer der größten deutschen Schuhhandelskette, Heinrich Deichmann, zeigte sich am Montag entsetzt. "Unsere Unternehmensphilosophie ist darauf ausgerichtet, den Menschen zu dienen. Dass uns jetzt unterstellt wird, wir würden uns in der Krise bereichern wollen, das trifft mich sehr hart. Das ist überhaupt nicht der Fall", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Adidas-Chef Kasper Rorsted hatte sich schon am Wochenende in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" um Schadensbegrenzung bemüht. Es gehe dem Unternehmen nicht darum, die Miete für den April nicht zu bezahlen, sondern lediglich um eine Stundung, sagte er. Gleichzeitig betonte der Manager, dass es sich bei den Vermietern nahezu ausschließlich um große Immobilienvermarkter und Versicherungsfonds handele, die für die Maßnahme überwiegend Verständnis gezeigt hätten. Nur vier der Vermieter seien Privatpersonen. „Sie werden ihre April-Miete wie gewohnt erhalten. Wir sind uns unserer Verantwortung durchaus bewusst", sagte Rorsted.