Sophia von Rom Gedenktag katholisch: 15. Mai Name bedeutet: die Weisheit (griech.) Märtyrerin * in Rom † um 304 (?)

Sophia erlitt als junge Frau den Martertod, wahrscheinlich in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian.
Die Überlieferung über Sophia vermischt sich mit der über Sophia von Mailand. Teile der Reliquien von Sophia kamen unter Bischof Remigius von Straßburg am 10. Mai 777 ins um 770 neu gegründete Frauenkloster Eschau im Elsass. Das Kloster wurde beim Ungarneinfall 926 zerstört, dann wieder aufgebaut und 996 eröffnet. Die Sophia-Reliquien zogen viele Wallfahrer an, so dass für diese 1143 durch das Kloster an der durch Eschau führenden alten Römerstraße ein Pilgerhospiz errichtet wurde. 1938 wurden neue Reliquien der Witwe und Märtyrerin Sophia nach Eschau gebracht und in einem Reliquiar sowie dem alten Sarkophag abgelegt.

Patronin gegen Spätfröste; für Wachsen der Feldfrüchte

Bauernregel: Sophia ist - v. a. in Süddeutschland -

die Letzte in der Reihe der Eisheiligen, die kalte Sophie.

Kalte Sophie wird sie genannt, / denn oft kommt sie mit Kälte dahergerannt!
Sophie man die Kalte nennt, / weil sie gern kalt' Wetter bringt.
Vor Nachtfrost bist Du sicher nicht, bis Sophie vorrüber ist.
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.

Pankrazi, Servazi, Bonifazi / sind drei frostige Bazi/

und am Schluss fehlt nie / die kalte Sophie.

Oft hat Sophie Frost gebracht / und manche Pflanze tot gemacht.
Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluss, / ganz gern noch einen Regenguss.

Kalte Sophie sät Lein, / zu gutem Gedeihn.
der Logos
BILD: Monique Halm-Tisserant: Bischof Remigius von Straßburg übergibt der Äbtissin des Klosters Eschau die Reliquien,