tarcis
6803

Ordensberufung

Ist es lobenswert, den Weg des Ordenslebens einzuschlagen, ohne sich vorher gründlich beraten zu lassen und ohne dieses Vorhaben lange Zeit hindurch …
Seminarist
Vielen Dank! 🤗 😘
augustinus 4
Der erste Schritt ist, dass man durch Fügungen im Herzen darauf hingewiesen
wird, dass man berufen ist. Das ist der Ruf Gottes an uns.
Der zweite Schritt ist, dass man dieses Gefühl des Anrufes im Herzen vor den
Herrn selbst bringt und ihn konkret fragt: "Willst du, dass ich in den Orden gehe,
bitte leg es mir ganz deutlich ins Herz."
Der dritte Schritt ist, dass man eine große innere Sicherheit …More
Der erste Schritt ist, dass man durch Fügungen im Herzen darauf hingewiesen
wird, dass man berufen ist. Das ist der Ruf Gottes an uns.
Der zweite Schritt ist, dass man dieses Gefühl des Anrufes im Herzen vor den
Herrn selbst bringt und ihn konkret fragt: "Willst du, dass ich in den Orden gehe,
bitte leg es mir ganz deutlich ins Herz."
Der dritte Schritt ist, dass man eine große innere Sicherheit
erlangen wird, denn der Herr wird gewiss nicht säumen. Man wird sie an einer
großen inneren Freude oder am tiefen Herzensfrieden erspüren.
Der letzte Schritt ist, dass man sich daran macht, mit der Berufung zu beschäftigen
und sich auf den Weg macht durch Informationen und Beratung.

Da man viele unterschiedliche Ratschläge erhalten wird, ist es ganz wichtig,
alles, was man selbst entscheiden möchte, immer vor Jesus zu bringen. Er
wird immer eine Herzenssicherheit schenken. Man braucht nichts überstürzen,
aber wenn man sich der Dinge sicher ist, gibt es nichts mehr zu überlegen. Einfach
den Pflug in die Hand nehmen und den Dingen nachgehen. Die Motivation liegt
immer im Herzen. Der Verstand kann es nicht ergründen. Er kann nur ein paar wichtige
und sinnvolle Komponenten ertasten. Im Herzen spürt man es dann. Man muss
sich nur trauen, auf das Herz zu hören. Das kann manchmal ein Sprung über den
Graben bedeuten, aber wenn man bedenkt, für wen man es tut, bekommt man die
nötige Sprungkraft.

Zur Ausgangsfrage: Soll man lange überlegen oder nicht ?
Sobald man sich der Berufung sicher ist, braucht man nicht mehr überlegen.
Vorher muss man die Fügungen ernst nehmen, den Ruf hören, den Ruf
vor Jesus bringen, ihn bestätigen lassen und dann im Herzen ablesen.
Dann ist man sicher. (Dies entspricht auch Th. v. Aquin, würde ich meinen.)
🤗
Was die Entscheidung über einen konkreten Orden angeht, kann ich auch nur
raten, schon angesichts der heutigen Situation, längere Zeit mitzuleben und
keinen Schnellschuss wagen, denn es gibt Gemeinschaften, wo man unglücklich
werden würde. Es kommt auf einen guten Gemeinschaftsgeist an, auf die
Ernsthaftigkeit der Mitglieder inklusive des Oberen. Und natürlich nicht zu vergessen,
kommt es darauf an, wo der Orden hinsteuern möchte. Möchte er sich an den
Modernismus binden oder geht er den streng traditionellen Weg. Da bleiben heute
nicht mehr viele Orden übrig, um es genau zu sagen: Sehr wenige. Da muss man
schon genau hinschauen und darf nicht naiv sein !
Eugenia-Sarto
Heutzutage sind viele sensibler geworden. Das Gemeinschaftsleben ist nicht leicht zu ertragen. Man sollte sich vorher längere Zeit darin erproben. Ist im Kloster ein modernistisch-liberaler Geist, würde ich jedem abraten, dort einzutreten. Das ist einfach nicht lange auszuhalten, ohne dass es abfärbt oder man krank wird.
Eremitin
wir sollten für unseren Seminaristen beten 🙏 wer macht mit?
Seminarist
Vielen Dank! Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation
Eremitin
übrigens ein sehr schöner blog