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„Richtet euch auf, und erhebt eure Häupter“ (Lk 21,28)

Theodor von Studion (759-826)

Mönch in Konstantinopel
Katechese 28 (Les Grandes Catéchèses, coll. Spiritualité orientale n° 79, éd. Bellefontaine 2002, p. 277–278, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Richtet euch auf, und erhebt eure Häupter“ (Lk 21,28)

Warum kommt ihr nicht wieder zur Besinnung (vgl. 2 Tim 2,26), ihr, die ihr in Trostlosigkeit versinkt? Warum lauft ihr nicht, ihr, die ihr euch dahinschleppt? Ja, ja, das frage ich euch, meine Lieben! Du siehst doch, der Tod ist dir gewiss; wenn du dir nicht einmal sicher sein kannst, den heutigen Tag zu überleben, ist es absolut sicher, dass du morgen sterben wirst. Wie groß wird deine Freude sein, wenn du diese Welt verlassen und dich in himmlischen Gefilden niederlassen wirst, bei Gott, in unzugänglichem Licht (vgl. 1 Tim 6,16), an einem Tag, der keinen Abend kennt, in unsagbarem Glück, in unvorstellbarer Herrlichkeit, in den Wohnstätten der Heiligen, in den Höfen des Herrn (vgl. Ps 84(83),3), in der Gemeinschaft der Erstgeborenen (vgl. Hebr 12,23), im Schoß Abrahams (vgl. Lk 16,22), im Paradies aller Schönheit und Tugend, in einem nicht von Menschenhand gemachten Brautgemach, in den Gütern, die kein Auge geschaut, in dem Erhofften, das kein Ohr gehört hat, in dem unaussprechlichen Ziel unserer Sehnsucht, in den Chören der Engel, im Kreis der Propheten, in der Versammlung der Apostel, in den Palästen des Himmelskönigs, in der Stadt des Gottes Jakobs (vgl. Jes 2,3). Und wen wirst du dort sehen? Wer wird da sein? Die Herrin der Welt und Mutter Gottes, unseres Meisters, die ehrwürdigen körperlosen Kräfte, Cherubim und Seraphim, die Scharen und Rangordnungen der Priester und Heiligen, die Menge derer, die man nicht benennen kann und die keinen Namen haben, Bewohner dieser Orte, und schließlich die selige und reine Dreieinigkeit selbst. Entzückt dich das nicht, mein Bruder? Spürst du bei all dem noch die Wunden, selbst wenn man dir die Haut abzieht? Also was nun? Lassen wir uns wegen einer kleinen Trübsal, wegen eines Hiebes, einer Bestrafung, wegen des Durstes oder wegen irgendwelcher Nahrungseinschränkungen überwältigen? Keineswegs! Dann wird Christus, unser Gott, euch bewahren, geliebte Kinder, und mein armseliges Zureden in eure frommen Herzen dringen lassen; er wird sie stärken, erleuchten und heiligen.
Rita 3
o komm, o komm Emmanuel, man möchte es tgl. lauter singen