Irrlehren des Youcat

Der Youcat – ein authentischer katholischer Katechismus?

Der Youcat stellt nach Angaben des Herausgebers das größte christliche Buchprojekt der Welt dar und richtet sich insbesondere an Jugendliche. Er stammt aus dem deutschen Sprachraum und soll durch die Übersetzung in 14 Sprachen in zahlreichen Ländern zur Unterweisung im katholischen Glauben dienen. Allerdings beinhaltet dieses Werk mehrere Irrlehren, die das Christentum nicht stützen und aufbauen sondern in seinen Fundamenten untergraben. Diese Irrlehren stehen bisweilen direkt neben einer wahren Aussage und lassen dem Leser die Wahl, welche der beiden sich widersprechenden Äußerungen nun authentisch ist.

So wird zwar in Abschnitt 14 richtig das 2. Vatikanum zitiert, das lehrt, dass die menschlichen Verfasser der Heiligen Schrift Gott dazu dienen sollten,

all das und nur das, was er geschrieben haben wollte, als echte Verfasser schriftlich zu überliefern”.

Darauf folgt aber in Abschnitt 15 die diesem Satz widersprechende folgende Erklärung:

Wie kann die Heilige Schrift „Wahrheit“ sein, wenn nicht alles, was in ihr geschrieben steht, richtig ist?

Historische Präzision oder naturwissenschaftliche Erkenntnisse will uns die Bibel nicht vermitteln. Auch waren die Autoren Kinder ihrer Zeit. Sie teilten die kulturellen Vorstellungen ihrer Umwelt undwaren manchmal auch ihren Irrtümern verhaftet. Doch alles, was der Mensch über Gott und den Weg seiner Erlösung wissen muss, findet sich mit unfehlbarer Sicherheit in der Heiligen Schrift.”

Gegen diese Irrlehre des Youcat hat Papst Leo XIII in seiner Enzyklika Providentissimus Dei folgendes geschrieben:

Auch kann es vorkommen, dass der echte Sinn einer Stelle zweifelhaft bleibt; aber dann werden für dessen Enträtselung die besten Regeln der Auslegung beste Dienste leisten. Doch bei alldem wäre es durchaus frevelhaft, die Inspiration nur auf einige Teile der Heiligen Schrift zu beschränken, oder zuzugeben, dass der heilige Verfasser selbst geirrt habe. Denn auch das Verfahren jener Männer ist nicht zulässig, welche diese Schwierigkeiten dadurch überwinden, indem sie ohne Anstand zugeben, dass die göttliche Inspiration sich auf weiter nichts als auf Gegenstände des Glaubens und der Sitten beschränke...

Aber weit entfernt, dass bei der göttlichen Inspiration ein Irrtum unterlaufen könne, schließt sie schon an und für sich nicht bloß jeden Irrtum aus, sondern schließt ihn als verwerflich ebenso notwendig aus, als es notwendig ist, dass Gott, die höchste Wahrheit, überhaupt nicht Urheber einer Irrtums ist. – Das ist der alte und beständige Glaube der Kirche, wie er auch durch feierliche Erklärung der Konzilien zu Florenz und Trient ausgesprochen, zuletzt bekräftigt und noch deutlicher erklärt worden ist auf dem Vatikanischen Konzil...”


Und auch Papst Pius XII hat die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift in seiner Enzyklika Humani Generis verteidigt:

Sie verdrehen kühn den Sinn der Definition des Vatikanischen Konzils über Gott als den Urheber der Heiligen Schrift und erneuern den bereits öfters verworfenen Satz, nach dem sich die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift nur auf die Gegenstände bezieht, die über Gott, und Fragen der Moral und der Religion handeln. ...”

Der Youcat macht der Heiligen Schrift in seiner beiläufigen Formulierung den schweren Vorwurf der Verbreitung von Falschaussagen. Den Versuch, hierfür ein belegendes Beispiel anzuführen, unternimmt der Youcat nicht. Die kirchliche Tradition hingegen, wie sie z. B. in der dogmatischen Konstitution Dei Filius über die Heilige Schrift zum Ausdruck kommt, ist von tiefer Wertschätzung gegenüber der Offenbarung geprägt und zwar aus folgendem Grund:

Wenn die Kirche sie als heilige und kanonische Bücher wertet, so geschieht das nicht deshalb, als ob diese, durch rein menschliches Bemühen zustande gekommen, durch ihre Autorität nachträglich gutgeheißen worden wären; noch auch lediglich darum, weil sie die Offenbarung irrtumslos enthalten; sondern aus dem Grund, weil sie auf Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben sind und daher Gott zum Urheber haben, und als solche der Kirche übergeben worden sind.

Ferner lehrt der Youcat in Abschnitt 162:

Nicht Gott verdammt den Menschen. Es ist der Mensch selbst, der Gottes barmherzige Liebe ausschlägt und sich freiwillig das (ewige) Leben nimmt, indem er sich aus der Gemeinschaft mit Gott ausschließt.”

Diese Aussage steht in deutlichem Widerspruch zu zahlreichen Schrifstellen. Zwar ist es der Mensch selbst, der durch seine Sünden das Urteil der ewigen Verdammnis auf sich zieht, und insofern sich selbst verdammt. Aber es ist auch Gott, der ihn verdammt, denn nur Gott hat die Macht über das Ausführen des Gerichts. Es wäre für diesen Menschen viel besser ins Nicht-Sein zurückzufallen als die ewige Strafe zu erleiden. Wenn Gott ihn stattdessen nicht ins Nicht-Sein zurückfallen lassen könnte, wäre Er, der ihn aus dem Nichts geschaffen hat, nicht allmächtig. Weil Er das aber nicht tut, sondern Qual über ihn bringt, ist Gott es, der das Gericht aktiv vollzieht.

Wenn nicht Gott der Herr und Ausführende des Gerichts wäre, so wie es der Youcat lehrt, weshalb sollte man Ihn dann um Vergebung bitten? Wenn wirklich nicht Gott den Menschen verdammt, dann hätte auch der sühnende Opfertod Jesu keinen Sinn. Denn dann stünde es nicht in Gottes Macht, was mit dem Menschen im Jenseits geschieht, sondern es gäbe eine Macht, die größer wäre als Gott, nämlich ein unpersönliches ehernes Gesetz, das über den Menschen entscheidet. Und im Gegensatz zu unserem Gott kennt diese unpersönliche Macht keine Vergebung.

Der selbe Fehler steht auch im „Katechismus der Katholischen Kirche” in Abschnitt 1472, wo es über das zeitliche und ewige Gericht heißt:

Diese beiden Strafen dürfen nicht als eine Art Rache verstanden werden, die Gott von außen her ausüben würde, sondern als etwas, was sich aus der Natur der Sünde ergibt.

Wenn also die Strafe nicht von Gott ausgeübt würde, dann von einer anderen, einer unpersönlichen Macht, die die Stelle Gottes einnimmt.

Ferner wird in Abschnitt 234 des Youcat gesagt:

Mit Errreichen des Unterscheidungsalters ist man verpflichtet, seine schweren Sünden zu beichten. Die Kirche legt den Gläubigen dringend nahe, dies wenigstens einmal jährlich zu tun.

Da im Folge-Abschnitt 235 gefragt wird, ob man auch beichten könne, wenn man keine schweren Sünden begangen hat, muss man schließen, dass in Abschnitt 234 tatsächlich die schweren Sünden gemeint sind. Somit wäre es katholische Lehre, dass man Mord und Ehebruch wenigstens einmal jährlich beichten soll. Zum Einen suggeriert dies, dass es normal sei, dass der Gläubige diese Sünden nächstes Jahr wieder begehen wird. Und zum Anderen nimmt es die Notwendigkeit weg, so schnell wie möglich die Lossprechung zu erlangen und wieder an der Eucharistie teilzunehmen. Auch weiß niemand, ob er das nächste Jahr noch auf Erden erleben wird. Der selbe Fehler steht auch im „Katechismus der Katholischen Kirche” in Abschnitt 1457.

In Abschnitt 136 des Youcat wird folgendes gesagt:

Die Kirche lehrt, dass alle Menschen, die ohne eigene Schuld Christus und seine Kirche nicht kennen, aber aufrichtig nach Gott suchen und der Stimme ihres Gewissens folgen, das ewige Heil erlangen.”

Das würde heißen, dass alle Sünder, die Christus ohne ihr Zutun nicht kennen, sich selbst rechtfertigen können. Demnach würde für sie keine Gnade und Vergebung durch den einzigen Erlöser notwendig sein. Man könnte sich also von der Erbschuld und jeder persönlichen Schuld durch eigene Taten auch ohne Christus garantiert selbst befreien. Die Kirche hingegen lehrt, dass Werke und Gnade notwendig sind. Wir können hoffen, dass derjenige, der nie von Jesus erfahren hat, ihn doch noch auf eine geheimnisvolle Weise z. B. kurz vor seinem Tod, geoffenbart bekommt, aber wir können nicht sagen, dass es auch ohne Jesus ginge, ins Reich des Vaters zu gelangen.

In Abschnitt 391 wird ferner folgendes zum Thema Organspende erklärt:

„Die Organspende aus einer Leiche setzt eine sichere Todesfeststellung...voraus.”

Zu dieser Thematik erklärt dagegen Professor Josef Schumacher in einem Kath.net-Interview:

„Ein totes Organ ist unbrauchbar für eine Transplantation. Die zu transplantierenden Organe müssen vor der Transplantation noch Lebenszeichen geben, sie können nur dann transplantiert werden, wenn sie bis zur Entnahme durchblutet geblieben sind. Verwendet werden können daher für Transplantationen de facto nur die Organe eines für tot erklärten Menschen. Die Basis dieser Todeserklärung ist der Hirntod. Er tritt an die Stelle des traditionellen Kennzeichens für den Tod eines Menschen, an die Stelle des definitiven Aufhörens der Herz- und Kreislauftätigkeit.”

Vor diesem Hintergrund kann mit der Youcat-Aussage in Abschnitt 391 beabsichtigt oder unbeabsichtigt nur den sogenannte Hirntod als sichere Todesfeststellung verstanden werden. Da dieser aber gar kein Tod ist, ist dieser Youcat-Abschnitt für viele Menschen lebensgefährlich.

Der christliche Grundsatz, dass Gott, der Vater, die Welt aus Nichts erschaffen hat, wird in Abschnitt 41 auf eine „theologische Aussage“ reduziert, mit dem Sinn dass Er eben doch nicht die ganze Welt geschaffen habe. So heißt es dort:

„'Gott hat die Welt geschaffen' ist eine theologische Aussage, in der es um die Beziehung der Welt zu Gott geht.”

In Abschnitt 42 wird dann sinngemäß erklärt, dass Gott ein „Etwas” geschaffen haben könnte, dass sich dann zu allem anderen von selbst entwickelt habe. Wird auch im Nachsatz der Mensch ausdrücklich nicht als Zufallsprodukt definiert, so wird doch die Evolutionstheorie als ein „hilfreiches Erklärungsmodell” bezeichnet.

Der Youcat schreibt:

Ein Christ kann die Evolutionstheorie als hilfreiches Erklärungsmodell annehmen, sofern er nicht dem Irrglauben des Evoutionismus verfällt, der den Menschen als Zufallsprodukt biologischer Prozesse sieht. Evolution setzt voraus, dass etwas da ist, was sich entwickeln kann. Über das ‚Woher' dieses Etwas ist damit nichts gesagt.”

Gott könnte demnach also etwas Materielles, z. B. die ersten Moleküle oder die erste Zelle durch übernatürliches Eingreifen geschaffen haben. Alles andere, die Gräser, Bäume, Fische, Vögel, Säugetiere usw. hätten sich dann daraus durch den evolutionären Kampf-ums-Dasein von selbst entwickeln können, ohne Gott. Dieses Szenario widerspricht den Naturgesetzen, die eine Neuenststehung von Ordnung und Information aus materiellen Prozessen, wie sie der Evolutionstheorie zugrundeliegen, verhindern. Dennoch daran festzuhalten, gesteht der Materie göttliche Eigenschaften zu und ist deshalb ein mit dem Christentum unvereinbarer Pantheismus.
Die christliche Lehre lehnt ein Mitwirken von Naturprozessen an der Schöpfung ab. So sagt der Heilige Augustinus:

„Der Mensch ist so nach dem Bilde Gottes, dass er ohne Vermittlung eines Geschöpfes von Gott gebildet wurde“ (Migne, Patrologiae cursus completus, series Latina, accurante F. P. Migne, Paris).

Und in den Worten des Heiligen Thomas von Aquin:

„So ist es deshalb unmöglich für irgendein Geschöpf, zu erschaffen, weder aus seiner Kraft noch als Hilfsmittel – das heißt, unterstützend.“ (Summa Theologica I, Q. 45, A. 5).

Ferner wird in Abschnitt 42 des Youcat erklärt:

Kreationisten nehmen biblische Daten (z.B. wie alt die Erde ist, Sechstagewerk) naiv wörtlich.”

Diese Verurteilung widerspricht der Erklärung von Providentissimus Deus, die besagt:

„In der Bibel werden verschiedene Sinne verwendet, aber der wörtliche, offensichtliche Sinn muss geglaubt werden, wenn nicht anderes durch die Vernunft geboten oder durch eine Notwendigkeit erfordert wird.”

Der Youcat unternimmt keinen Versuch, für die Abkehr vom Wortsinn Vernunft- oder Notwendigkeitsgründe anzuführen. Die naturwissenschaftlichen Daten lassen eine solche Abkehr nicht zu (s. www.sciencevsevolution.org).

Ferner wird durch Abschnitt 42 herabschauend gesagt, dass die katholischen Kreationisten, die Heiligen Väter und Lehrer wie z. B. Augustinus, Thomas von Aquin, Bonaventura, Gregor von Nyssa, Basilius (s. Anhang) usw. sowie die Konzilien Lateran IV und Vatikanum I (s. „Firmiter”) in ihrer Lehre „naiv” waren.

Darüberhinaus legt der Youcat in Abschnitt 52 nahe, dass der Himmel nicht sowohl Zustand als auch Ort sondern ausschließlich ein Zustand aber kein Ort wäre:

Der Himmel ist kein Ort im Weltraum. Er ist ein Zustand im Jenseits.”

Demgegenüber fasst die „Katholische Enzyklopädie” auf www.newadvent.org folgendes zusammen:

„Im allgemeinen jedoch halten es die Theologen für passender, dass es eine besondere und glorreiche Behausung geben sollte, in welcher die Seligen ihr eigenes Heim haben und wo sie sich gewöhnlich aufhalten, obwohl sie frei sind, in diese Welt zu gehen. Denn die Umgebung, innerhalb derer die Seligen ihrer Wohnstatt haben, muss in Übereinstimmung mit ihrem glücklichen Zustand sein; und die innere Einheit der Liebe, die sie gefühlsmäßig verbindet, muss ihren äußeren Ausdruck in der Gemeinschaft des Wohnorts finden.”

Zudem beten wir: „Vater unser im Himmel, ...Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden..” Die Erde ist ein Ort, also muss es auch der Himmel sein, sonst würde „wie im Himmel so auf Erden” nicht so zusammen genannt werden können.

Weiter sind im Youcat mehrere Abbildungen leicht bekleideter Mädchen unpassend für ein katholisches Andachtsbuch, das von Keuschheit und wahrer Liebe sprechen möchte.

Dies geht einher mit der neuen Lehre, die in Abschnitt 409 verkündet wird:

Die Kirche verteufelt Selbsbefriedigung nicht, aber sie warnt davor, sie zu verharmlosen.”

Wenn Masturbation wirklich nicht vom Teufel käme, dann wäre sie keine Sünde.

Weitere Kritikpunkte werden auf der Internetseite der weltweiten Petition katholischer Theologen und Laien zur Rücknahme des Youcat auf www.youcatrecall.com aufgeführt.

Zum Schluss soll noch auf zwei Aussagen aus dem Vorwort des Youcat verwiesen werden. Die eine lautet:

Es [das Buch des Katechismus] sollte zeigen, was die katholische Kirche heute glaubt.”

Dieser Satz impliziert, dass die Kirche früher etwas anderes geglaubt hätte, dass ihre Lehre also relativ und veränderlich ist.
Dagegen muss man diesem anderen Satz des Youcat-Vorwortes zustimmen:

Man kann natürlich manches oder auch vieles an einem solchen Werk kritisieren. Alles, was Menschen machen, ist unzulänglich und kann verbessert werden.”

Damit wird klargestellt, dass es sich beim Youcat nicht um ein autoritatives Werk des Lehramts der Kirche handelt. Seine Rücknahme aus dem Buchhandel und allen katholischen Einrichtungen der Welt ist um des Seelenheiles seiner Leser willen unerlässlich und dringend. Sie haben ein Recht auf eine irrtumsfreie Unterrichtung in der Wahrheit des Evangeliums und dürfen nicht verwirrt werden.

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Anhang

Die Lehre der Kirchenväter, Kirchenlehrer und der Heiligen Schrift über die Interpretation der Genesis

Heiliger Augustinus:

"Falsch sind die Geschichtsangaben, die der Vergangenheit viele Jahrtausende zuteilen. ... Sie werden dabei auch irregeführt durch ganz verlogenes Schrifttum, das angeblich viele Jahrtausende von Zeitengeschichte umfasst, während sich auf Grund der Heiligen Schrift ein Zeitraum von weniger als sechs Jahrtausenden seit der Erschaffung des Menschen berechnet." (Civitate Dei, 12. Buch)

Heiliger Basilius:

„Damit wir lernen, dass die Welt geschaffen wurde in dem zeitlosen Moment, den Gott wollte, heißt es: Am Anfang schuf Gott…was andere Ausleger klarer ausdrücken durch diese Worte: Gott schuf alles miteinander, das heißt, zur gleichen Zeit und in einer kurzen Zeit.“

„'Es gab einen Abend und es gab einen Morgen’? Das ist zu verstehen als Dauer von einem Tag und einer Nacht.“

„'Und es gab einen Abend und es gab einen Morgen: einen Tag.’ Warum sagte der Schreiber nicht: ‚der 1. Tag’, sondern ‚einen Tag’?? Er wollte die Länge von einem Tag und einer Nacht festlegen, damit das Nacht-Tag-Zeitmaß zusammen passte (und zwar sind 24 Stunden die Dauer eines Tages, die Nacht eingeschlossen), damit sogar, wenn Tag oder Nacht bei verschiedenen Jahreszeiten länger oder kürzer sind, der Zeitabschnitt immer der gleiche ist, nämlich ein Tag. Es ist so, als hätte Moses gesagt: ‚24 Stunden sind die Länge von einem Tag’“.(Predigtreihe zu den Schöpfungstagen, dem Hexameron)

Heiliger Gregor von Nyssa:

"Lasst mich, bevor ich beginne, bezeugen, dass es nichts Widersprüchliches gibt, in dem, was der heilige Basilius über die Erschaffung der Welt geschrieben hat, denn es ist keine weitere Erklärung nötig."

(Hexaemeron, PG 44: 68)

Heiliger Eustathius:

Über die Auslegungen des Heiligen Basilius zur Genesis: „ein insgesamt großartiger Kommentar“ (PG 18, 705-707).

Heiliger Ephräm, dem Syrer:

"'Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde,' das heißt, die Substanz der Himmel und die Substanz der Erde. Lasst deshalb niemanden denken, dass es irgend etwas Allegorisches in den Werken der sechs Tage gibt. Niemand kann zurecht sagen, dass die Dinge, die zu diesen Tagen gehören, symbolisch wären. (Kommentar zur Genesis, 1:1, FC 91:79)

Heiliger Irenäus:

"Denn in so vielen Tagen, wie diese Welt gemacht wurde, in so vielen tausend Jahren soll sie beendet werden... Denn der Tag des Herrn ist wie tausend Jahre; und in sechs Tagen wurden die geschaffenen Dinge vollendet: es ist deshalb klar, dass sie im sechstausendsten Jahr zu einem Ende kommen werden" (Gegen Häresien 5, 28, 3).

Heiliger Lactantius:

"Gott vollendete die Welt und dieses bewundernswerte Werk der Natur im Zeitraum von sechs Tagen, wie es in den Geheimnissen der Heiligen Schrift enthalten ist, und heiligte den siebten Tag... Denn es gibt sieben Tage, durch deren Umlauf die Kreise der Jahre geordnet aufgebaut sind... Deshalb, da alle Werke Gottes in sechs Tagen vollendet wurden, muss die Welt in ihrem gegenwärtigen Zustand durch sechs Zeitalter hindurch fortdauern, das heißt, sechstausend Jahre... Denn der große Tag Gottes ist begrenzt durch einen Kreis von tausend Jahren, wie der Prophet zeigt, der sagt, "In Deinen Augen, o Herr, sind tausend Jahre wie ein Tag." (Institutes 7, 14).

Heiliger Clemens von Alexandria:

"Von Adam bis zur Sintflut sind zweitausend einhundert und achtundvierzig Jahre und 4 Tage umfasst" (ANF, Vol. 2, p. 332).

Das bedeutet, dass für den Heiligen Clemens der erste Tag dieser Aufzählung mit dem sechsten Schöpfungstag begann, der zweite Tag mit dem siebten usw, das heißt, dass ein Schöpfungstag ein 24-Stunden-Tag war.

Heiliger Bonaventura:

„ ... wir müssen insbesondere festhalten, dass die physikalische Natur in sechs Tagen ins Dasein gebracht wurde.“ (Breviloquium - Teil II)

Heiliger Thomas von Aquin:

„Im Anfang der Zeit ist alles von Gott geschaffen worden; 'im Anfang' heißt auch: 'Im Sohn'; 'im Anfang heißt auch: 'Vor allem'.“ (Summa Theologica, Teil I, Q. 47, Art. 3)

„Verwendet die Schrift angemessene Worte, um das Werk der sechs Tage auszudrücken?
...
Einwand 7: Ferner bezieht sich 'erster', nicht 'ein', auf 'zweiter' und 'dritter'. Es hätte deshalb heißen sollen: 'Der Abend und der Morgen waren der erste Tag.' anstelle von 'ein Tag'
...
Anwort auf Einwand 7: Die Worte 'ein Tag' werden verwendet als Tag zum ersten Mal eingeführt wird, um anzuzeigen, dass ein Tag aus 24 Stunden besteht. Deshalb ist durch die Erwähnung von „ein“ das Maß eines natürlichen Tages festgelegt. Ein anderer Grund könnte darin liegen, dass ausgedrückt werden soll, dass ein Tag durch die Rückkehr der Sonne zu dem Punkt, von dem aus sie ihren Lauf begann, beschlossen wird. Und noch ein anderer, weil bei der Vollendung einer Woche von sieben Tagen der erste Tag zurückkehrt, der eins ist mit dem achten Tag.“ (Summa Theologica, Teil I, Q. 74, Art. 3)

Jesus Christus, der Herr:

„Am Anfang der Schöpfung hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.“

(Mk 10, 6)

Jesus Sirach:

„Er hat am Anfang den Menschen erschaffen...“

(Sirach 15, 14)

Das heißt, er hat den Menschen nicht 15 Milliarden Jahre nach dem Anfang der Schöpfung erschaffen, sondern zu Beginn, also ohne vorherige Evolution.
tantumergo_ shares this
2891
Romani
Der Youcat ist eine wunderbare Hilfe für die Jugend-nicht nur für die!
elisabethvonthüringen
Leider tun viele Jugendlich das, was das Bild suggeriert...sie schei....drauf; ich habe schon etliche Youcats aus dem Papiermüll im Recyclinghof gefischt! Er wird von den örtlichen Pastoralen aber auch gar nicht beworben, verwendet oder gebraucht...für jede Firmung wird was neues erfunden....
Philippus
Der Youcat ist das "zweitmeist katholische Buch der Welt". Vielleicht sollte hier mal ein Update erfolgen, um die zweifelhaften Stellen auszubessern.
Iacobus
Danke! 😇
Hl. Leopold Mandic
Ein sehr schön verfasster aufklärender Artikel der sicher seine Wirkung nicht verfehlt. 👍
Waldgaenger
Dankeschön, sehr guter Artikel, recht herzlichen Dank!