M.RAPHAEL

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, mich mit einem sehr liebenswerten und dankbaren Weltmenschen zu unterhalten. Er schilderte mir seine emotionalen Erinnerungen an die vielen und schönen Erlebnisse und Momente, die er im Leben erfahren durfte. Ich denke, dass z.B. auch weltliche Schriftsteller so voller Gefühl und Intensität das Leben in seiner „Vielfalt“ verkosten.
Mir wurde klar, dass das für mich nicht gilt. Ich habe zwar auch schöne Erinnerungen, aber sie sind einfach nur da, ohne sentimentale Gefühle. Das Leben hat für mich einen ganz anderen Stellenwert und Bedeutung.
Für die Weltmenschen scheint es nur dieses eine Leben zu geben. Sie lieben es abgöttisch. Es gehört ihnen, den Menschengöttern. Alles in ihm erleben sie intensiv. Sie lieben es wie ihr Auto oder ein leckeres Essen. Mit unglaublichem Engagement widmen sie sich der Suche nach einem Liebespartner. Die Erotik wird für sie zu ein und allem. Liebesromane werden konsumiert wie heiße Schokolade oder guter Whiskey.
Als Mönch kann ich das nicht nachvollziehen. Mein Leben hat immer schon Gott gehört. Als Baby habe ich schon vom Heiligen Geist geschwärmt (lt. meiner Mutter). Von Anfang an war meine ganze Existenz jenseits von Zeit und Raum. Das ewige Leben ist im übernatürlichen Licht des Himmels unendlich mehr und vielfältiger, als nur dieses irdische, durch kleinbürgerliche Freuden eingeengte, Hängen an den Puppenspielerseilen des Herrn der Welt. Die Menschengötter wissen, dass sie bald tot sind. Sie ahnen ihre Kontingenz. Schnell müssen sie noch ein wenig ihr Leben, vor allem auch in der Vat.2 Konzilskirche, genießen.
Die Katholiken dagegen sehen, wie der Hl. Stephanus, den offenen Himmel. Sie schauen nach Innen und nach Oben. Gott hat immer schon an ihre unsterbliche Seele geklopft. Sie haben sich für Ihn geöffnet und ihren Leib zu Seinem liebevollen, demütigen, keuschen und gehorsamen Tempel gemacht.
Der Heilige Geist verwandelt sie mit den Sakramenten in das Fleisch und Blut des Herrn. Und das Wort ist Fleisch geworden. Damit öffnet sich das übernatürliche Leben. Die irdischen Freuden werden vollkommen relativiert. Sie werden unwichtig. Der gesamte Lebensvollzug in dieser Welt wird zum Glauben.
Nur noch Gott, ruft der Mönch aus und verschwindet hinter Klostermauern, um bis zu seinem Tod im Chorgestühl anzubeten und im Dunkeln des Kreuzgangs auf die Überhelle der Stille Gottes zu achten. Da kann kein irdisches Leben in Saus und Braus mithalten. Was braucht er emotionale Erinnerungen an das gute Schokoladenkonfekt im Kino?
Der wahre Glaube an Gott ist deshalb immer ein Akt des Bauches, d.h. des ganzen Lebens. Alles muss verwandelt werden. Alles muss Gott geopfert werden, Ihm in Dankbarkeit zurückgeschenkt werden, damit die ewige Liebesgemeinschaft beginnen kann.
Es gibt keinen Kontakt mit Gott ohne Ganzopfer (vgl. Kain und Abel; Abraham und Isaak, etc.). Nichts will der Katholik mehr, als ein wohlgefälliges Brandopfer für Ihn zu werden.
Diese Wahrheit hat die ganze Menschheit immer schon gewusst. Gott muss geopfert werden, aber nicht, damit Er einem nichts antut, sondern weil es der größte Liebesaustausch ist, den es überhaupt nur geben kann.
NUR WEIL GOTT UNS LIEBT, DÜRFEN WIR UNS FÜR IHN MIT UNSEREM GANZEN LEBEN IM FLEISCH AUFOPFERN.
Es ist ein sich ewiges gegenseitiges Beschenken.
Der folgende Vortrag von Hw. Hesse ist wohl der Beste, den man sich in dieser Hinsicht vorstellen kann. Auf einmal versteht man wieder die Wahrheit der vorkonziliaren Heiligen Katholischen Kirche. Was ist da an Wissen verloren gegangen!
Die Hl. Messe als Opfer
youtube.com/watch?v=lVWkDqyQNkQ
Wer sich das nicht anhört, braucht sich nicht zu wundern, wenn er durch das satanische, sexuell perverse Feiern der Vat.2 Kirche in die Verdammnis geht. Sie ist eine rein kommunistische Ideologie, eine Kopfkirche, und eben keine Bauchkirche des Lebensopfers, wie es die wahre Kirche ist. Demnächst mehr.

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Pater Rico

Ja stimmt messerscharf genau ! Auto-Neue Essen ("der neue Italiener- der neue"Club") :<<< Must Haves_ausprobieren-Reisen-Erotik-; Filme und Kino_streamen- nicht zuletzt : Selbstruhm beschaffen: "Alle Scheinwerfer auf mich" zeigen, dass ich lebe und mich fühlen kann------Tatsächlich wird diese (!) Art von Lebensvollzug zum echten Gott, ja das stimmt schon. Wie kommen Menschen einen Schritt weiter auf Gott zu? Hmh, an dieser Frage bzw. Antwort sieht man, wie groß Gott sein muss und es - gottseidank- auch ist. Trotzdem bleibt die Frage auch hier auf der Erde schon bestehen, sie ist unausweichlich. Ja, stimmt.