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Gänswein und Franziskus in “sehr gutem Kontakt“

Erzbischof Georg Gänswein hat erklärt, dass er nach der Wahl von Papst Franziskus mit diesem „ein paar Startschwierigkeiten“ hatte [obwohl er das zu jener Zeit in keiner Weise zugegeben hätte].

Vor der deutschen Agentur DPA (2. August) führte Gänswein aus: "Die große Unterschiedlichkeit sowohl der Persönlichkeit als auch der Art und Weise des Handelns und des Regierens war eine große Herausforderung und nicht einfach."

Doch mittlerweile hätten sich Franziskus und er gut arrangiert: „Wir haben einen sehr guten Kontakt.“

Bild: © Mazur/catholicnews.org.uk, CC BY-NC-SA, #newsXhyqteznko
catharina
Wundert's jemanden? Auch der "Papa emeritus" und Franziskus sind zweifelsohne in gutem Kontakt.
Seidenspinner
Georg Gänswein über die Anlaufschwierigkeiten: "Die große Unterschiedlichkeit war nicht einfach"
Ottaviani
Man sieht hier klar es gibt diese strenge Grenze da die guten dort die Bösen nicht das gabs schon nicht am Konzil
simeon f.
Solange man Benedikt/Ratzinger als den guten, traditionsverbundenen Hirten und seinen Nachfolger als dessen Gegensatz, also einen bösen, traditionsverachtenden Wolf betrachtet, ist das Phänomen, des verbindenden Scharniers Gänswein kaum zu erklären.

Leider sind die Neokons (neokonservative Traditionalisten) nicht bereit Ratzinger mal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ansonsten sähen sie, dass …More
Solange man Benedikt/Ratzinger als den guten, traditionsverbundenen Hirten und seinen Nachfolger als dessen Gegensatz, also einen bösen, traditionsverachtenden Wolf betrachtet, ist das Phänomen, des verbindenden Scharniers Gänswein kaum zu erklären.

Leider sind die Neokons (neokonservative Traditionalisten) nicht bereit Ratzinger mal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ansonsten sähen sie, dass man hier auch einen Wolf vor sich hat. Er ist lediglich noch mit Schafspelz getarnt, im Gegensatz zu seinem unverfrorenen Nachfolger.

Sie arbeiten aber an der gleichen Agenda. Sie besetzen darin nur zwei unterschiedliche Positionen. Es handelt sich um die Rolle des "good cop" und diejenige des "bad cop." Für die Neokons erscheint Ratzinger als "good cop" und Bergoglio als "bad cop". Für die Ultraprogressisten ist es genau umgekehrt. Doch wer das Schema aus den entsprechenden Hollywoodstreifen kennt, der weiß, dass sowohl "good cop", als auch "bad cop" auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Sie wollen dem vermeintlichen Bösewicht ein Geständnis entlocken.

Das Phänomen zeigt eine gewisse Verwandschaft zum sogenannten Stockholm-Syndrom. Es wurde beobachtet, dass die Geiseln, welche über einen längeren Zeitraum in einem Geisel/Geiselnehmerverhältnis lebten, eine Verbindung zu den Geiselnehmern aufbauen, die aus der Verunsicherungsituation resultiert, in der sie sich befinden. Das kann soweit gehen dass die Geiseln nach einiger Zeit ein Liebesverhältnis zu den Geiselnehmern entwickeln.

Beide Phänomene, das Stockholm-Syndrom und das "good cop - bad cop - System" werden gezielt eingesetzt, wo man eine Gehirnwäsche vornehmen will. Abwechselnd wird beim Opfer eine Verunsicherung hervorgerufen, um dann wieder von einer scheinbaren Stabilität abgelöst zu werden.

Was hat das jetzt aber mit der nachkonzilaren "Kirchen"-Situation zu tun? Ich behaupte, dass hier ebenfalls eine Gehirnwäsche vorgenommen wird. Es geht drum, dass sich insbesondere die widerspenstigen Traditionalisten in die nachkonzilare Menschenmachwerkssekte einfügen sollen. Sie sollen sich immer mehr von der Wahrheit entfremden, die in der "vorkonzilaren" einen, heiligen, apostolischen und katholischen Kirche ewige Gültigkeit hatte.

Das Ziel Ratzingers bestand also nicht darin, die Kirche wieder an ihre heilige Vergangenheit anzubinden, sondern darin, diejenigen, die noch an der heiligen Vergangenheit festhalten wollten, in der Hoffnung zu wiegen, dass es sich bei beiden "Kirchen", der vorkonzilaren und der nachkonzilaren, um die gleiche Kirche handeln würde. Es ging ihm also darum, den Bruch zu kaschieren. Es ging ihm darum, uns ein X für ein U vorzumachen, während Bergoglio unumwunden für das X steht. Jeder sieht das X von Begoglio, aber Gänsweins Aufgabe besteht darin, dass wir immer noch an der Hoffnung festklammern, dass dieses X doch irgendwie immer noch ein U sein könnte.

Es ist die Agenda des Teufels, der mit aller Kraft daran arbeitet, möglichst viele (eigentlich alle) Seelen in den Abgrund zu führen. Gänswein ist das Scharnier zwischen der scheinbar konservativen Konzilssekte und der progressiven Konzilssekte, der dafür sorgen soll, dass kein Bruch entsteht. Der Zug soll als gesamter gegen die Wand gefahren werden. Bergoglio sitzt im Triebwagen und hat dafür zu sorgen, dass die Progressiven bei Laune bleiben und Ratzinger dient als Bremser, der die Tradis bei Laune hält. Gänswein hält die Verbindung zwischen den beiden Wagen aufrecht.

Das einzige was aufrechte Katholiken tun können, ist, den Zug zu verlassen und zu erkennen, dass es sich nicht um die katholische Kirche handelt, sondern um die Antikirche mit ihren Antipäpsten. Gott selbst wird uns führen, in dieser führunglosen Zeit. Seien wir dem Heiligen Stuhl treu ergeben, aber nicht denen, die den Thron des Antichristen an dessen Stelle errichtet haben. Wie heißt es doch im kleinen Exorzismus von Leo XIII?

"... Selbst am Heiligen Orte, wo der Sitz des Heiligsten Petrus und der Thron der Wahrheit zur Erleuchtung der Welt, errichtet wurde, haben sie ihren Thron des grauenvollen Frevels aufgestellt, mit der heimtückischen Absicht, den Hirten zu schlagen, damit sich dann die Schafe in alle Richtungen zerstreuen. ..."
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SvataHora
Ratzinger nehme ich übel, dass er das Zerstörungswerk seines "Nachfolgers" sieht und dennoch nicht offen seine Stimme gegen ihn erhebt! Was könnte ihm passieren? Höchstens ein "plötzlicher und allen unerklärlicher Tod"! Lieber für die Wahrheit sterben als Teil eines Lügenkonstrukts zu sein!
CollarUri
@SvataHora Benedikt XVI. hat seine Stimme sehr wohl erhoben, im Schreiben über die Moral. Das Geplänkel vom "Blatt Papier, das nicht zwischen die beiden passe" u. dgl. ist allerdings ein Affront gegen den Glauben. Benedikt XVI. mag befremdliche Entscheidungen fällen, aber er ist der Papst.
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simeon f.
@Tradition und Glauben, die FSSPX scheint mir keine Option zu sein. Einem "Papst" Gehorsam und Wiederstand gleichzeitig entgegen zu bringen, ist ein eklatanter Wiederspruch, der in die Schizophrenie führt. Zudem ist es anmaßend, das von ihnen selbst ja anerkannte, lebendige Lehramt, dem eigenen Urteil zu unterwerfen. Ich erachte es zudem für sehr charismatisch, eine eigene Jurisdiktionsvollmacht…More
@Tradition und Glauben, die FSSPX scheint mir keine Option zu sein. Einem "Papst" Gehorsam und Wiederstand gleichzeitig entgegen zu bringen, ist ein eklatanter Wiederspruch, der in die Schizophrenie führt. Zudem ist es anmaßend, das von ihnen selbst ja anerkannte, lebendige Lehramt, dem eigenen Urteil zu unterwerfen. Ich erachte es zudem für sehr charismatisch, eine eigene Jurisdiktionsvollmacht zu etablieren. So gesehen sind die Ecclesia Dei Gemeinschaften in sich kongruenter und auch theologisch besser ausgebildet. Menschlich gesehen finde ich das Pius-Vereinswesen oftmals sehr sympatisch. Sie bieten wirklich eine Alternative zum NOM-Gedöns.

Williamson folgt den Piussen in einem Abstand von 20 Jahren. Zumindest nach Außen hin scheint er im Wiederstand zu Pius zu sein, aber das gilt lediglich in Bezug auf den Schmusekurs der Piusse zu Ratzinger/Bergoglio.

Die einzige kongruente und theogisch stimmige Haltung ist für mich in der Tat der sogenannte Sedisvakantismus. Und das trotz all der Schwierigkeiten, die sich hier gleich auftun. Aber schräge Vögel und Uneinigkeit finden wir dort ganz bestimmt nicht in höherem Maß. als in allen anderen Alternativen.
simeon f.
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Eugenia-Sarto
Das ist nach allen Seiten interpretierbar. PF hat auch guten Kontakt zu z.B. Atheisten, Abtreibern, Modernisten und zu Moslems. Was sagt das denn eigentlich aus? Wenn er aber die Traditionalisten rausschmeist, dann haben die Kontakte eine ganz bestimmte Bedeutung.
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Laach
Ganz einfach erklärt: "Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing"...
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SvataHora
Der Gänswein ist doch eine Witzkarrikatur. Erzbischof darf er sich schimpfen. Dabei wurde er beim "emeritierten Papst" kaltgestellt - profillos, farblos, kraftlos ... sinnlos!
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Gestas
Bin sehr enttäuscht von Gänswein. Feigling!
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Sancta
Wie könnte es auch anders sein, die hatten immer einen guten Kontakt.
a.t.m
Vor Jahren wurde ja geschrieben, und was sich ja inzwischen bestätigt hat "Was die Lehre betreffe, passe zwischen Franziskus und Benedikt XVI kein Blatt Papier" , aber wie es scheint passt dort ein GÄNSWEIN rein.

Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
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Carlus
Wer zur gleichen Zeit mit zwei Musikinstrumenten spielt, wird mit Sicherheit auf einem Instrument die falschen Töne spielen.
1. ist es bei rechtmäßigen und gültigen Papst, dem die Amtsgeschäfte entrissen wurden,
oder
2. ist es beim freimaurischen Gegenpapst, dem Oberhaupt Besetzter Raum?
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Waagerl
Ob Gänswein und PF sich reinen Wein einschenken?
Sie haben sich also "arrangiert". Mich dünkt, da hat sich wohl hauptsächlich einer der beiden "arrangiert".
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PaulK
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!
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Waagerl
Ach nee, wie unerwartet
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