Die Liebe lebt nicht für sich sondern für den Geliebten

Die absolute Liebe ist Gott. Er ist die vollkommene Hingabe und Selbstaufopferung für den Geliebten. Gott Vater und Gott Sohn schauen sich gegenseitig an, spiegeln sich und verschenken sich grenzen- und bedingungslos füreinander. Nur noch für den anderen zu leben ist das Ziel. Es ist wie der Stromfluss zwischen zwei Polen. Beide Pole sind eigenständig, selbstbewusst und ganz sie selbst. Aber beide wollen nur für den anderen da sein. Dann fließt der Strom in Gott selbst. Das ist der Heilige Geist. Keiner nimmt. Alle geben und verschenken sich mit allem was sie haben. Es ist schon schön, für immer und ewig. Jeder Friedhof beweist, dass es keinen Tod für die Liebe gibt. Die Liebe ist ewig.

Wie aber sieht diese Liebe der göttlichen Dreifaltigkeit für den gemeinen Egoisten aus? Der sieht nur verzehrendes Feuer. Der moderne Mensch, der nur an seine eigene Selbstverwirklichung denkt und davon überzeugt ist, sich holen zu können, was er will, sieht in der Selbsthingabe und Selbstaufopferung eine Wahrheit, die für seinen Egoismus gefährlich ist. Seine unsterbliche Seele weiß, dass die wahre Liebe nur im vollständigen Loslassen seiner eigenen Selbstvergötzung zu haben ist. Eine Nichtung, ein Verbrennen seiner selbstgesetzten Göttlichkeit kann und will er nicht ertragen. Damit wird Gott zu seinem Feind. Er deutet ihn zu einem Wunscherfüller des Egoismus um, ein kleines Schoßhündchen im NOM, der nur will, was der Egoist will.

Aber Gott ist verzehrendes Feuer. Er ist die vollkommene Selbstaufopferung für den anderen. Er verbrennt jeden Selbstbezug. Das beginnt nicht erst mit dem brennenden Busch bei Mose (vgl. Ex 3). Der brennende, aber nicht verbrennende, Dornbusch, identifiziert sich selbst als Gott, als das Sein selbst. Später wird Er am Kreuz hängen. Auch die Kreuzigung bedeutet ein Brennen, ohne zu verbrennen. So zeigt sich Gott immer wieder den Selbstvergötzern.

Gott ist das Feuer. Ich, der ich Ihm manchmal sehr nahe sein darf, bin selbst Feuer, komme aus dem Feuer und werde dorthin zurückkehren. Sonst könnte ich Ihn nicht ertragen. Sonst würde auch ich sofort verbrennen. Das Feuer ist immer auch Schmerz. Es ist bestimmt nicht lieb. Feuer ist Feuer. Das Feuer verbrennt jede Selbstverwirklichung.

Im Himmel leben wir alle für die anderen. Wir sind umgepolt vom Nehmen zum Geben, weil wir das mit unserer unsterblichen Seele immer schon freiwillig gewollt haben. Kein modernes Subjekt mit seinem transzendentalen Ich (Immanuel Kant) kann den Himmel ertragen. Das Feuer würde ihn sogleich verbrennen. Aber da es keine Zeit gibt, wird er das Verbrennen schmerzhaft bis in alle Ewigkeit erfahren.

Das Feuer des Himmels ist überall.

Deshalb ist der Hintergrund in der Ikonenmalerei immer Gold (Feuer). Man erinnere sich an Elija (1 Kön 18,38). Das Feuer in Elija wird alle Propheten des Baal töten (1 Kön 18,40). Der US Bischof Barron, ein Sprachrohr der Konzilskrankheit, hat sich darüber aufgeregt und behauptet, dass Gott Elija für diese Gewalt „gekündigt“ habe. Da hat der ganze Himmel gelacht und gleichzeitig geweint. Die Konzilspfeifen sind lächerliche Diener der Moderne und dessen Egoismus.

Bishop Barron claims God fired Elijah the Prophet? Dr. Taylor Marshall responds (ecumenism)

Die Konzilskrankheit dient der egoistischen Gier. Sie kann nicht ertragen, dass jemand für seine selbstsüchtige Selbsterlösung durch fremde „Götter“ (hier Baal) bestraft wird. Deshalb tanzen die Truppen Raphaels hinter gefälligen Masken mit den modernen Menschen, den lustigen und scharfsinnigen Schlaubergern. Wie das Feuer ist niemand lieb. Besonders nicht Raphael. Keiner entkommt. Alle sind lieb. Alle brennen.

Der Feuerbote Elija wird in 2 Kön 2,11 in den Himmel aufgenommen. Das klingt nicht nach einer Kündigung. Bei der Verklärung des Herrn durch gleißendes Feuer (Lk 9,28–36, Mk 9,2–9, Mt 17,1–8) werden Moses und Elija als Feuerpropheten wieder eine wichtige Rolle spielen. Die heilige Schrift ist ein einziges Zeugnis für das radikale Feuer der Selbstaufopferung, der eigenen Kreuzesnachfolge. Das ist doch so einfach. Das weiß jeder.

Nur der Vat. 2 Konzilsvirus, die Bestie der egoistischen Gier, will das nicht wahrhaben. Weder die Feministen, die Homosexualisten, die Ehebrecher, die Abtreiber aber auch nicht die konservativen Alpenkatholiken werden gerettet werden. Sie sind alle selbstsüchtig. Sie alle wollen nur ihre eigene Weltanschauung bewahren. Sie machen alle nur ihr partikulares Ding. Vor dem Thron Gottes werden sie sogleich vom alles verzehrenden Feuer zu brennen beginnen. Weil es dort keine Zeit gibt, wird das Brennen der scharfsinnigen Schlauberger nie aufhören. Aber wenigstens waren sie auf der Erde Chef. Chef als letztes Wort?

Ihr Frommen, die ihr Euch nach der Selbstaufopferung als Nachfolge der absoluten Liebe sehnt, verzagt nicht. Die Armee ist auf der Erde.
Eugenia-Sarto
Gott ist ein liebendes ewiges Feuer, das sich verschenkt. Wie wahr. Aber vergessen sollen wir nicht, daß Gott deshalb nichts verliert an seiner eigenen Glückseligkeit und Freude. Das ist ja das Geheimnis, daß das Sichverschenken die Freude und Liebe nicht vermindert.