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Mit gutem Beispiel vorangehen

Gloria.tv-Sabrina
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Interview mit Pfr. Ludwig Westermeier. Pfr. Westermeier ist Pfarrer eines Pfarreiverbandes mit mehreren Pfarreien im Erzbistum München-Freising.
Wer möchte noch Pfarrer werden?

ZU altmodisch. Zu modern. Schrecklich konservativ oder schrecklich ungehorsam. Zu nah und zu oft bei den Leuten und in der Zeitung. Zu fern von den Menschen, abgehoben, unnahbar. Zu viel Verständnis für die Obdachlosen und die Roma und alles, was man gern als Randgruppe sekkiert. Zu viel gutes Essen und feiner Messwein und zu noble Gewänder. Zu wenig Sinn für …More
Wer möchte noch Pfarrer werden?

ZU altmodisch. Zu modern. Schrecklich konservativ oder schrecklich ungehorsam. Zu nah und zu oft bei den Leuten und in der Zeitung. Zu fern von den Menschen, abgehoben, unnahbar. Zu viel Verständnis für die Obdachlosen und die Roma und alles, was man gern als Randgruppe sekkiert. Zu viel gutes Essen und feiner Messwein und zu noble Gewänder. Zu wenig Sinn für Askese und nicht genug böse oder gute Worte von der Kanzel.

Zu störrisch gegen den Vatikan oder zu angepasst an Rom.
Viel zu tolerant oder unerträglich unzeitgemäß intolerant. Zu wenig Geld, um die Kirchenmauer zu sanieren. Zu wenig Einsicht in die dramatischen Missbrauchs-Geschichten. Zu weltfremd, zu weltlich. Mein Gott. Wer möchte heute noch Preiester sein? Oder werden?

Wie die alle abgewatscht werden. Wie die durch die Zeitungen gejagt werden. Wie man denen jede Silbe krumm nimmt oder im Mund umdreht. Und wie man die verhöhnt und beschimpft und in ihre Kochtöpfe schaut und in ihre Sakristeien. Wie man sie prüft, ob sie bei schlüpfrigen Witzen erröten und ob sie bei einer Hochzeit der schönen Braut zu tief ins Auge schauen oder zu tief ins Weinglas.

Das ist nicht Gott, der die Priester prüft. Das sind die Menschen. Priester sind die neuen Schlagzeilen-Geber, nachdem wir über Star-Friseure und Star-Köche und Casting- Stars schon alles wissen, was man eh vielleicht nicht wissen wollte.

Der Kardinal und der Papst und der Rebellen-Pfarrer und der gekränkte Pfarrer mit dem hochbeliebten schwulen Pfarrgemeinderat und der Dompfarrer Toni Faber und irgendein Pfarrer, der eine Freundin hat und sehr viele Pfarrer, die keine Freundin haben und...

Mein Gott, wer möchte da noch Priester werden? Gott sei Dank, dass es noch Priester gibt. Danke jenen Priestern, die mir schon oft Trost, Hoffnung, Hilfe gegeben haben.

Marga Swoboda in "Tag für Tag" /Kronenzeitung
Latina
Hach...ist das schön und der gute Pfr. Westermeier ist mit dieser Erfahrung nicht allein ...so erreichte mich dieser Brief eines -auch dankbaren - Priesters

Liebe Elisabeth,
am Abend des Emmaustages einen frohen Ostergruß aus Fließ.
Ganz erfüllt von Dankbarkeit und Osterfreude möchte ich
die letzten Tage noch ein wenig nachklingen lassen.
Die Mitfeier der Gemeinde war großartig.
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Hach...ist das schön und der gute Pfr. Westermeier ist mit dieser Erfahrung nicht allein ...so erreichte mich dieser Brief eines -auch dankbaren - Priesters

Liebe Elisabeth,
am Abend des Emmaustages einen frohen Ostergruß aus Fließ.
Ganz erfüllt von Dankbarkeit und Osterfreude möchte ich
die letzten Tage noch ein wenig nachklingen lassen.
Die Mitfeier der Gemeinde war großartig.
Seit ich hier bin, hatte ich heuer die meisten Beichten zu hören
und die Erstkommunionkinder, FirmkandidatInnen und deren
Familien haben sich auch einladen lassen
und intensiv mit vorbereitet und mit gefeiert...
Heute war die Kirche noch einmal so übervoll wie in der Osternacht.
Die Urgener waren zum "Emmausgang" nach Fließ aufgebrochen
und haben ein starkes Zeichen der innerpfarrlichen Verbundenheit
gesetzt...
Ostern - durch Leid und Tod hindurch leuchtet uns der Auferstandene,
damit wir in den Dunkelheiten und Zweifeln der Zeit die Orientierung
nicht verlieren:
Christus ist auferstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden!
In herzlicher und dankbarer Verbundenheit
Martin OPraem