Tina 13
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„Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5) Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749) Mönch, Theologe und Kirchenlehrer Homilie zu Mariä Geburt, 7, 10 (Homélies sur la Nativité et la Dormition, Éd. du Cerf …More
„Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5)

Hl. Johannes von Damaskus (um 675-749)

Mönch, Theologe und Kirchenlehrer
Homilie zu Mariä Geburt, 7, 10 (Homélies sur la Nativité et la Dormition, Éd. du Cerf 1961, p. 63–65. 73, rev.; ins Dt. übers. © Evangelizo)

„Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5)

Heute hat der Schöpfer aller Dinge, Gott das WORT, ein neues Werk vollbracht. Es ist aus dem Herzen des Vaters hervorgegangen, um – wie mit einer Rohrfeder – vom Heiligen Geist, der die Sprache Gottes ist, geschrieben zu werden. […] Allheilige Tochter Joachims und Annas, die du den Blicken der Mächte und Gewalten und „den feurigen Geschossen des Bösen“ (vgl. Eph 6,16; Kol 1,16) entgangen bist, du hast im Brautgemach des Heiligen Geistes gelebt und wurdest unversehrt bewahrt, um Braut Gottes zu werden und Mutter Gottes der Natur nach! […] Geliebte Tochter Gottes, Zierde deiner Eltern, alle Geschlechter preisen dich selig, wie du wahrheitsgemäß beteuert hast (vgl. Lk 1,48). Würdige Tochter Gottes, Schönheit der menschlichen Natur, Ehrenrettung unserer Stammmutter Eva! Denn durch deine Geburt wird sie, die gefallen war, wieder aufgerichtet. […] Wenn durch die erste Eva „der Tod in die Welt kam“ (vgl. Weish 2,24; Röm 5,12), da sie sich in den Dienst der Schlange stellte, so hat Maria, die sich zur Dienerin des göttlichen Willens machte, die täuschende Schlange getäuscht, und so kam durch sie die Unsterblichkeit in die Welt. […] Du bist kostbarer als die ganze Schöpfung, denn aus dir allein empfing der Schöpfer die Anfänge unseres Menschseins. Sein Fleisch wurde aus deinem Fleisch gebildet, sein Blut aus deinem Blut; Gott hat sich von deiner Milch ernährt, und deine Lippen haben die Lippen Gottes berührt. […] Im Vorauswissen deiner Würde hat der Schöpfer des Universums dich geliebt; weil er dich liebte, hat er dich vorherbestimmt und dich „am Ende der Zeiten“ (1 Petr 1,20) ins Dasein gerufen. […] Der weise Salomo möge schweigen; er soll nicht länger sagen: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ (Koh 1,9).
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