lelule100
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PRÄLAT WILHELM IMKAMP.

Sammlung über Prälat Wilhelm Imkamp

Auch genial!!! 🤗
elisabethvonthüringen
Klärender Austausch
26. Oktober 2012
Nachfolgend die Dokumentation eines kurzen Schriftwechsels zwischen dem Verfasser des Textes „Christen, verzichtet auf Jaffa-Orangen!“ in der Zeitung Die Welt, Alan Posener, und mir über meinen kommentierenden Beitrag „Sind wirklich alle Christen Nazis?“ in Jobo72's Weblog.
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Mail Alan Posener:
Lieber Herr Bordat,
Sie wissen ganz genau, dass ich nirge…More
Klärender Austausch
26. Oktober 2012
Nachfolgend die Dokumentation eines kurzen Schriftwechsels zwischen dem Verfasser des Textes „Christen, verzichtet auf Jaffa-Orangen!“ in der Zeitung Die Welt, Alan Posener, und mir über meinen kommentierenden Beitrag „Sind wirklich alle Christen Nazis?“ in Jobo72's Weblog.
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Mail Alan Posener:
Lieber Herr Bordat,
Sie wissen ganz genau, dass ich nirgendwo behauptet oder unterstellt habe, alle Christen seien Nazis. Schon gar nicht habe ich das in dem von Ihnen kritisierten Artikel getan. Dort sind die Leute, die zum Boykott gegen Israel aufgerufen haben, mit Namen genannt. Ich habe übrigens auch nicht geschrieben, dass Christen ungerührt zusehen, wie Kinder in Afrika sterben; und wenn das ein Kollege bei der „Welt“ getan haben sollte, so würde ich ihn zurechtweisen. Sie nennen den Namen nicht, damit der oberflächliche Leser glauben möge, auch dieser Unsinn stamme von mir.
Gerade Sie als Christ müssten wissen, dass auch nicht ein guter Zweck böse Mittel heiligt. Sie mögen als Katholik die Evolution leugnen und den Papst bewundern und mich darum als Ihren Feind betrachten. Ich erwarte von Ihnen nicht Feindesliebe. Die habe ich noch von keinem Christen erfahren. Aber Fairness kann ich sehr wohl erwarten. An ihren Früchten, sagte Jesus, werdet ihr sie erkennen. Nun, diese Frucht, lieber Herr Bordat, war giftig. Ich will nicht hoffen, dass damit auch etwas über den Baum gesagt wird.
Replik Josef Bordat:
Lieber Herr Posener,
1.) >>Sie wissen ganz genau, dass ich nirgendwo behauptet oder unterstellt habe, alle Christen seien Nazis. Schon gar nicht habe ich das in dem von Ihnen kritisierten Artikel getan. Dort sind die Leute, die zum Boykott gegen Israel aufgerufen haben, mit Namen genannt.<<
Nein, *so* schreiben Sie es selbstverständlich nicht. Sie machen m.M.n. aber etwas, das ich für im Grunde noch problematischer halte: Sie stellen eine enge Verbindung von Christsein und Nazisein her. Sie ziehen eine unübersehbare Linie von einigen antisemitischen Äußerungen evangelischer Christen in der Weimarer Republik zu den Nazis und lassen infolgedessen deren Machtergreifung in einem sehr eigenartigen Licht erscheinen, nämlich als Erfüllung eines angeblich christlichen Traums von der judenfreien Gesellschaft (Zitat: „als 1933 schließlich die Nazis diesem christlichen Drängen Raum verschafften“ – das ist also Ihrer Ansicht nach kein „Drängen einiger Christen“, die dem Zeitgeist zum Opfer gefallen waren, sondern ein „christliches Drängen“. Sie suggerieren damit m.M.n. (scheinbar auch noch durch historische Fakten gedeckt – drei Stellen aus acht Jahren!), dass Antisemitismus (Nazisein) wesentlich zum Christsein gehört, dass Christen also am Ende gar nicht anders *können*, als gegen Juden zu sein. Und *von daher* (mal wieder) ein christlicher “Juden-Boykott”.
Das finde ich so nicht in Ordnung. Die fehlende Differenzierung zwischen dem Fehlverhalten einiger Christen auf der einen und dem Christentum auf der anderen Seite habe ich versucht, mit der Überschrift „Sind wirklich alle Christen Nazis?“ zu karikieren.
2.) >>Ich habe übrigens auch nicht geschrieben, dass Christen ungerührt zusehen, wie Kinder in Afrika sterben; und wenn das ein Kollege bei der “Welt” getan haben sollte, so würde ich ihn zurechtweisen. Sie nennen den Namen nicht, damit der oberflächliche Leser glauben möge, auch dieser Unsinn stamme von mir.<<
Aus meinem Text geht eindeutig hervor, dass diese Einschätzung nicht von Ihnen stammt.
Ich schrieb: „damit dem neutralen Leser verständlich wird, warum die Christenheit immer auf dem Juden herumhackt, dagegen aber – wie ein Welt-Kommentator weiß – „ungerührt bleibt“, wenn „in Afrika Hunderttausende gepeinigt, geschunden, gemordet werden“.“
Ich nenne den Namen des Kommentators nicht, weil ich ihn nicht kenne – er selbst nennt sich „Protagoras“. Es handelt sich um einen Kommentar, der zu Ihrem Text abgegeben wurde.
Dort steht: „Warum sich die Christenmenschen immerzu auf Israel kaprizieren, erschließt sich nur, wenn man ihnen Antizionismus unterstellt. Allüberall werden die Menschenrechte mit Füßen getreten – auf jedem Erdteil, aber die christliche Seele gibt sich besonders erschüttert, wenn diese Verfehlungen im Gelobten Land geschehen. In Afrika werden Hunderttausende gepeinigt, geschunden, gemordet – aber die Seele des Christenmensch bleibt ungerührt.“
Das als affirmative Reaktion gerade auf Ihren Text, das ist schon spannend, oder?
Ich würde mich in der Tat sehr freuen, wenn sie den Kommentator für diese hanebüchene Einschätzung „der Christenmenschen“ bzw. der „Seele des Christenmensch“ zurechtwiesen.
3.) >>Sie mögen als Katholik die Evolution leugnen<<
Herr Posener, was soll *das* denn?!
Lieber Herr Posener, seien Sie versichert: Ich betrachte Sie nicht als meinen Feind und versuche, fair mit Ihren (wie auch mit allen anderen) Texten umzugehen. Sollte mir das Ihrer Ansicht nach im vorliegenden Fall nicht gelungen sein, bitte ich Sie um Entschuldigung! In keiner Weise ging es mir dabei um Sie als Person.
Nachtrag Alan Posener:
Was nun das „christliche Drängen“ betrifft: Ich hätte vermutlich wissen sollen, dass manche Leute keine Ironie verstehen – oder verstehen wollen. Es ist aus dem Kontext ersichtlich, dass ich den Boykottaufruf gegen Juden in den 1920er Jahren für ganz und gar unchristlich halte, ebenso wie ich den Boykott israelischer Waren für unchristlich halte. Das geht schon aus der Charakterisierung der “Frau Schmidt” hervor, die für jeden echten Christen und jeden Kenner des Neuen Testaments eindeutig als die Personifizierung des Pharisäertums erkennbar ist, das, wie ich über Frau Schmidt schreibe, selbst ein gutes Gewissen hat und anderen ein schlechtes machen will. Erstaunlich, dass Ihnen das entgehen konnte.
Mag sein, dass die Aktivitäten der Solidarischen Kirche und von Pax Christi im Widerspruch nicht nur zum Geist des Jesus aus Nazareth, sondern auch zum Wollen der Mehrheit der Christen hierzulande stehen. Umso betroffener bin ich, dass damals wie heute Boykottaufrufe gegen Juden im Namen kirchlicher Gliederungen ergehen können, ohne dass eine klare Distanzierung seitens der Kirche erfolgt. Und von Ihnen hätte ich auch erwartet, dass Sie Ihre Glaubensgenossen kritisieren, bevor Sie auf mich losgehen. Sie wissen ja: von wegen Balken im eigenen Auge und Span im Auge des anderen. Wer sagte das noch mal?
***
Schlussbemerkung:
Ich bin sehr froh über diese Erklärung zu dem Sachverhalt. Und darüber, dass ich den Text an dieser Stelle offenbar gänzlich missverstanden habe. Ich hatte doch glatt in der Eile beim >>„christlichen“ Drängen<< die gedanklich hinzuzusetzenden An- und Abführungszeichen nicht berücksichtigt. Selten zuvor habe ich mich so gerne in meiner Einschätzung geirrt! Ich bedaure jedoch sehr, mit diesem Missverständnis nicht nur Herrn Posener den falschen Eindruck, ich sei nicht gewillt, fair mit ihm bzw. seinen Texten umzugehen, sondern darüber hinaus meiner Leserschaft mit meiner Fehldeutung einen falschen Eindruck von der Intention des Textes an dieser Stelle vermittelt zu haben.
(Josef Bordat) jobo72.wordpress.com/2012/10/26/klarender-austausch
elisabethvonthüringen
Fazit: Ohne Alan Posener, ohne Priester auf dem Scheiterhaufen verbrennende Einzeller und ohne Kirchengeschichtsprofessoren der Marke "10.000.000 Opfer der Inquisition" geht's mir im Moment eindeutig viel besser. Daher werde ich mich für die kommende Zeit dem Tümpel erst einmal fernhalten und nur noch dann Bloggen, wenn ich wirklich etwas zu sagen oder zu zeigen habe.

Je nachdem, wie es mir …More
Fazit: Ohne Alan Posener, ohne Priester auf dem Scheiterhaufen verbrennende Einzeller und ohne Kirchengeschichtsprofessoren der Marke "10.000.000 Opfer der Inquisition" geht's mir im Moment eindeutig viel besser. Daher werde ich mich für die kommende Zeit dem Tümpel erst einmal fernhalten und nur noch dann Bloggen, wenn ich wirklich etwas zu sagen oder zu zeigen habe.

Je nachdem, wie es mir dabei geht, werden die nächsten Wochen entweder eine Phase sein, nach der es wie gewohnt weiter geht. Oder sie werden die Übergangszeit zu einem inhaltlich anderen Blog sein. Oder sie werden meinen Abschied aus der Blogoezese einläuten. Mal sehen... blog.derherralipius.com/2012/10/bin-wieder-da.html
Latina
@stephan karl: 😡 😡 😡 🙏 🙏 🙏 dito
lelule100
Bitte! Die zweite "Nazi-Keule", war meines erachtens zuviel, aber wo sie recht haben, haben sie recht und wieso sollten Atheisten von der Giordano Bruno Stiftung alles sagen dürfen!

LG und Gottes reichen Segen
LydiaLichterfest
Nett. Vorallem das Matussek und Imkamp dem Möller schön die "Nazi-Keule" übergezogen haben. Das ist wirklich vollkommen entwaffend und totschlagend, da gibt es nichts drauf zu erwidern, will man sich nicht noch mehr hineinreiten. Reines Kalkül zwar, aber die Gegenseite ( nenne man es mal so ) kämpft ja mit ähnlichen Mitteln.
Keby
Sehr interessentes Video! Danke für das reinstellen!
Galahad
» Die Religion ist ein Teil unserer Freiheit, garantiert durch die Verfassung, steht aber nicht über ihr.
Necla Kelek Soziologin

Dr. Necla Kelek ist Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin. Sie war von 1999 bis 2004 Lehrbeauftragte für Migrationssoziologie an der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Hamburg.

Der Satz allein reicht schon aus.
Dann steht also eine menschengemachte Verfass…More
» Die Religion ist ein Teil unserer Freiheit, garantiert durch die Verfassung, steht aber nicht über ihr.
Necla Kelek Soziologin

Dr. Necla Kelek ist Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin. Sie war von 1999 bis 2004 Lehrbeauftragte für Migrationssoziologie an der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Hamburg.

Der Satz allein reicht schon aus.
Dann steht also eine menschengemachte Verfassung über der Religion? DAS DARF IST AUF KEINEN FALL TOLERABEL!

Also ich denke klar, man soll sich immer für die Lehre der Kirche entscheiden, wie in der Sozialordnung der Katholischen Kirche steht. Wenn die "Verfassung" dieser Lehre wiederspricht oder sie verhindert, soll man sich KLAR FÜR DIESE LEHRE, notfalls auch GEGEN DIE JEWEILIGE VERFASSUNG ENTSCHEIDEN!!! KEIN Menschengemachtes Regularium steht über der Weisung Gottes.

😡 😡 😡 🙏 🙏 🙏