martin fischer
19684

Absurde Faktenverdrehung

Absurde Faktenverdrehung. Zur Anerkennung der Hungerkrise in der Ukraine 1932/33 als »Völkermord«. Gastbeitrag des russischen Botschafters in der Bundesrepublik, Sergej J. Netschajew

Mit großem Bedauern und Befremden haben wir der deutschen Presse entnommen, dass einige Bundestagsabgeordnete dazu aufrufen, die massenhafte Hungersnot, die zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts in der UdSSR herrschte, als Genozid am ukrainischen Volk anzuerkennen. Ein Narrativ, das schlichtweg antihistorisch und wahrheitswidrig ist sowie dem gesunden Menschenverstand widerspricht.

Aus historischen Dokumenten wird ersichtlich, dass infolge der Hungersnot, die 1932/1933 große Teile der UdSSR traf, sieben Millionen Menschen, darunter zirka 2,5 Millionen im russischen Kernland und 1,5 Millionen auf dem Gebiet Kasachstans, starben. Der Hunger war massenhaft und suchte sich seine Opfer nicht aus. Er begann mit einer starken Dürre und daraus resultierender Missernte, mit denen außerordentliche Maßnahmen der Sowjetregierung im Rahmen der Zwangskollektivierung einhergingen. Diese harten Maßnahmen wurden in ausnahmslos allen Agrargebieten der UdSSR umgesetzt. Infolgedessen wurden von der Hungersnot nicht nur die Ukraine, sondern auch der Süden Weißrusslands, die untere Wolga, Kasachstan, das Dongebiet, das Kubangebiet, der Nordkaukasus, der Südural und Westsibirien betroffen. Es waren nicht nur Ukrainer, die hungerten und starben, sondern auch Russen, Belarussen, Tataren, Baschkiren, Kasachen, Tschuwaschen, Wolgadeutsche sowie andere Völker.....

Ganzer Beitrag siehe link.
Absurde Faktenverdrehung
martin fischer
Bundeszentrale für politische Bildung: Soziozid
In Anlehnung an den Begriff des Völkermords (Genozid) bezeichnet der Begriff des Soziozids die systematische Vernichtung einer sozialen Schicht oder Klasse. Historische Beispiele dafür sind das Aushungern von Millionen von Bauern unter Stalin in den 1930er Jahren oder die massenhafte Ermordung der Schicht der urbanen gebildeten Schichten und …More
Bundeszentrale für politische Bildung: Soziozid
In Anlehnung an den Begriff des Völkermords (Genozid) bezeichnet der Begriff des Soziozids die systematische Vernichtung einer sozialen Schicht oder Klasse. Historische Beispiele dafür sind das Aushungern von Millionen von Bauern unter Stalin in den 1930er Jahren oder die massenhafte Ermordung der Schicht der urbanen gebildeten Schichten und Intellektuellen unter dem Regime der Roten Khmer in den 1970er Jahren in Kambodscha.
RellümKath
Mal sachte. Der Holodomor betraf nicht nur ukrainische Bauern/Landarbeiter, aber die waren bei der Aktion die Hauptopfer, da sie sich geschickt der Kollektivierung und den Jahresplänen entzogen und der Gleichschaltung entgegenarbeiteten - basichtlich oder unabsichtlich. Stalin setzte Quoten fest, wieviele zu liquitieren sind für jede Stadt/Ortschaft, auch um dem Hunger Herr zu werden. Aus dem …More
Mal sachte. Der Holodomor betraf nicht nur ukrainische Bauern/Landarbeiter, aber die waren bei der Aktion die Hauptopfer, da sie sich geschickt der Kollektivierung und den Jahresplänen entzogen und der Gleichschaltung entgegenarbeiteten - basichtlich oder unabsichtlich. Stalin setzte Quoten fest, wieviele zu liquitieren sind für jede Stadt/Ortschaft, auch um dem Hunger Herr zu werden. Aus dem Holodomor hat er und der NKWD gelernt und dann 1937/38 unter Jeschow richtig liqitiert - ohne Holodomor. Das Regime der Angst konnte nun regieren bis Gorbatschow.
Was falsch ist. ist die Vermengung von Holodomor mit der "Ukraine" und Ukrainern als Opfer allgemein. Das wird nie anerkannt werden, weil es die fabrikmäßige Vergasung von "Juden" schmälert. Wenn man den Holodomor allerdings als Genozid an der Landbevölkerung der westlichen Sowjetunion definieren würde, käme man der Realität schon näher und die EU/UN würde mitmachen.
De Profundis
Die Ukraine war schon damals westlich orientiert. Stalin wollte dort bestrafen und ein Exempel statuieren.
Katja Metzger
Es gibt keien Rechtfertigung für den Holodomor - schon gar nicht, dass noch mehr Leute woanders auch gestorben sind. Stalin ist ein Verbrecher der Sonderklasse. Wie Pius XII. über ihn nach dem Tod sagte: "Jetzt [in der Hölle] lernt er die Legionen Gottes kennen."
martin fischer
Der Botschafter rechtfertigt überhaupt nichts, er bestreitet, dass die Hungersnot gezielt gegen die Ukraine gerichtet war.
Den Entwicklungen, die zur Hungersnot führten, lagen verschiedene Motive zugrunde: der Klassenkampf gegen wohlhabende Bauern (die »Kulaken«), die angestrebte Vereinnahmung der Landwirtschaft durch den Staat, die Finanzierung ausländischer Kredite, die für den Ankauf von …More
Der Botschafter rechtfertigt überhaupt nichts, er bestreitet, dass die Hungersnot gezielt gegen die Ukraine gerichtet war.

Den Entwicklungen, die zur Hungersnot führten, lagen verschiedene Motive zugrunde: der Klassenkampf gegen wohlhabende Bauern (die »Kulaken«), die angestrebte Vereinnahmung der Landwirtschaft durch den Staat, die Finanzierung ausländischer Kredite, die für den Ankauf von Industrieanlagen aus dem Ausland aufgenommen wurden, die Versorgung der zunehmenden Stadtbevölkerung angesichts eines drastischen Rückgangs des Getreideanbaus. Es ist unstrittig, dass sich mit dem Tod von Millionen Menschen landesweit eine erschreckende Tragödie ereignete. Dennoch ist es auch offensichtlich, dass die Wegnahme von Getreide in den Bauernhäusern nicht das Ziel hatte, eine besondere nationale Gruppe, u. a. die Bevölkerung der Ukraine, mutwillig zu vernichten, die zudem nicht monoethnisch, sondern stets multinational war.

Multinational besetzt war auch die Sowjetregierung. Es ist absurd, ihr den Hass gerade gegen die Ukraine vorzuwerfen. Bekannt ist ebenfalls, dass auch in der Ukraine ein häufiger Grund für Exzesse bei der Umsetzung der Anweisungen aus der Zentrale übermäßiger Eifer örtlicher Stellen war.
Klaus Elmar Müller
Es stimmt auch nicht, dass Hitler nur die Juden vernichten wollte. Auch die Slawen galten ihm als Untermenschen, die er als Sklaven vorgesehen hatte. Hitlers Bomben richteten sich sogar gegen Engländer, also Arier. Und was sagt jetzt das über die KZ's aus? Nichts! Außer dass neben 6 Millionen Juden auch 2000 katholische polnische Priester darin umkamen. Deshalb,@martin fischer , lassen Sie ab von …More
Es stimmt auch nicht, dass Hitler nur die Juden vernichten wollte. Auch die Slawen galten ihm als Untermenschen, die er als Sklaven vorgesehen hatte. Hitlers Bomben richteten sich sogar gegen Engländer, also Arier. Und was sagt jetzt das über die KZ's aus? Nichts! Außer dass neben 6 Millionen Juden auch 2000 katholische polnische Priester darin umkamen. Deshalb,@martin fischer , lassen Sie ab von Ihrer absurden Geschichtswissenschaft!
Katja Metzger
@martin fischer Die Nahrungsmittel waren teilweise vor Ort lagernd und von Soldaten bewacht, während die Leute verhungerten. Dazu sollte sich der Botschafter äußern.
martin fischer
@Klaus Elmar Müller Lassen Sie ab von ihren ständigen Versuchen mir die Meinung von Personen als die meinige unterzuschieben nur weil ich sie veröffentliche. Ich kann Sie und aber beruhigen. Sobald der Holdomor als Völkermord an dem urkainischen Volk anerkannt ist kann ich Sie nichtmehr mit solchen Meinungen des russichen Botschafters belästigen, dann ist das nämlich nach der Neufassung des § zur …More
@Klaus Elmar Müller Lassen Sie ab von ihren ständigen Versuchen mir die Meinung von Personen als die meinige unterzuschieben nur weil ich sie veröffentliche. Ich kann Sie und aber beruhigen. Sobald der Holdomor als Völkermord an dem urkainischen Volk anerkannt ist kann ich Sie nichtmehr mit solchen Meinungen des russichen Botschafters belästigen, dann ist das nämlich nach der Neufassung des § zur Volksverhetzung verboten. Dann brauchen Sie sich nichtmehr mit Meinungen zu diesem Thema der Geschichte belästigen lassen, die von der Ihrigen abweichen. Bis dorthin werden sie es wohl noch hinnehmen müssen.
Klaus Elmar Müller
@martin fischer , eine Frage: Ist das Ihr Satz oder nicht, ich zitiere aus Ihrer vorletzten Einlassung: "Der Botschafter rechtfertigt überhaupt nichts, er bestreitet, dass die Hungersnot gezielt gegen die Ukraine gerichtet war."
Klaus Elmar Müller
Soldaten bewachten das gesammelte Getreide. Es kam vor, dass erschossen wurde, wer einen Getreidehalm "stahl". Frauen fanden ihren ukrainischen Popen morgens an die Ikonostase gekreuzigt. Der Holodomor (Stalins künstliche Hungersnot) war auch Religionsverfolgung der Bauern, die nicht atheistisch-kommunistisch werden wollten. Aus den Kulaken machte die Sowjetpropaganda "kapitalistische Großbauern"…More
Soldaten bewachten das gesammelte Getreide. Es kam vor, dass erschossen wurde, wer einen Getreidehalm "stahl". Frauen fanden ihren ukrainischen Popen morgens an die Ikonostase gekreuzigt. Der Holodomor (Stalins künstliche Hungersnot) war auch Religionsverfolgung der Bauern, die nicht atheistisch-kommunistisch werden wollten. Aus den Kulaken machte die Sowjetpropaganda "kapitalistische Großbauern". Schon damals wollte Russland die Ukraine von "Unterdrückern befreien". Wie "großherzig"!
Klaus Elmar Müller
So sieht ein Lügner aus.
Klaus Elmar Müller
"Die junge Welt" bezeichnet sich selber als "eine linke, marxistisch orientierte" Zeitung: junge Welt – die linke Tageszeitung In einer "linken, marxistisch orientierten Zeitung" findet also der heutige russische Botschafter Gehör. Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist....
RellümKath
Ich kenne da andere Zahlen, da allein in der Ukraine von 7 Millionen Opfern ausgegangen wird.
Aber auch aus dem "Faktenverdrehung"-s Artikel müsste dann im Umkehrschluss der Genozid an den Juden widersprochen werden, da nicht nur Juden, sondern auch Russen, Zigeuner, Tschechen, Ungarn, Polen etc. in großen Massen ermordet wurden. Die "Juden" standen bei Adolf an erster Stelle - bei Stalin die sich …More
Ich kenne da andere Zahlen, da allein in der Ukraine von 7 Millionen Opfern ausgegangen wird.
Aber auch aus dem "Faktenverdrehung"-s Artikel müsste dann im Umkehrschluss der Genozid an den Juden widersprochen werden, da nicht nur Juden, sondern auch Russen, Zigeuner, Tschechen, Ungarn, Polen etc. in großen Massen ermordet wurden. Die "Juden" standen bei Adolf an erster Stelle - bei Stalin die sich widersetzenden ukrainischen Bauern, die sogeannten Kulaken; wobei bald jeder ein Kulak war.
martin fischer
Auf die Kulaken wird im weiteren Verlauf des beitrags des Botschafters auch eingegangen.
Klaus Elmar Müller
Die Kulaken werden vom Botschafter als "Wohlhabende" bezeichnet und es wäre um Klassenkampf gegangen. Nein, die waren nicht wohlhabend, aber lehnten als Christen den kommunistischen Atheismus ab. Bitter, auf gloria tv derartige altkommunistische Propaganda "serviert" zu bekommen von @martin fischer .
martin fischer
@Klaus Elmar Müller Da Sie es nie positiv erwähnt haben, wenn ich bsplw Artikel über die Verfolgung der katholischen Kirche im kommunistischen Nicaragua auf gloria.tv veröffentlich habe, verbuche ich diesen letzten Kommentar von Ihnen mal unter Hetze.....Video:Diktator Ortega: katholische Kirche eine "perfekte Diktatur…
martin fischer
@Klaus Elmar Müller Wenn die Meinung des russichen Aussenministers auf gloria.tv nichts zu suchen hat, können Sie den Beitrag ja einfach der redaktion melden, dann wird er sicher gelöscht.
Klaus Elmar Müller
@martin fischer Der Beitrag würde ganz sicher nicht gelöscht.
martin fischer