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jili22

Unterweisung für die Adventszeit

Aus "Der Geist der Kirche im Laufe des Christlichen Jahres":

Diese Zeit soll sich auf das Kommen und die Geburt Jesu Christi vorbereiten. Obwohl der Herr nicht mehr äußerlich geboren werden darf, wie er nicht mehr sterben darf, erneuert er doch auf geistliche und innere Weise in seiner Kirche und in jedem Gläubigen besonders die Geheimnisse, die er einst erfüllt hat, um uns zu retten; und jedem Geheimnis ist eine Gnade verbunden, die sich auf es bezieht, die uns an seine Gegenwart erinnert, seine Tugenden auf uns anwendet und uns die Frucht ziehen lässt.
Die vier Wochen, die den Advent ausmachen, repräsentieren für uns die viertausend Jahre, die seit dem Ursprung der Welt der Geburt Jesu Christi vorausgingen. Bevor Gott seinen Sohn auf die Erde sandte, wollte er, dass die Menschen lange Zeit das tiefe Elend spürten, in das die Sünde sie gestürzt hatte; dass dieses Gefühl sie demütigen und sie dazu anregen möge, den einen Befreier zu erkennen und zu begehren, der ihre Ketten brechen und ihre Übel heilen könnte.
Gesegnet sind also diejenigen, die in dieser heiligen Zeit spüren werden, wie elend, schwach, schmachtend sie sind, beherrscht von ihren Sinnen und ihren Leidenschaften; unfähig, von sich aus Gutes zu tun, und zu jeder Art von Bösem geneigt. Dieses Gefühl ist der erste Schritt zu ihrer Befreiung und Heilung!
Die Patriarchen repräsentierten den Messias. Die Propheten sagten es voraus und kündigten es an. Alle Rechtschaffenen wünschten und forderten es. Die Gottlosen vergaßen es und gingen von ihm weg. Johannes der Täufer zeigte darauf, damit sie es erkennen. Lasst uns unter den Gläubigen sein und durch die Praktiken der wahren Frömmigkeit, wie es dem Gesetz der Gnade angemessen ist, verfolgen, was in jener glücklichen Zeit getan wurde, um als Vorbereitung für die Geburt des Erlösers zu dienen. Vor allem lasst uns ständig mit dem Wunsch beschäftigt sein, es geistlich in unseren Herzen geboren zu sehen und in unseren Seelen zu herrschen; und um diese Geburt anzuziehen und dieses Reich aufzurichten, lasst uns die Ausdrucksformen der Propheten gebrauchen, die die Kirche für ihre Gebete in diesen heiligen Tagen benutzt. O Himmel! Sende von oben deinen Tau auf die Erde, und du, Wolken, öffne deine Brust und regne die Gerechten herab. O ewige Weisheit! Komm und erleuchte mich! O Schlüssel Davids, komm und öffne mir die Tür, die die Sünde für mich verschlossen hatte! O König der Völker, komm und bring mir das Heil! etc.
Das Evangelium vom ersten Adventssonntag beschreibt uns das letzte Kommen Jesu Christi am Ende der Jahrhunderte, das ein Kommen der Gerechtigkeit und strenge sein wird, um uns zu verpflichten, den ersten zu genießen, der nur Sanftmut und Barmherzigkeit zeigt.
Das Evangelium vom zweiten Sonntag stellt johannes den Täufer dar, der als Vorläufer des Messias von der Mitte des Gefängnisses, in dem er festgehalten wird, handelt und seine Jünger zu Jesus Christus sendet.
Das Evangelium vom dritten Sonntag bietet uns die feierliche Deputation, die die Juden dem heiligen Johannes gemacht haben, um zu wissen, ob er nicht selbst der Messias war; und der heilige Johannes schickt sie zu dem zurück, der allein diese göttliche Eigenschaft verdient hat. Gleichzeitig macht er diesen gerechten Vorwurf, dass dieser Messias, so begehrt, in ihrer Mitte war und dass sie ihn nicht kannten.
Das Evangelium vom vierten Sonntag lässt uns diesen seligen Vorläufer sehen, der seine Stimme an den Ufern des Jordan und in allen Nachbarländern erhebt, um die Bußtaufe zu verkünden, die als Vorbereitung für die Taufe des Neuen Gesetzes diente, die Jesus Christus einführen sollte, und mit doppelten Schreien spricht; Macht Gottes Wege gerade und vereint, denn alles Fleisch wird Gottes gesandte Erlösung sehen.
Schließlich, an Heiligabend, wiederholen wir mehrmals diese tröstenden Worte; Morgen wird die Ungerechtigkeit der Erde ausgelöscht werden, und der Erretter der Welt wird über uns herrschen.

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