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Zweihundert
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+++ Schäuble verhöhnt notleidende Deutsche +++

Der letzten französischen Königin Marie Antoinette wird nachgesagt, sie hätte ihren Untertanen während einer schweren Hungersnot empfohlen, diese mögen doch Kuchen essen, wenn sie schon kein Brot haben. Obwohl historisch nicht verbürgt und wahrscheinlich frei erfunden gilt diese Anekdote seither als sprichwörtliches Sinnbild einer abgehobenen, arroganten und selbstgefälligen Elite. Mit ähnlich dreister Überheblichkeit hat nun Wolfgang Schäuble (CDU) mal wieder einen gucken lassen. Auf dem Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Hamburg dozierte der amtierende Bundestagspräsident, dass zu viel Hilfe für Arbeitslose und Notleidende diese unglücklich mache, folglich die Sozialleistungen möglichst niedrig sein müssten.

Nicht der wöchentliche Gang zur Lebensmittelausgabe der Tafeln oder die erniedrigende Suche nach Pfandflaschen in öffentlichen Mülleimern machen die sozial schwachen Menschen in unserem Land unglücklich, sondern dass sie zu viel Geld von der staatlichen Wohlfahrt bekommen könnten. Infamer hat sich wohl kaum ein hochrangiger Politiker in letzter Zeit geäußert. Schäuble – auch bekannt als Mann mit den Schwarzgeldkoffern – hat sein Leben lang nie mit den eigenen Händen arbeiten müssen, sitzt seit bald einem halben Jahrhundert im Bundestag und ist eigentlich der lebende Beweis dafür, dass zumindest die Politiker-Diäten glücklich machen, sonst würde man sie ja nicht ständig erhöhen. Deswegen sind Steuersenkungen aus Sicht von SPD-Chefin Eskens auch gefährlich: Zu viel Geld macht unglücklich!

Kaum vorstellbar, dass ein hochrangiger Politiker eines anderen Landes es wagen würde, sich derart zu äußern. Hier die Angaben zu seinem Einkommen (Verdienst kann man es nicht nennen) und dem Vermögen:

gehaltsreporter.de
Oh, oh, oh, so geht das aber nicht! Er erzählte auch schon mal, eine Krise wäre gut für Deutschland. ->Schäuble will eine Krise in Deutschland zugunsten eines starken Europa ..... (??!)