Ein Mail von einer völlig unbekannten Dame. Von Pater Franz Schmidberger

Vor wenigen Tagen erhielten wir von einer uns bis dahin völlig unbekannten Dame eine E-Mail. Sie beschreibt glasklar die Lage der die Wahrheit suchenden Seelen und die kirchliche Situation:

Hochwürdiger Herr Pater,

bereits mehrere Male habe ich die Messe in Ihrer Kirche St. Maria Himmelfahrt besucht und bin von der Ehrfurcht, Schönheit und Kraft der lateinischen Messe ergriffen. Als langjährige Atheistin mit protestantischem Hintergrund habe ich leider erst spät zu der Überzeugung gefunden, dass es Gott gibt, und habe in den letzten Jahren erst lutherische, dann anglikanische und schließlich fast nur noch katholische Gottesdienste besucht. Obwohl ich der Überzeugung war, mich allmählich der Wahrheit zu nähern, war ich doch allzu oft entsetzt über den unverbindlichen, materiellen, politisch gefärbten oder sogar skandalösen Ton der Predigten und der Lieblosigkeit der Abläufe. Die lateinische Messe hingegen verkörpert die ehrfurchtsvolle Vertikalität, die ich schon lange suche.

Nun möchte ich meine einsame Suche beenden und tiefer in den wahren katholischen Glauben finden. Wäre es möglich, dass ich einen Glaubenskurs bei Ihnen besuche? Wenn das möglich ist, können Sie mir bitte sagen, was für Voraussetzungen ich dazu erfüllen muss?

In Christus verbunden,
Franz Graf
Also, die wenigen Male, wobei ich in den letzten 7, 8 Jahren, bei einer neuen Messe war, waren die Predigten jedesmal sehr wohl politisch gefärbt. In eigentlich allen diesen Predigten, griff der Prediger das aktuelle politische Geschehen auf, was auch zum selben Zeitpunkt, in unseren staatlichen Medien thematisiert wurden. Dabei wurde sehr deutlich, welche politische Sichtweise der Klerus, warscheinlich …More
Also, die wenigen Male, wobei ich in den letzten 7, 8 Jahren, bei einer neuen Messe war, waren die Predigten jedesmal sehr wohl politisch gefärbt. In eigentlich allen diesen Predigten, griff der Prediger das aktuelle politische Geschehen auf, was auch zum selben Zeitpunkt, in unseren staatlichen Medien thematisiert wurden. Dabei wurde sehr deutlich, welche politische Sichtweise der Klerus, warscheinlich durch eine intensive Indoktrination wärend der Priesterausbildung, in den heutzutage politisch linksgrün und Genderideologisch stark unterwanderten Seminaren, angenommen hat. In den Predigten wird das Evangelium kaum noch lehrmäßig verkündet, es wird maximal anfangs kurz angesprochen, um dann sehr schnell eine oft wahrlich abenteuerliche Überleitung zum weltlichen Tagesgeschehen zu vollbringen. Lieblingsthemen waren beispielsweise die Flüchtlingswelle, oder auch die friday for Future Ideologen, wobei die jeweiligen Prediger stets den grünalternativen politischen Mainstream das, in einer unerträglichen Penetranz, das Wort redeten. Wie wohltuend dagegen die allermeisten Predigten bei einen lateinischen Messopfer, wo die Tagespolitik nur in Ausnahmefällen angesprochen und beurteilt wird und wenn überhaupt, dann aus der Sicht, also im Lichte des katholischen Glaubens. Sehr schnell wird dann jedoch zum jeweiligen Tagesevangelium übergegangen.
Mario Dzakula
Wenn ich wissen will welche Themen im Gottesdienst kommen schau ich kurz in die Medien. So geht es mir auch in Deutschland und Frankreich aber in Kroatien und medjugorje ist es nicht so bzw viel weniger.
Der Hofrat
ein sehr schönes und ergreifendes Mail es ist immer eine Freude wenn ein Mensch Konsequenzen aus einer Überzeugung zieht zu der er gelangt ist
Magnus11
In der Sache "Ton" in den Predigten hat die Frau nur teilweise recht, da verschiedene Priester teils grundverschieden predigen, also nicht nur vom Inhalt, sondern auch im Ton. Aber "politisch gefärbt" wiederum sind die Predigten auf keinen Fall, da achten m.E. (subjektiv) alle Priester peinlichst genau darauf, politisch neutral zu bleiben.
Die Qualität der Predigten sind sehr vom jeweiligen …More
In der Sache "Ton" in den Predigten hat die Frau nur teilweise recht, da verschiedene Priester teils grundverschieden predigen, also nicht nur vom Inhalt, sondern auch im Ton. Aber "politisch gefärbt" wiederum sind die Predigten auf keinen Fall, da achten m.E. (subjektiv) alle Priester peinlichst genau darauf, politisch neutral zu bleiben.

Die Qualität der Predigten sind sehr vom jeweiligen Priester abhängig!!! P.Schmidberger würde ich subjektiv klar auf Platz 1 setzen.

An die Briefschreiberin: Der Mensch denkt und Gott lenkt: Ihren Eintritt in den katholischen Glauben hatte Gott schon bei der Erschaffung der Welt bis ins Detail geplant.

Gelobt sei Jesus Christus
Marguerite Marie
Leider habe ich in Einzelfällen durchaus die Erfahrung gemacht, dass Priester leidenschaftlich "politisch gefärbt" predigen... D.h. es bleiben längst nicht alle Priester politisch neutral. Meist führt das langfristig zur Spaltung der betroffenen Gemeinden. Die Gemeindemitglieder der jeweils anderen Couleur wandern in die Nachbargemeinden zum Gottesdienst ab, weil sie "ihren Pfarrer nicht mehr hören …More
Leider habe ich in Einzelfällen durchaus die Erfahrung gemacht, dass Priester leidenschaftlich "politisch gefärbt" predigen... D.h. es bleiben längst nicht alle Priester politisch neutral. Meist führt das langfristig zur Spaltung der betroffenen Gemeinden. Die Gemeindemitglieder der jeweils anderen Couleur wandern in die Nachbargemeinden zum Gottesdienst ab, weil sie "ihren Pfarrer nicht mehr hören können" und endlich eine am Evangelium orientierte Verkündigung suchen.