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Saarbrückener Marsch für das Leben: "Die Hölle bäumt sich gegen uns auf" - Interview

Am nächsten Samstag, 16. November, findet in Saarbrücken der „Marsch für das Leben“ statt. Gloria.tv sprach mit dem Organisator des Marsches, Peter Feid (Bild links).

Die im Interview geschilderten Ereignisse zeigen, wie sich die Hölle gegen den Marsch aufbäumt. Die Lebensschützer wurden mit Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Einmal wurden Feid und ein Mitstreiter von einem zwölfköpfigen Polizeiaufgebot im Kampfanzug abgeführt.

Feid berichtet auch, wie das Kind einer afrikanischen Mutter, die bereits einen Abtreibungstermin hatte, von Lebensschützern gerettet wurde, wie eine junge Lehrerin nach der Entscheidung für ihr Kind ihr Leben plötzlich auf die Reihe brachte und wie ein Familienvater mit den Lebensschützern vor einer Abtreibungsmühle betete, wo sein jüngstes Kind umgebracht wurde.


Was war der Anfang der Erfolgsgeschichte des „Marsch für das Leben“ in Saarbrücken?
Dieser Anfang ist mit zwei Namen verbunden: Ernst Brößner und Pater Peter Lang. Alles begann mit dem Widerstand von Erich Brößner, einem CDU-Politiker im Stadtrat und weiteren Mitstreitern, z.B. aus der CDL (Christdemokraten für das Leben), gegen die Kinder-Hinrichtungsstätte der Pro Familia in Saarbrücken. Die Initiative für den jährlichen Marsch ging von Pater Peter Lang aus, dem damaligen Prior der Priesterbruderschaft St. Pius X. in Saarbrücken. Er bemühte sich, (auch) Christen aus anderen Gemeinden und Gemeinschaften in dem Aktionskomitee „Christen für das Leben“ zu bündeln.


(Ernst Brößner im Jahr 2011 - der Mann, mit Krawatte, der in die Kamera blickt)

Gab es einen bestimmten Anlass?
Der Anlass war eine weitere Aushöhlung der ohnehin schon verheerenden Rechtslage für ungeborene Menschen durch den deutschen Einigungsvertrag. Die DDR-Fristentötung drohte. Das Aktionskomitee rief am Vorabend des Tages der Wiedervereinigung, am 2. Oktober 1990, zu einem Gebets- und Demonstrationszug auf. Er ging von der Kindertötungsklinik zur Saarbrücker Innenstadt.

Seit wann betreibt „Pro Familia“ in Saarbrücken eine Abtreibungsklinik?
Seit Ende 1985. Politisch verantwortlich dafür war die damalige SPD-Landesregierung von Oskar Lafontaine. Die Hand in Hand arbeitende Beratungsstelle und Kinderhinrichtungsstätte wurden verharmlosend „Familienplanungszentrum“ genannt. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1993, das eine organisatorische und wirtschaftliche Trennung von Beratung und illegaler Kindertötung verlangte (wegen Interessenskonfliktes), machte man dann aus der Hinrichtungsstätte das Medizinische Zentrum Pro Familia GmbH. Alles verblieb in denselben Räumlichkeiten in der Mainzerstraße. Nach dem Umzug in die Heinestraße gibt es sogar nur noch einen Briefkasten für Beratungsstelle und die Kindermordstation.

Gab es von Anfang an Widerstand gegen die Pro Familia?
Ja, besonders hervorzuheben ist hierbei das unermüdliche Engagement des bereits genannten Ernst Brößner, eines gläubigen Katholiken, der auf allen Ebenen einen Widerstand aufzubauen versuchte. Er bemühte sich auch um die Unterstützung von Seiten der Priester, zum Beispiel bei Unterschriftensammlungen und bei Protest- und Gebetskundgebungen. Zum Beispiel gewann er dafür den damaligen Pfarrer der nahegelegenen Christköniggemeinde, Hermann-Josef Reckenthäler. Es gab jedoch auf erschreckende Weise auch Priester, die sich sperrten.

Und das Bistum?
Brößner und seine Mitstreiter glaubten, das für Saarbrücken zuständige Bistum Trier und seinen Oberhirten für ihre Aktionen gewinnen zu können. Der Erfolg war zunächst trotz großer Bemühungen gering und endete schließlich sogar mit einer für die damaligen Unterstützer unglaublich großen Enttäuschung. Der Trierer Bischof Hermann Josef Spital (+2007) distanzierte sich sogar wiederholt öffentlich von den so notwendigen Initiativen, was nicht wenige resignieren ließ.

Ließ sich Brößner vom Bischof demotivieren?
Nein, Brößner war nicht klein zu kriegen und organisierte unter Verantwortung der „action 365 international“, einer Freundeskreis-Gruppe des bekannten Straßenpredigers Pater Leppich, monatliche Sühne- und Bittgebete vor der Abtreibungsklinik für die ungeborenen Kinder und jene, die an ihnen schuldig geworden sind.

Wie entwickelte sich die monatliche Kreuzweginitiative?
Ab Mitte der 90-er Jahre hatte Brößner immer mehr Schwierigkeiten, zu den Terminen einen Priester außerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X. zum Vorbeten zu finden. Pater Lang von der Bruderschaft, der von sich aus fast immer dabei war, sprang immer ein, wenn kein Geistlicher gefunden werden konnte. Brößner versuchte dann auf Anraten eines Priesters, das Gebet von der Tötungsstätte weg in eine Kirche zu verlegen, und zwar in die Basilika St. Johann. Dieser Versuch verlief bezüglich der Teilnehmerzahl ernüchternd. Er wurde nicht wiederholt. Stattdessen übernahmen Pater Peter Lang und ich die Verantwortung für das Gebet vor der Klinik.

Gibt es den Gründervater noch?
Herr Brößner nimmt bis heute treu an allen Veranstaltungen teil, bei Wind und Wetter, obwohl er mittlerweile 45 km entfernt wohnt, schon über 80 ist und eine schwerkranke Frau pflegt, die er bis vor kurzem immer im Rollstuhl mitgebracht hatte.

Ist Ihnen aus den Gebetsinitiativen etwas in besonderer Erinnerung?
In der Hinrichtungsstätte werden auch Kinder aus Rheinland-Pfalz umgebracht, da bis heute dort kaum jemand aufzutreiben ist, der das schändliche Zerstückeln unschuldiger Kinder auf sein Gewissen nehmen will. An einem Gebetstermin stieß ein Mann zu uns. Er betete sehr ernst mit. Als er das Gebetsheft zurückgab, fragte ich ihn kurz, woher er komme.

Und?
Er sagte, er wäre heute extra über 100 km gefahren und offenbarte uns, dass er der Vater eines hier ums Leben gebrachten Kindes sei und dass er es damals, vor etwa zehn Jahren, nicht geschafft habe, seine Frau vor dem verhängnisvollen Schritt abzuhalten, obwohl er alles versucht und jedwede Unterstützung angeboten habe. Die Ehe war danach zerrüttet und hatte sich auch nicht mehr erholt. Wegen seiner (2 oder 3) anderen Kinder blieb er bei seiner Frau, bis das jüngste überlebende Kind 18 war. Er hatte sich fest vorgenommen, danach einmal an der Stelle zu beten, an der sein jüngstes Kind qualvoll sterben musste. Dies tat er an diesem Tag und ging traurig von dannen. (Er kam danach nie wieder.)

Gab es Reaktionen der Pro Familia?
Alle paar Jahr versuchte Pro Familia, die Polizei auf uns zu hetzen. Herr Brößner konnte aber die herbeigerufene Polizei über die rechtlichen Gegebenheiten immer ausreichend aufklären. Beim Oktobertermin 2017 hatte Pro Familia entgegen Ihren veröffentlichen Öffnungszeiten an einem Samstag geöffnet, wie uns schien, nur um die Polizei rufen zu können. Diese kam dann auch. Seitdem besteht das Ordnungsamt darauf, dass wir unsere Gebetsveranstaltung anmelden müssen, und wir wurden zudem auf den gegenüberliegenden Gehweg verwiesen.

Gab es weitere Schwierigkeiten mit Beamten oder Behörden?
Ende der 90-er Jahre wagte der verdiente und unverwüstliche Lebensrechtler Günter Annen, während der Öffnungszeiten vor Pro Familia zu demonstrieren. Ich versuchte ihn zu unterstützen. Pro Familia hetzte die Polizei auf uns, bis uns schließlich mindestens zwölf Mann im Kampfanzug abführten. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit wurden alle Verfahren zu unseren Gunsten entschieden.

Haben Ihre Mühen Früchte getragen?
Eine Frau aus unserem Gebetskreis betete in der Zeit von 2005 bis 2014 viele Jahre lang einmal in der Woche zusätzlich vor der Hinrichtungsstätte. Sie wurde von den anliegenden Geschäftsinhabern unterstützt, als diese sahen, dass Pro Familia das Ordnungsamt und die Polizei auf sie hetzen wollte. Als ich sie einmal unterstützte, durfte ich erleben, wie eine afrikanische Mutter wagte, uns anzusprechen und überglücklich war, als sie merkte, dass wir gegen die Kindestötung beteten. Ihr Abtreibungstermin stand bevor und sie flüchtete in unsere Hände. Sie stand unter enormen Druck wegen eines Studiums und weil ihr Freund sie im Stich gelassen hatte. Sie machte den Eindruck, dass sie sich nur danach sehnte, dass ihr jemand zum Kind riet.

Wie habt Ihr reagiert?
Unsere tüchtige Beterin nahm sie mit nach Hause. Später erfuhr ich von ihr, dass die junge Mutter das Kind glücklich auf die Welt gebracht hatte und man gemeinsam einer weiteren schwangeren Freundin helfen konnte.

Haben Sie Erfahrungen über die Mütterberatung der Pro Familia, die laut Bundesverfassungsgericht für das Leben sein muss?
Während meiner Referendarzeit als Lehrer konnte ich erleben, wie eine auszubildende Lehrerin, die zwar von ihrem Freund, dem Kindesvater schon getrennt war, aber alle Unterstützung ihrer Eltern zugesichert bekommen hatte und sich weitere Hilfe von Pro Familia erhoffte, von deren Berater in einem Beratungsgespräch so zur Abtreibung gedrängt wurde, dass sie total verunsichert war, was sie machen sollte.

Wie ging das weiter?
Sie tendierte zu einer Abtreibung. Ich bekam mit, wie eine Ausbildungskollegin ihr Mut zusprach, zum Kind zu stehen. Sie entschied sich schließlich doch für ihr Kind und setzte drei Monate aus, was ihr die Ausbildungsbehörde ermöglicht hatte. Fortan war sie wie ausgewechselt, kam plötzlich immer pünktlich und beendete die Ausbildung erfolgreich, gestand Drogenkonsum, von dem sie aber vollkommen losgekommen sei. Nach der erfolgreichen Prüfung wurde sie gefragt, wie sie alles geschafft habe. Sie antwortete lächelnd, dass sie selber nicht wisse, wie sie es jeden Morgen geschafft habe, solange von ihrem Kind, nach dem sie sich immer so sehnte, weg zu sein.

Wie sind Sie persönlich zum Marsch gestoßen?
Das war Anfang der 90er Jahre. Meine Heimatpfarrei war supermodern und aufrührerisch. Die dortigen Gallionsfiguren waren Eugen Drewermann, Hans Küng und der vom Vatikan abgesetzte französische Bischof Gaillot, den unser Pastor prompt nach Saarbrücken einlud. Vor (!) dem Gelände dieser Pfarrei - ich fand das seltsam - wurden Flugblätter für den Marsch verteilt. Ein zweites von 40.000 verteilten Flugblättern fand ich an einer Bushaltestelle.

Was empfanden Sie dabei?
Der für damalige Verhältnisse sehr gut gemachte, aufwändige, 4-seitige DIN-A-4 Flyer mit Todesanzeige und einem schockierenden Bild rüttelte mich endgültig auf. Mein Entschluss stand fest, dort unbedingt hin gehen zu wollen. Ich wunderte mich ein bisschen, dass aus unserer Gemeinde nur eine Familie teilnahm. Insgesamt waren wir rund 450 betende Demonstranten. Von der Atmosphäre war ich sehr beeindruckt. Es gab damals schon einige, allerdings nur vereinzelte Gegen-Protestler, die mit Tomaten und Ähnlichem warfen.

Wie ging es weiter?
Am Ende des Marsches wurde auf das nächste monatliche Sühne- und Bittgebet hingewiesen. Ich erinnerte mich, Monate zuvor eine Kleinanzeige dazu in der Saarbrücker Zeitung gesehen zu haben und merkte mir den Termin. Fortan ging ich auch zu den monatlichen Sühnegebeten. In den Folgejahren wurde ich Mitglied in der Aktion Leben und des Aktionskomitees "Christen für das Leben", welche die jährlichen Gebets- und Demonstrationszüge organisiert.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Gegendemonstranten?
Das ist ganz verschieden. Jahrelang hielten sie sich sehr zurück und waren kaum zu sehen. Erst durch viele aufkommende Kundgebungen in ganz Deutschland und weltweit, ab etwa 2010, witterten sie eine Gefahr für ihre Kultur des Todes und bündelten ihre bösen Kräfte. Bei der Demonstration 2017 rechnete der Sender „Klagemauer.TV“ mit vielen Gegendemonstranten. Es kamen aber gerade in diesem Jahr nur ganz wenige. Sie trillerten zwar mit Pfeifen, aber kein Vergleich zum Jahr 2013.

Was geschah 2013?
Damals wurden während des „Kreuzwegs für die Ungeborenen“ Feuerwerkskörper mehrfach mitten unter die betenden Teilnehmer geworfen. Jemand ließ zwei volle Plastik-Flaschen aus dem 3. oder 4. Stock der „Pro Familia“ knapp neben betende Familien mit Kleinkindern fallen. Eine Flasche verfehlte im Dunkeln nur knapp einen Kinderwagen mit Baby. Der anliegende Restaurantbesitzer empörte sich und versuchte Beweisfotos zu schießen. Es war aber dunkel.

Und die Polizei?
Die Polizei hatte die Lage falsch eingeschätzt. Seitdem sind sie mit viel mehr Mann vor Ort, inklusive Verfassungsschützern und geben sich viel Mühe, unser Recht auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zu gewährleisten. Sie wissen auch, dass die Aggressivität nicht von uns Lebensschützern ausgeht, sondern von den Anhängern der Lebensvernichtung, für die wir ja auch beten, dass sie sich bekehren mögen.

Wie ging es in den Jahren nach den Gewaltangriffen von 2013?
2014 erschienen 100 Polizisten. Damals versperrten Gegendemonstranten mit einer nicht angekündigten Spontandemo den Ort der Abschlusskundgebung. Die Lebensschutzdemonstration wählte einen anderen günstigen Ort in der Nähe. Die Polizei hatte alles gut im Griff, die heranstürmenden geifernden Sprücheklopfer in Schach zu halten.

Und 2015?
2015 hielt die Polizei den Ort der Abschlusskundgebung von Anfang an frei. Der Polizeieinsatzleiter sorgte dafür, dass die Lebensfeinde ihre dröhnende Rockmusik leiser drehen mussten und verfrachtete sie weiter weg. Trotzdem kann man auf dem Video des Anlasses ihr Gegröle noch manchmal ganz gut hören. Es waren jedenfalls viel weniger als ein Jahr zuvor.

Gab es Erpressungen?
Ja, gegen den Malteser Hilfsdienst und zwar mit Gewaltandrohung. 2016 drohten Lebensfeinde in der Woche vor der Veranstaltung in anonymen Mails zweimal dem örtlichen Malteser Hilfsdienst, der bei uns in den Jahren zuvor regelmäßig Einsätze gefahren war. Sie forderten sie auf, die Hilfe zu unterlassen, sonst würde etwas geschehen.

War das ernst zu nehmen?
Ja, die Polizei nahm die Drohung sehr ernst. Sie war besonders wachsam, deckte das ganz Umfeld ab, inklusive Parkdeck, damit nichts auf uns geworfen werden konnte. Es kamen nur ein Dutzend Gegendemonstranten.

Und die Malteser?

2016 begleiteten uns die Malteser zwar dann trotzdem noch, allerdings bekamen sie kalte Füße und wollten ihre Dienste fortan nicht so ohne Weiteres bereitstellen. Deswegen sind sie seit 2017 nicht mehr im Einsatz.


Wie war die Gegendemonstration letztes Jahr?
2018 war eine Gegendemonstration angemeldet, genau an dem Ort, wo wir die Abschlusskundgebung halten wollten. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Josephine Ortleb war Hauptrednerin der radikalfeministischen und linksradikalen Gegenveranstaltung. Sie war erst wenige Monate zuvor zur Landesvorsitzenden der Pro Familia Saar gewählt worden.

War die Polizei Herr der Lage?
Die Polizei hatte Mühe, ihre Zusage einzuhalten und sie auf Abstand zu halten. Doch sie schloss die Reihen gut. Die Gegendemonstranten kamen von zwei Seiten, spielten blasphemische Theaterstücke und grölten. Insgesamt waren etwa gleich viele Demonstranten wie Gegendemonstranten vor Ort, jeweils knapp 200.

Und in diesem Jahr?
Es ist eine Gegenkundgebung am Ausgangsort angemeldet, also vor der Abtreibungsklinik. Bei einem Kooperationsgespräch mit Polizei und Ordnungsamtsvertretern sagte ein Vertreter der Gegendemo kurzfristig ab. Sie wollten wahrscheinlich abwarten, was unsere Seite vereinbart, um darauf reagieren zu können. Wie ich am Dienstag erfahren habe, hat jetzt auch die absurde Kleinpartei „Die Partei“ eine Gegendemonstration angemeldet.

Warum kämpfen Sie so unbekümmert weiter?
Einmal erschien an einem Stand der Aktion Leben in Saarbrücken eine weinende Mutter. Sie hatte gerade eine Abtreibung hinter sich und fragte, wieso wir nicht vor einer Woche hier gestanden hätten. Sie sei von Pro Familia unter Druck gesetzt worden abzutreiben. Wenn sie Informationen wie an unserem Stand bekommen hätte, hätte sie das nicht getan. Ihr Verlobter, der mit ihr an unserem Stand war, hatte in letzter Stunde versucht noch zu ihr zu gelangen, um sie von der Abtreibung abzubringen, aber Pro Familia hatte ihn nicht mehr zu ihr gelassen. Ihr war klar, dass sie etwas Nie-mehr-Rückgängig- zu-Machendes getan hatte, etwas Schreckliches. Sie hielt sich lange am Stand auf und kam ein zweites Mal wieder. Solche Erlebnisse motivieren uns weiterzumachen.

Wie ist die gegenwärtige Lage an der Abtreibungsfront?
Über 100.000 Kinderabschlachtungen im letzten Jahr, davon über 1.700 im Saarland. Doch das scheint den Jusos, der grünen und linken Jugend immer noch nicht genug zu sein! Betrunken von einem Blutrausch wollen sie offenbar noch mehr Kinderblut fließen lassen und demonstrierten Ende September anlässlich des satanischen "Safe Abortion Days" auch in Saarbrücken für die völlige Straffreiheit dieser verabscheuungswürdigen Verbrechen. Zwei Christen hörten davon und sammelten sich zum Rosenkranzbeten. Sie hielten tapfer dagegen und die Menge zerstreute sich schneller als erwartet.

Ist die Propaganda gegen das Leben groß?
Sie ist allgegenwärtig. Die verurteilte Abtreiberin Hänel tingelt durch die Lande und heimst für ihre verabscheuungswürdigen Verbrechen auch noch einen Preis nach dem anderen ein. In Saarbrücken werben Lebensfeinde für ihre Gegenveranstaltung mit einem zerschlagenen Kreuz. Die Hölle bäumt sich auf. Das sollte alle Christen dazu führen, um so mehr sich ums Kreuz zu sammeln. Stehen wir solidarisch unter dem Kreuz und zu den wehrlosen Kindern.

Sie sagen, dass der Marsch für das Leben auch ein Gedenkmarsch ist.

Ja, er ist ein Gedenkmarsch und auch ein Zeugnis für das Leben, für die Schönheit des Lebens. Jeder Christ sollte heute verstanden haben: Die Zeit zu schlafen ist vorbei! Immer wieder, zuletzt verstärkt, haben sich auch Mitglieder aus orthodoxen, freikirchlichen und konservativ-protestantischen Gemeinden an der Kundgebung beteiligt und einzelne Gemeindeleiter zur Teilnahme aufgerufen. Wer irgendwie kann, soll nach Saarbrücken kommen. Alle anderen mögen den Kreuzweg in diesem Anliegen am 16. November ab 16:00 Uhr zu Hause beten.

Caruso
Hier ein paar Bilder vom Marsch am 16.11.2019. Wir waren zu dritt dort, aus 150 km angereist. Eine Dame war eigens aus Gelnhausen angereist.
Nicolaus
Ja, und unser Bischof Johannes Dyba war der Einzige, der sich deutlichst gegen Abtreibung ausgesprochen hat!
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Mich erschüttert es immer wieder, wenn die massenabreibungen Thema sind. M. E. sollte pro Familia aufgelöst werden und die Verantwortlichen, die ihrer Beratungspflicht nicht nachgekommen sind und stattdessen Druck auf Frauen ausübten, abtreiben zu lassen sollten vor Gericht gestellt werden. Es ist satanisch, was hier geschieht.
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Man macht sich kaum eine Vorstellung davon, was Lebensschützer heute alles mitmachen. Schon die Hälfte der geschilderten Probleme hätte andere in den Defätismus getrieben.
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es ist ja überhaupt festzustellen, daß nur die mit einem Gottglauben gegen Abtreibung sind, andere gar nicht, und die protzen noch öffentlich damit, dabei ist es ja keine ästhetische Tat
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Gut, dass ihr hier Werbung macht. Ich habe am Samstag die Möglichkeit zu kommen.
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Eva
Hier ist ein Plakat der Gegenseite. Das bedeutet: Die Katholiken sollten umso zahlreicher am Marsch in Saarbrücken teilnehmen
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Tesa
Das ist der beste Aufruf zur Demo am Samstag: Eine Mutter hatte gerade eine Abtreibung hinter sich und fragte, wieso wir nicht vor einer Woche hier gestanden hätten. Sie sei von Pro Familia unter Druck gesetzt worden abzutreiben.
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Es ist erstaunlich, dass besonders die altrituellen Katholiken unerschütterlich das Lebensrecht ungeborener Kinder verteidigen.
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Eigentlich aber auch nicht. Denn es sind genau diese Katholiken, die nicht nur eine Liturgie wollen, die wirklich christlich ist, die gottgefällig ist, also eben die alte, lateinische Messe, weil es eben genau die Katholiken sind, die den Glauben noch leben, die die Gebote Gottes auch ernst nehmen und befolgen wollen und die auch bereit sind, für ihren Glauben einzustehen.
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@Joseph Franziskus: Genau auf den Punkt gebracht.
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