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Der Gerechte erwacht am frühen Morgen und fleht für seine Sünden und erweist sich dadurch als gerechtfertigt und gerecht

Bibelblüten

(18) Der Gerechte erwacht am frühen Morgen
und fleht für seine Sünden und erweist sich
dadurch als gerechtfertigt und gerecht


Aus der liturgischen Lesung aus dem Buch Jesus Sirach 39,6ff:
Der Gerechte lässt sein Herz schon am frühen Morgen erwachen
zum Herrn, der ihn gemacht hat, und fleht vor dem Angesichte des
Allerhöchsten. Er öffnet seinen Mund zum Gebete und fleht für seine
Sünden.“


Das Aufstehen am Morgen ist wie gemacht für das Beten,
denn Morgenstund hat Gold im Mund. Es ist gut, am Mor-
gen seine Stimme zum Höchsten zu erheben, da die finstere
Nacht mit ihren manchmal düsteren, wirren und unmoralischen
Träumen, Vorspiegelungen, Versuchungen und Einflößungen
vorausging. Wer sich nach dem Aufwachen solcher negativer
Beeinflussungen bewusst wird, widersage allem Bösen und
seinen nächtlichen Trugbildern, dann ist es nämlich keine
Sünde, denn im Schlafzustand ist das Gewissen nur halb so
wach, im Bewusstsein des Tages ganz. Der Gerechte opfert
also alles auf, widersagt dem Bösen und reinigt sich im
Kostbaren Blute Jesu.

Anschließend lässt er die Lobsprüche zum Allerhöchsten
erklingen und betet seine Morgengebete, die ihm Kraft und
Segen für den Tag verleihen, den er Jesus durch das Unbe-
fleckte Herz Mariens weiht.

Und dann, wenn er sein Tagwerk beginnt, das aus dem be-
nediktinischen ora et labora besteht, "sündigt" er nicht (zwingend)
7mal am Tag, wie manch falsche Übersetzung sagt. Vielmehr,
wenn er auch 7mal am Tag auf die Knie niederfällt, um
seine Sünden zu beweinen und um Verzeihung zu bitten,
nämlich für seine vergleichsweise meist geringen Vergehen,
richtet ihn der Herr immer wieder auf, sodass er nie ganz
in Sünden darniederläge wie der Gottlose, der ins Verderben
der schweren Sünde stürzt. Wenn das "Fallen" des Gerechten
auch ein "Fehlen" meint, so müssen es nicht zwingend Sünden
sein, sondern könnten auch kleinere Fehler sein, weswegen
die folgende Übersetzung der hl. Vulgata zu bevorzugen ist:

Sir 24,16:
„denn siebenmal fällt der Gerechte, und steht wieder auf;
die Gottlosen aber stürzen in das Verderben.“

Ps 119,164:
Siebenmal am Tag singe ich dein Lob wegen der Entscheide deiner Gerechtigkeit.

Zweihundert
Heilwasser
Sir 24,16:
„denn siebenmal fällt der Gerechte, und steht wieder auf;
die Gottlosen aber stürzen in das Verderben.“
Heilwasser
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Im Traum ist das Gewissen auf Halbwache geschaltet. 😇